Erklärungen zum RSI-Syndrom und Tastaturtypen vorgestellt
Was ist ein RSI-Syndrom und welche Typen von ergonomischen Tastaturen gibt es?
Inhaltsverzeichnis
- Seite 1 Zwei empfehlenswerte ergonomische Tastaturen im Test
- Seite 2 Tastaturenunterschiede und gesundheitliche Vorteile
- Seite 3 RSI-Syndrom und Tastaturtypen
- Seite 4 Kaufentscheidung nach eigenen Präferenzen treffen
- Seite 5 Optionale und unverzichtbare Zusatzausstattung, Mac-Kompatibilität
- Seite 6 Bildergalerie
Das RSI-Syndrom oder die Berufskrankheit der Büroarbeiter
Das Repetitive Strain Injury Syndrom (RSI), umgangssprachlich auch "Mausarm" und teils "Sekretärinnenkrankheit" genannt, betrifft vorrangig Menschen, die über längere Zeit immer wieder die gleichen, kleinen Bewegungen ausführen - etwa bei täglicher Arbeit mit Maus und Tastatur im Büro oder Homeoffice. Typisch sind Schmerzen in Muskeln, Sehnen und Nerven. Die zugrunde liegenden Mikroverletzungen im Unterarmgewebe können sich unter anderem durch gereizte oder "eingeklemmte" Nerven bzw. Blutgefäße sowie durch Sehnenscheidenentzündungen bemerkbar machen. Häufig kommen muskuläre Verhärtungen hinzu, deren Schmerz in Schulter oder Rücken ausstrahlen kann (myofasziale Triggerpunkte). Betroffene berichten zudem über stechende oder diffuse Schmerzen, Taubheit, Kribbeln, Sensibilitätsstörungen, Kraftverlust oder Schwellungen - von den Fingern bis in den Nacken.
Quelle: PCGH
Das RSI-Syndrom tritt bei regelmäßigen, geringen, aber immer gleichen Bewegungen auf. Es sorgt für Schmerzen im Muskel, in den Sehnen und in den Nerven und kann Ursache für eine Sehnenscheidenentzündung sein.
Diagnose, Ursache, Behandlung
Eine Diagnose ist oft schwierig, weil Röntgen- oder MRT-Aufnahmen die Mikroverletzungen meist nicht sichtbar machen. Mit zunehmender Dauer kann auch die genaue Lokalisation erschwert sein, da das Nervensystem empfindlicher reagiert und schon bei geringer Belastung Schmerzsignale sendet. Als Hauptursache gelten wiederholte Bewegungen, die Muskeln, Sehnen und Gelenke dauerhaft überlasten; mit der Zeit können Verschleiß und eine schlechtere Durchblutung die Beschwerden verstärken. Bestimmte Unterformen wie das Ulnarisrinnen-Syndrom (Druckschädigung am Ellbogen) oder das Karpaltunnelsyndrom (Druckschädigung an der Handwurzel) lassen sich teils operativ behandeln, der Erfolg ist jedoch nicht in jedem Fall garantiert; weiterführende Informationen finden Sie in den entsprechenden Wikipedia-Artikeln zum Ulnarisrinnen-Syndrom respektive zum Karpaltunnelsyndrom.
Ergonomische Tastatur: die verschiedenen Typen auf dem Markt
Wenn Sie sich aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden oder zur Vorbeugung gegen das RSI-Syndrom oder eine Sehnenscheidenentzündung für eine ergonomische Tastatur entscheiden, sollten Sie sich Gedanken machen, wie hoch der Grad der Ergonomie-Optimierungen ausfallen soll. Brauchen Sie eine konvexe Wölbung in der Mitte des ergonomischen Keyboards? Benötigen Sie abgetrennte Tastenblöcke oder reicht Ihnen ein geschwungenes Haupttastenfeld ohne geteilte Leertaste?
Gerade Neueinsteiger, sollten sich die Fragen vor dem Kauf stellen, denn der Umstieg von einer regulären zu einer ergonomischen Tastatur erfordert einiges an Gewöhnung. Dabei sollten dann nicht auch noch Probleme bei der Handhaltung oder mit der Form und Größe des Geräts sowie dessen Handballenablagen auftreten. Insgesamt sind auf dem Markt zwei verschiedene Typen von ergonomischen Tastaturen erhältlich:
Tastaturen mit dezenten Ergonomie-Optimierungen
Quelle: Logitech
Die Logitech Wave Keys ist eine einsteigerfreundliche ergonomische Tastatur. Hier fallen die Ergonomie-Optimierungen insgesamt dezent aus.
- Tastenfeld/Anordnung der Tasten: Bei ergonomisch angepassten Tastaturen wird das Tastenfeld nicht in zwei Blöcke geteilt, sondern leicht geschwungen ausgeführt. Eine dezente, konvex erhöhte Mitte orientiert sich an der natürlichen Handhaltung.
