Mein erstes Mal mit mechanischer Tastatur - Eine kleine Zeitreise von Thilo Bayer
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Dieses Mal schreibt Thilo Bayer, wie er das erste Mal mit einer mechanischen Tastatur arbeitete und spielte - und womit er eigentlich vorher so "bretterte".
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute berichtet Thilo Bayer von einer kleinen Zeitreise bei dem von ihm verwendeten Tastaturen.
Beim PC bin ich Gewohnheitsmensch. Das sehen Sie schon daran, dass sich die Hardware-Ausstattung meiner Spielermöhre auf der Teamseite im Heft nur alle Schaltjahre mal ändert. Und bei Tastaturen ist das mit der Gewohnheit kaum anders. Ich weiß nicht, wie viele Jahre ich das Internet Keyboard (Pro) von Microsoft benutzt habe, ob nun in der Arbeit oder daheim. 8-10 Jahre waren es sicherlich. Ich hatte mir sogar extra mal einen Hamstervorrat an Internet Keyboards zugelegt, als bekannt wurde, dass Microsoft den Oldie noch mal in Rente schickt. Was ich davor benutzt habe, weiß ich nicht mehr. Legendär waren die von mir benutzten Tastenbretter in den 90ern aber sicherlich nicht. Sonst würde ich mich sicher erinnern.
Irgendwann kam dann die Erleuchtung, dass es da draußen auch noch etwas anderes gibt als Microsoft. Nach einigen erfolglosen Zwischenstationen landete ich bei der Enermax Aurora. Mir hatten es die flachen, Notebook-ähnlichen Tasten angetan. Die Wege bis zum Auslösen waren viel kürzer als bei den Internet Keyboards und außerdem war die Aurora unfassbar leise! Das war für mich nicht gerade unwichtig, denn ich habe ein extrem sensibles Gehör. Nun konnte ich also schnell UND leise tippen. Sogar während ich im Büro telefonierte! Das war vorher gar nicht möglich, denn der Anrufer hörte es doch garantiert, wenn ich mit dem Microsoft-Schlachtschiff in die Tasten haute - nebenbei, man muss ja weiterarbeiten. Im Nu hatte ich meine zwei PCs daheim und den Arbeits-PC auf Aurora umgestellt. Aber damit ist die Geschichte nicht zu Ende, sie ahnen es.
Denn Enermax ließ mich im Stich. Die Produkte wurden flugs aus dem Programm genommen (warum eigentlich, Enermax?) und es gab nur noch Restbestände. Das tat weh. Als ich die Tastatur dann das erste Mal reinigen wollte, nach gefühlt 1 Mio. Krümeln, hatte ich auch eine Vermutung, warum (keine Ahnung, ob das stimmt). Man bekam die filigranen Scissors zwar gut ab, aber nicht wieder gut dran - ohne den Schalter kaputtzumachen. Auf diesem Weg hatte ich relativ schnell die erste Tastatur geschrottet. Schönen Dank. Wo kriegt man jetzt Ersatztesten her?
Mechanische Tastaturen wollte icheigentlichnicht benutzen.
Was nun also? Ich hatte ja schon viel ausprobiert, aber noch keine mechanische Tastatur. Davor graute mir eigentlich, denn die orkanartige Lautstärke wollte ich eigentlich nicht mehr haben. Zumal manche Kollegen im Großraumbüro mechanisch unterwegs sind, was man auch einen Kilometer gegen den Wind hört. Ich zumindest. Aber gut, ich wollte dann doch mal eine Cherry ausprobieren, das MX-Board 3.0. Die "Profi-Tastatur für schnelle und präzise Eingaben" (O-Ton Werbung). Kostet ja auch nur einen guten Fuffie. Der Tastatur-Papst lieh mir ein Testmuster aus und fortan klapperte ich wie weiland auf der guten alten Schreibmaschine (ich kenne so etwas noch aufgrund meines fortgeschrittenen Alters!). Das ging überraschend gut. Vielleicht nicht ganz so schnell wie auf der Aurora, aber doch ziemlich gut. Weniger gut fand meine Frau daheim das Ganze. Mein "Büro-Privat-PC" steht nämlich im Wohnzimmer. Also da, wo sich in der Regel auch Menschen aufhalten. Solche, die da gerne auch mal in Ruhe haben wollen, zum Beispiel zum Telefonieren oder Fernsehschauen. Also ging das MX-Brett eben ins Dachgeschoss in die Spielehöhle. Weil: Der "Büro-Privat-PC" ist nun ein Notebook. Eines mit einer "echten" Steelseries-Tastatur.Warum unterscheiden sich Notebook- von Desktop-Tastaturen?
Die kleine, hoffentlich unterhaltsame Zeitreise möchte ich mit einer Frage beenden. Warum unterscheiden sich Notebook- von Desktop-Tastaturen? Ich verstehe es nicht. "Meine" Steelseries-Tastatur ist links "fast" identisch zu meinen Desktop-Brettern. Aber halt auch nur fast. Wo die Windows-Taste sein sollte, ist die Fn-Taste. Wo die >/<-Taste sein sollte (Sie wissen gar nicht, wie oft ich die brauche!), ist eine tiefer gelegte Shift-Taste. Warum nur? Ich als Kürzel-Nerd tippe auf der Steelseries, als ob mir jemand die linke Hand auf den Rücken gebunden hat. Und warum kann ich in der Software nicht einfach die Tasten umprogrammieren? Fragen über Fragen. Vielleicht können Sie sie ja beantworten.
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Funktioniert bei mir unter Win 7 und Win 8.1 problemlos. (Edit: Ich habe einfach mal ganz dreist angenommen, dass es sich um eine Windows System handelt.^^)
Windows Scan code remapper
Seit meiner alten Razer Lycosa, bei der man alle Tasten frei belegen konnte -per Razer Software-, habe ich die Angewohnheit mir eine zweite Enter-Taste anstelle von Caps Lock zu belegen. Leider haben nicht alle Tastaturen eine Software, die das freie Belegen zulässt.
ScanMapSet hilft da enorm, vor allem da keine zusätzliche Software im Hintergrund permanent laufen muss. Des Weiteren bleiben die Änderungen beim Wechsel der Tastatur bestehen. (Anwendung natürlich auf eigene Gefahr.
Gruß
jacks