Bloody B540: Mechanische Tastatur mit interessanter Ausstattung und hauseigenen Schaltern im Test [Artikel der Woche]
Die B540 ist nur das erste mechanische Keyboard des Hersteller A4Tech/Bloody. Das für Spieler entwickelte Eingabegerät bietet nicht nur spezielle Ausstattungsmerkmale wie die Auto- und Turbo-Shot-Funktion. Es ist auch weder mit Cherry-MX- noch mit Kailh-Tastenschaltern bestückt. Mit der Bloody B540 debütieren hauseigene, von Greetech gefertigte Modelle, die wir uns unter anderem genauer anschauen.
Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut.
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Quelle: PC Games Hardware
A4Tech/Bloody B540 im Test
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A4Tech/Bloody B540 im Test
Obwohl man denkt, dass den Hersteller von mechanischen Spielertastaturen so langsam die Ideen ausgehen, gibt es immer noch Ausstattungsmerkmale, die Spieler nicht an einem Keyboard vermuten, die sich aber für die Zielgruppe als nützlich erweisen könnten. Dazu gehören beispielsweise der Auto-Shot- sowie der Turbo-Knopf der Bloody B540 genauso wie die Mini-Handballenablage, die vor den mit rotem Silikon überzogenen WASD-Tasten befestigt werden kann. Doch die Bloody B540 debütiert noch mit einem anderen Feature, das bei der Konkurrenz nicht zu finden ist. Dass Cherry-Schalter mittlerweile dank der rasant gestiegenen Popularität mechanischer Spielertastaturen sehr rar geworden sind, ist unter Kennern der Szene ein offenes Geheimnis. Dass viele Hersteller als Alternative ihre Schalter beim Chinesischen Spezialisten Kailh einkaufen, haben die letzten Marktübersichten in der Print-Ausgabe der PCGH gezeigt. Doch A4Tech/Bloody bedient sich nicht bei den beiden Schalter-Platzhirschen sondern lässt in der hauseigenen Firma Greetech fertigen und tauft die im ersten mechanischen Keyboard verbauten Tastenschalter "Black-Shaft Switches". Ob die in puncto Eigenschaft mit den beiden großen Schalterherstellern mithalten können oder gar nahezu identisch sind, wollen wir uns im folgenden Test genauso untersuchen wie die Ausstattung und die Eigenschaften/Ergonomie des neuen Bloody-Mechanik-Flaggschiffs.
Bloody B540: Beleuchtungswunder mit einigen Besonderheiten
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A4Tech/Bloody B540 im Test
Da Bloody mit der B540 vor allem den Spieler im Visier hat, ist die Ausstattung der mechanischen Tastatur auf diesen Nutzertyp zugeschnitten. Das gilt für die gummierten WASD-Tastenkappen genauso, wie für die Mini-Handballenablage, die am linken unteren Ende angebracht werden kann. Dazu kommen Features wie die Auto- und Turbo-Shot Funktion durch die Tastendrücken schnell oder sogar sehr schnell wiederholt werden sowie die Möglichkeit die Tastenreaktionszeit von 18 auf eine Millisekunde zu verringern. Ebenfalls mit im guten Ausstattungspaket sind sieben Multimedia-Tasten (Doppelbelegung F-Tasten), eine Sperrfunktion für die Win-Taste, eine Polling-Rate von 1.000 MHz, ein NKey-Rollover, Dämpfungsringe für die WASD-Tasten sowie eine sehr umfangreiche Beleuchtung mit drei Helligkeitsstufen. Letztgenannte bietet nicht nur sechs Modi (unter anderem pulsierendes Licht oder Lauflicht über die F-Tasten), der Nutzer kann sich auch dank Tasten-Einzelbeleuchtung zwei Modi, bei den nur ausgewählte Tasten leuchten, einfach ohne Software mithilfe den oberen Tasten im Mittelblock programmieren. Zur Löschung aller Einstellung steht sogar eine Extrataste (Doppelbelegung ESC) bereit. Ein Makro-Programmierung inklusive interne Speicherung sowie USB- oder Audio-Anschlüsse sind bei der Bloody B540m allerdings nicht vorhanden, hier liegt der Hersteller seinen Ausstattungsschwerpunkt lieber auf andere, eben schon aufgeführte Features wie die Beleuchtung.