- Einteilige Leertaste: Die Leertaste folgt dieser Wölbung und schließt harmonisch an das Tastenfeld an. Sie ist bewusst nicht geteilt, damit Einsteiger das ergonomische Tippen ohne zusätzliche Umgewöhnung erlernen können.
- Gepolsterte Handballenablage: Die Handballenauflage ist ausreichend groß und dick gepolstert, fest ins Chassis integriert und verläuft auf einer Ebene mit der Tastatur. Sie fällt nach vorn nicht ab, sodass Ihre Hände eine weitgehend natürliche Haltung einnehmen können.
- Multimedia- und Extratasten: Fn-Funktionen für Mediensteuerung, Office- und Systemfunktionen reduzieren Mausbewegungen und Klicks. Das entlastet die Maus-Hand und verbessert indirekt die Ergonomie am Arbeitsplatz.
- Mit Funktionen belegte F-Tasten: F-Tasten sind meist frei programmierbar, sollten aber ab Werk mit sinnvollen Office-, Multimedia- oder Browserfunktionen belegt sein. Das beschleunigt typische Arbeitsabläufe und verringert wiederholte Mausklicks.
- Höhenverstellung (Aufstellfüße): Wie Standardtastaturen besitzen auch einfache ergonomische Modelle klappbare Füße am hinteren Rand. Sie erlauben nur eine Neigung nach vorn - dadurch werden die Handgelenke abgeknickt, was auf Dauer zu Verspannungen führen kann.
Tastaturen mit weitgehenden Ergonomie-Optimierungen
Quelle: Logitech
Logitechs K860 hat alles, was man von einer empfehlenswerten Tastatur mit einer stark optimierten Ergonomie erwartet. Die Tasten sind sichtbar zweigeteilt, Gehäuse und Tastenfeld sind konvex gewölbt und die Höhenverstellung ist vorn angebracht.
- Tastenfeld/Anordnung der Tasten: Bei einer stark ergonomisch optimierten Tastatur ist das Tastenfeld in zwei Blöcke geteilt und die Tasten sind in einem Winkel zueinander angeordnet, der der natürlichen Stellung Ihrer Handgelenke entspricht. Eine leicht konvex gewölbte, geschwungene Tastenfläche passt sich der Handhaltung beim Tippen an.
- Zweigeteilte Leertaste: Die Leertaste ist in zwei Hälften aufgeteilt und folgt Form und Winkel des geteilten Tastenfelds. Nach kurzer Eingewöhnung profitieren Sie davon, dass beide Daumen die Leertaste gleich gut erreichen und die Handposition für diese häufig genutzte Taste nicht verändert werden muss.
- Handballenablage mit Polster: Eine weich gepolsterte, breite Handballenauflage auf einer Ebene mit dem Tastenfeld ist bei solchen Tastaturen Pflicht. Sie folgt der Gehäuseform und dem geteilten Layout, fällt nach vorn nicht ab und unterstützt die Hände in einer möglichst natürlichen Position.
- Multimedia- und Extratasten: Sondertasten sind kompakt oberhalb des Mittel- und Nummernblocks platziert, statt rund um das Tastenfeld. Zusätzlich werden Funktionen über eine Doppelbelegung der Tasten F1 bis F12 erreicht, sodass das Chassis schmal bleibt und die Fingerwege kurz sind.
- Mit Funktionen belegte F-Tasten: Da sich die F-Tastenreihe mit leicht gestreckten Fingern erreichen lässt, werden hier Medien, Lautstärke und weitere Funktionen hinterlegt, um Extratasten außerhalb des Tastenfeldes zu vermeiden. Über eine Fn-Taste wählen Sie die Zweitbelegung, per Software lassen sich die Tasten F1 bis F12 bei Bedarf neu programmieren.
- Höhenverstellung (Aufstellfüße): Für eine gute Ergonomie wird die Tastatur vorn per Aufstellfüße angehoben und nach hinten geneigt. So folgt die Schreibfläche dem natürlichen "Nach-vorn-Fallen" der Hände. Auf hintere Aufstellfüße wird verzichtet, da sie die Handgelenke stärker abknicken und die Ergonomie verschlechtern würden.

IMO finde ich die Nutzung von klassischen AAA Batterien eher positiv als negativ. Die Batterien halten trotzdem ewig und man kann Ersatz vorbereiten. Halbes Jahr oder länger bei der Logitech im Test.
Mein absoluter Favorit. Beim Preis steht einem zwar das Wasser in den Augen Aber das ist die letzte Tastatur. Ein paar Monate braucht man um damit flott zu schreiben aber dann willst nie wieder eine traditionelle Tastatur.
Wir haben zwei Daumen und drücken nur eine fette lange Taste. Die Keywells sind wirklich ein großer Unterschied im Vergleich zu normalen Tastaturen.
Für Gaming sind die Kinesis jetzt nicht optimal. Dafür hab ich eine ergonomische mit liebe gebaute. Dactyl Manuform. WASD einfach versetzt. Und rund um WASD alle möglichen Tasten. Eine Einhand Gaming Tastatur marke Eigenbau.