Razer Black Widow Chroma V2: Flotter Schalterdebütant im Test
Chroma V2 im Test: Razers bunt beleuchtete schwarze Witwe bekommt eine Neuauflage spendiert. Die trägt den Namen Black Widow Chroma V2 und wird erstmals mit einer Handballenablage ausgeliefert. Mit der zweiten Black-Widow-Chroma-Version gibt darüber hinaus Razers neuer gelber Tastenschalter sein Debüt, der leise und schnell sein soll. Ob das stimmt, überprüfen wir unter anderem im folgenden Test.
Inhaltsverzeichnis
Razers mechanische Tastaturen der Black-Widow-Reihe erfreuen sich bei Spielern großer Popularität. Seit der Urversion von 2010 präsentierte man immer neue Varianten, bei denen sich vor allem die Schalterbestückung und die Beleuchtung änderten. Auf die erste, mit Cherry-MX-Blue-Tastenschaltern ausgestattete schwarze Witwe folgte noch im selben Jahr die blau beleuchtete Ultimate-Version (ebenfalls Cherry MX Blue). 2011 erweiterte man die Modellpalette um die mit den leisen Cherry-MX-Brown-Schaltern angebotene Stealth Editon. Nachdem Razer bei der 2013er-Variante die Beleuchtungsfarbe von Blau auf Grün änderte, verwendete man Ende 2014 für die Neuauflage der Black Widow erstmals die von Kailh im Auftrag gefertigten Green- und Orange-Tastenschalter (Eigenschaften entsprechen Cherrys MX Blau/Braun).
Mit der Veröffentlichung der Black Widow Chroma im Oktober 2015 bekamen die Razer-Tastenschalter dann noch eine RGB-Beleuchtung spendiert. Die ist auch an der von uns hier getesteten Black Window Chroma V2 wieder vorhanden. Darüber hinaus gibt mit der neuesten Version der schwarzen Witwe neben der Handballenablage nun der neue, lineare und dank verkürztem Auslöse- und Hubweg schnellere Razer Yellow Switch seinen Einstand.
Razer Black Widow Chroma V2: Jetzt endlich mit Handballenablage
Quelle: PC Games Hardware
Razer Black Widow Chroma V2: Flotter Schalterdebütant im Test (4)
Razers Black Window Chroma V2 kann durchaus als behutsame Neuauflage bezeichnet werden. Von der weich gepolsterten und magnetisch andockenden Handballenablage abgesehen stellten wir bei der Ausstattung keine Änderungen fest. Wie beim gut bis sehr gut ausgestatteten Vorgänger findet man auch bei der Black Widow Chroma V2 links vom Haupttastenfeld wieder fünf separate Makrotasten (M1 bis M5). Die können entweder per Direktaufzeichnung (Tastenkombination Fn + F9) oder in der sehr umfangreichen und einfach bedienbaren Synapse-Software mit Tastenfolgen belegt werden. Synapse kommt auch ins Spiel, wenn man die RGB-Einzeltastenbeleuchtung nach seinem Gusto einstellen möchte. Wer nicht für jede Taste die Beleuchtungsfarbe händisch programmieren will, findet unter dem Reiter "Beleuchtung" acht vorgefertigte Effekte. Wählt man dagegen den Chroma-Konfigurator, kann man vorgefertigte Zonen (z. B. WASD- und Cursortasten oder F-Tastenreihe und M-Tasten) oder für bestimmte Spiele-Genres (FPS, MOBA, MMO und RTS) bevorzugte Tasten bunt leuchten lassen.
Neben der Makro- und Beleuchtungsprogrammierung bietet die Software noch Optionen zur Polling-Rate sowie zum Gaming-Modus, mit dem sich der Windows-Knopf und/oder die Tastenkombinationen Alt+Entf sowie Alt+F4 deaktivieren lassen. Zur weiteren Ausstattung gehören sechs Multimediatasten (Doppelbelegung F1 bis F3 und F5 bis F7), ein USB-2.0- und Sound-Anschluss sowie ein interner Speicher für ein nach den anfänglichen Grundeinstellungen auch an einem PC ohne Synapse abrufbares Profil inklusive Makro- und Beleuchtungseinstellungen.
Razer Black Widow Chroma V2: Neuauflage mit aufgewerteter Ergonomie
Die Tatsache, dass Razer der Neuauflage der Black Widow Chroma erstmals eine Handballenablage spendiert, wirkt sich auch positiv auf die Bewertung der Ergonomie aus. Wir können für die Black Widow Chroma V2 hier nun problemlos ein "Sehr gut" geben, zumal die Ablage für den unteren Bereich der Hand ausreichend breit ausfällt. Wie das Modell der Razer Ornata Chroma dockt auch die auf die Black Widow Chroma V2 zugeschnittene Handballenablage magnetisch an die aus Metall gefertigte Abdeckung des Chassis an und hält dort selbst dann noch sehr gut, wenn es beim Spielen hektisch und schnell zugeht. Doch nicht nur Spieler, auch Vielschreiber profitieren von dem neuen Extra, denn dank der zusätzlichen Polsterung liegen die Handballen sehr bequem auf, ohne dass sich das Handgelenk beim Tippen verspannt.