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Bloody B540: Halbwegs optimale Ergonomie nur für Spieler
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A4Tech/Bloody B540 im Test
Obwohl Bloodys mechanisches Tastenbrett dank großer Gummifüße an der Unterseite des Chassis sowie an -Elementen an der Höhenverstellung nicht ins Rutschen kommt und der Anstiegswinkel des Tastenfelds flach gehalten ist, fällt die Ergonomie allenfalls gut aus. Das liegt vor allem daran, dass die Handballenablage zu klein dimensioniert ist und nur einer Hand an dem Bereich um die WASD-Taste eine entspannte Haltung garantiert. Die Ballen der zweiten Hand liegt dagegen immer auf der Tischplatte auf. Für Vielschreiber ist die Bloody B540 daher nicht ganz so empfehlenswert wie für Shooter-Spieler, welche die Mini-Handballenablage auch nur an der links außen an der Unterkante des Chassis befestigen können. Das nicht ganz dem MF-Standard entsprechende Tastenlayout wird aber weder beim Schreiben noch Spielen zum Problem. Lediglich die drei sonst am oberen Ende des Mittelblocks platzierten Tasten sind für das beleuchtete Bloody-Logo nach rechts oberhalb des Nummernblocks gewandert. Was eher problematisch werden könnte ist die für die Beleuchtungs- sowie Extrafunktionen wie Auto- oder Turbo-Shot benötigte Doppelbelegung von Standardtasten. Da alle Optionen ohne jegliche Software per Fn-Umschalter geregelt werden, besteht hier viel eher die Gefahr die Übersicht zu verlieren um alle Einstellungen schnell und intuitiv durchführen zu können.
Bloody B540: Wie tippt und spielt es sich mit den Back Shaft-Switches von Greetech?
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A4Tech/Bloody B540 im Test
Wie eingangs erwähnt gibt die B540 von Bloody ihr Debüt nicht nur mit Sonderfunktionen, sondern auch mit einer neuen Schalterart. Black-Shaft Mechanical Switch nennt A4Tech/Bloody die von der hauseigenen Firma Greetech gefertigten Schalter, die schon vom Äußeren sowie ihrer Konstruktion her den Cherry MX Black äußerst ähnlich sind - nicht zuletzt passen sogar die Tastenkappen der Greetech-Schalter auf ihre Cherry-MX-Vorbilder und umgekehrt. Wie Cherrys MX-Black-Tastenschalter fallen auch die Greetech Black-Shaft Switches linear aus und es wird eine hohe Druckkraft benötigt, um sie bis zum Auslöse und dann zum Anschlagspunkt durchzudrücken. Die Druckkraft der MX Black liegt bei 60 g und im direkten Vergleich scheint die Kraft die zum Auslösen der Greetech-Schalter ähnlich auszufallen, wenn nicht sogar gleich zu sein. Selbiges scheint auch für die Schalterwege zu gelten: Der Auslösepunkt der Black-Shaft-Modelle scheint auf derselben Position, also bei ca. 2 mm zu liegen und der gesamte Druckweg bis zum Anschlag scheint auch gefühlt nicht länger zu sein, als bei den aktuell schwer verfügbare Cherry-MX-Schaltern mit schwarzer Farbcodierung. Da uns Bloody/Greetech keine genau Daten für die Schaltereigenschaften zur Verfügung gestellt hat, sind wir auf unser Gefühl angewiesen; haben aber dank mehrerer mechanischer mit Cherry MX Black bestückten Tastaturen im Testlabor eine genaue Vergleichsmöglichkeit. Fest jedenfalls steht, dass die Greetech Black-Shaft Switches linear und in ihren Eigenschaften den schwarzen Cherrys sehr ähnlich sind. Somit eignen sie sich auch gut für die Spieler, die gerne einen Typ bevorzugen, der wie die roten oder schwarzen Cherry-MX-Schalter weder haptisch noch akustisch Feedback gibt.
Greetech Black Shaft Switches im Detail
Bloody B540: Testfazit - Gut ausgestattet und mit spielertauglicher Schalterbestückung
Trotz fehlender Makrofunktion und USB- und Soundanschlüssen bietet die Bloody B540 eine Zielgruppengerechte Ausstattung, bei der vor allem die Sonderfunktion und die vielen Features der Beleuchtung hervorstechen. Mit der viel zu kleinen und lediglich für eine feste Handposition gedachten Handballenablage tut sich Bloody allerdings keinen Gefallen. Käufer, die neben dem Spielen auch noch viel tippen, werden zu einem Modell mit kompletter, im Idealfall wie bei der Roccat Ryos MK Pro oder Gigabyte Aivia Osmiun sehr groß dimensionierten Handballenablage greifen. Die neuen Greetech Black-Shaft Schalter entsprechen in ihrer Qualität sowie ihren Eigenschaften Cherrys beliebten MX-Black-Modellen. Wer taktile Tastenschalter bevorzugt, muss aktuell noch zu einem anderen mechanischen Keyboard greifen, da die Bloody B540 bald nur mit linearen Schaltern in den Handel kommt. Spieler die schwarze Cherrys lieben werden auch mit der B540 von Bloody bestens zurechtkommen und erwerben eine insgesamt gute mechanische Tastatur, die mit 100 Euro auch nicht zu teuer ist.
Danke
Die Zahl dafür gibt an, wieviele Tasten man drücken kann, bevor die Eingabe einer Taste den Druck einer andere maskiert und die Erkennung fehlerhaft wird. Klassischerweise werden nur die normalen Zeichentasten gezählt, Modifier (Shift, Alt,...) zählen extra.
D.h. eine Tastatur, die bei Shift+W schon das Drücken einer weiteren Taste nicht mehr erkennt, hat 1KRO. Eine Tastatur mit 2KRO würde ich die Granate schleudern lassen - aber nicht, wenn du gerade Diagonal sprintest (W+D+Shift). Aber auf beiden könntest du im Sprint noch die Strg-Taste drücken, um zu springen.
Wieviele Tastendrücke maximal unterstützt werden, hängt zudem von der Art der Anbindung an. Über USB sind normalerweise iirc maximal 6 Befehle zeitgleich möglich. Will man mehr, vor allem NKRO (beliebig hohe Anzahl Tasten - in der Praxis reichen 10 natürlich dicke), muss man mit Tricks arbeiten (z.B. gibt sich die Tastatur als mehrere Geräte gegenüber Windows aus, wobei dann jedes Gerät je 6 Befehle zeitgleich geben kann. Dafür aber ggf. nicht mehr unter DOS funktioniert, wo es nur eine Tastatur geben kann...), oder man nutzt PS/2, was prinzipiell beliebig viele Befehle als Abfolge überträgt.
Hatte ich bislang nicht einmal bei absoluten No-Name-Geräten. Der Worst-Case war 2 KRO (was die G80-3000 im Worst-Case an USB wohl auch nicht überbietet. Aber man muss ja weder USB noch die problematischsten Tasten nutzen), was dann ab und zu beim schleichen gestört hat.
Hatte ich bislang nicht einmal bei absoluten No-Name-Geräten. Der Worst-Case war 2 KRO (was die G80-3000 im Worst-Case an USB wohl auch nicht überbietet. Aber man muss ja weder USB noch die problematischsten Tasten nutzen), was dann ab und zu beim schleichen gestört hat.
Die piept schon, wenn man drei Tasten gleichzeitig drückt, was blöd ist, wenn man wärend dem Sprinten "W" + "Umschalt" z.B. ne Granate werfen will beim zocken
Ich hätte schon gerne ein Feedback beim Drücken, aber bitte kein hörbares