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Eine Sache, die uns bereits bei einigen Black-Widow-Modellen aufgefallen ist, finden wir leider auch bei der neuen Black Widow Chroma V2 wieder. Obwohl die für Makros bereitgestellten M-Tasten durch einen ca. 1,5 mm breiten Steg im Chassis vom Haupttastenfeld getrennt sind, löst man beim Blindschreiben schon einmal eine M-Taste anstelle der Tabulator- Umschalt-Feststell-, Umschalt- oder Strg-Taste aus. Das nervt besonders dann, wenn man Makrotasten mit Zeichenfolgen belegt hat. Am restlichen, im ISO/MF-Standard gehaltenen Tastenlayout gibt es genauso wenig zu beanstanden, wie an der spürbaren Wölbung der nach oben schmal zulaufenden Tastenkappen, die den Druck auch dann noch direkt übertragen, wenn die Fingerkuppe die Kappe nicht direkt trifft.
Razer Black Widow Chroma V2: neue, leise Tastenschalter mit Vorbild
Die zweite wichtige Neuerung der Black Widow Chroma V2 ist der neue Razer-Tastenschalter mit gelber Farbcodierung. Anders als der Razer Green (taktil: haptisch/akustisch) und Razer Orange Switch (taktil: haptisch) ist der Razer Yellow Schalter linear und gibt daher am Auslösepunkt weder ein hörbares noch spürbares Feedback. Die zweite Besonderheit ist der auf 1,2 mm verkürzte Auslöse- und der auf 3,5 mm verkürzte Hubweg. Mit einem relativ niedrigen Auslösedruck von 45 g ähnelt der Razer Yellow damit dem Cherry MX Speed RGB Silver (Auslösepunkt: 1,2 mm, Hubweg; 3,4 mm, Betätigungskraft: 45 g), der von der deutschen Schalterspezialisten im April 2016 erstmalig mit drei Corsair-Keyboards (Corsair K65/70 RGB Rapid Fire) debütierte. Razer kann also zu Recht behaupten, dass es sich bei den Razer Yellow um einen sehr schnellen Schalter handelt.
Soweit die Theorie, respektive die technischen Vorgaben von Razer. Was wirklich zählt, ist die Praxis und somit das Tippgefühl des neuen gelben und linearen Tastenschalters. Beim Spielen mit der Razer Black Widow Chroma V2 stellten wir fest, dass sich der Razer Yellow mit seinem spürbar verkürzten Auslöseweg und seiner geringen Betätigungskraft von nur 45 g wirklich sehr gut für eine sehr schnelle Mehrfachbetätigung beim Spielen eignen. Wenn man mit der rutschfesten Black Widow Chroma V2 jedoch schreibt, muss man sich vor allen an den kurzen Auslöseweg gewöhnen. Dazu kommt, dass der geringe Auslösedruck dafür sorgt, dass der Auslösepunkt oft unerwartet schnell erreicht wird. Hat man sich allerdings darauf eingestellt, schreibt es sich mit der Razer Black Widow Chroma V2 mindestens so gut und schnell wie beispielsweise mit der Corsair K70 RGB Rapidfire, wobei bei letzterer die Geräuschkulisse lauter ausfällt.
Abschließend noch ein paar Beobachtungen zur RGB-Beleuchtung der Black Widow Chroma V2: Obwohl auch beim Razer Yellow Schalter die RGB-Diode am oberen Rande des Gehäuses montiert ist, fällt die Lichtstreuung geringer aus als beispielsweise bei Cherrys RGB-Schaltermodellen. Das liegt daran, dass Razer beim Yellow-Switch auf ein transparentes Schaltergehäuse verzichtet, aus dem sichtbar mehr Licht unterhalb der Tastenkappe hervorscheint. Das Problem, dass aufgrund der Position der Diode bei Tasten mit Doppelbelegung die zweite Funktion nicht beleuchtet wird, tritt leider auch bei der Black Widow wieder auf. Betroffen ist wieder einmal die obere Reihe des Haupttastenfelds wo die Zahlen zu sehen sind. Die zweite Belegung, beispielsweise das Ausrufezeichen bei der Eins oder die Anführungsstriche bei der Zwei bekommt kein Licht ab.
Razer Black Widow Chroma V2: ergonomischer Mitspieler mit schnellen Schaltern
Mit der Neuauflage (V2) der Black Widow Chroma räumt Razer weitestgehend all unsere Kritikpunkte am Vorgänger aus. Die magnetische Handballenablage sorgt für eine einwandfrei Ergonomie, bei der übernommene Ausstattung gibt es kaum Verbesserungswünsche und die neuen Razer Yellow machen die Black Widow Chroma V2 zu einem besonderen Spielpartner, dessen flotte Schalter mit relativ geringem Auslösedruck sich mit etwas Eingewöhnung auch zum Vielschreiben eignet. Lediglich der hohe Preis und die Tatsache, dass Blindschreiber Probleme mit den fünf M-Tasten bekommen könnten, trüben den ansonsten positiven Gesamteindruck. Die Wertung "1,30" hat sich der Black-Widow-Chroma-Nachfolger auf jeden Fall verdient.
| Produktname | Black Widow Chroma V2 |
|---|---|
| Hersteller (Vertrieb) | Razer (www.razerzone.com/de-de) |
| Preis/Preis-Leistung | Ca. € 190,- Euro/ausreichend |
| PCGH-Preisvergleich | Noch nicht gelistet |
| Bauart/Anschluss | Kabeltastatur/USB 2.0 |
| Ausstattung (20 %) | 1,36 |
| Kabellänge | Ca. 210 cm |
| Handballenablage | Ja |
| Beleuchtung/Feature- und Effektumfang/Effekt per Taste abrufbar | Ja, RGB-Beleuchtung mit 20 Helligkeitsstufen (Programmierbare Einzeltastenbeleuchtung im vollen RGB-Farbspektrum mit acht vordefinierten Effekten, Zonenbeleuchtung und acht Gaming-Modi)/nein, nur in Synapse-Software abruf- und speicherbar |
| Tastenanzahl | 110 Tasten |
| USB-Ports/Soundanschlüsse | Ja, einmal USB 2.0/Ja, einmal 3.5mm Klinke |
| Extras | Multimediatasten (Doppelbelegung F1 bis F3 und F5 bis F7), RGB-Einzeltastenbeleuchtung, Profilverwaltung (Software), Makrofunktion (inklusive Direktaufzeichnung), interner Speicher für den aktuellen Beleuchtungseffekt, NKRO am USB-Port, 1.000 Hz Polling-Rate, Synapse-Cloud-Software wird zwingend benötigt |
| Höhenverstellung | Ja |
| Eigenschaften (20 %) | 1,70 |
| Tastaturlayout/Übersichtlichkeit | Full-Size (Standard MF/ISO)/gut (M-Tasten sehr nah am Hauptastenfeld) |
| Tastenhöhe (Haupttasten) | Normal |
| Ergonomie/Rutschfestigkeit | Sehr/gut bis sehr gut |
| Windowstasten | Ja, per Fn + F10 deaktivierbar |
| Abmessungen (L x B x H)/Gewicht | 47,5 x 17,1 x 3,9 cm/ca. 1.500 Gramm |
| Leistung (60 %) | 1,15 |
| Tastenanschlag/Druckpunkt | Sehr gut/Sehr gut |
| Schalterart/Aktivierungsdruck | Razer Yellow RGB (Linear, 45 cN [g]/1,2 -+0,3 mm Auslöse- und 3,5 mmAnschlagsweg, einfarbiges Schaltergehäuse) |
| Key Rollover | NKRO (am USB-Port) |
| Software: Anwenderfreundlichkeit/Umfang | Sehr gut/sehr umfangreich (Makro-Editor und Beleuchtungsprogrammierung) |
| Software: Beleuchtungsprgrammierung/Effekte | Sehr einfach Beleuchtungsprogrammierung mit vielen Optionen/acht vorgefertigte Effeke, Zonenbeleuchtung, acht Gamer-Modi (per Synapse einstellbar) |
| Frei programmierbare Macros | Ja |
| Office-/Spiele-Tauglichkeit | Gut bis sehr gut/sehr gut |
| Gesamtnote: | 1,30 |
| Pro und Contra: | + Ergonomie dank gepolsterter Handballenablage |
| + Eigenschaften Razer Yellow-Schalter/Ausstattung | |
| - M-Tasten zu nahe am Haupttastenfeld |

Muss kurz hier reingrätschen um andere Nutzer darauf hinzuweisen: Das Teil hat entgegen des Artikels KEINEN internen Speicher, also muss das Programm Razer Synapse laufen, damit einprogrammierte Beleuchtungseffekte und Makros funktionieren. Find ich ehrlich gesagt ziemlich bescheiden, weil ich grundsätzlich im Hintergrund laufende Zusatzsoftware nicht leiden kann.
80 EUR ist natürlich ein Hammer-Deal gewesen.
Ich glaube ich habe Dich falsch verstanden, Du redest von den Tasten an sich, richtig? Also in der Blackwidow sind überall "Standard-Tasten" verbaut. Es gibt aber auch zahlreiche Mechas mit Tasten halber Höhe (gehen mehr in Richtung Notebook-Tasten), zB. die Cherry MX 6.0, muss also nicht unbedingt die Ornata werden, die ja keine Mecha ist
Das von dir beschriebene Problem kann ich auch nicht nachvollziehen. Empfindlichkeit lässt sich nicht einstellen.
und empfindlichkeit lässt sich einstellen. habe es gefunden.
habe damals bei einem media markt deal zu geschlagen und sie für 80 euro bekommen
finde es voll schade dass Razer die Tasten nich verschiedenen größen nicht verkauft.
Der Razer circle-jerk ist halt real