Cherry MX-Board 6.0: 190-Euro-Tastatur mit geringer Latenz [Jetzt im Preisvergleich]
Nach dem Tastatur-Klassiker MX-Board 3.0 hat Cherry auf der CES 2015 das MX-Board 6.0 angekündigt. Geboten werden soll ein Premium-Produkt mit besonders geringer Latenz, was sich auch im Preis niederschlägt: 189 Euro werden empfohlen.
Update vom 12.01.14:
Eigentlich gab Cherry selbst im Vorstellungsvideo an, dass das MX-Board 6.0 voraussichtlich erst ab dem kommenden Herbst den Besitzer wechseln soll. Trotzdem wird die Tastatur schon jetzt in unserem Preisvergleich gelistet und kann für die empfohlenen 190 Euro vorbestellt werden. Notebooksbilliger.de, der einzige Shop, der das MX-Board 6.0 führt, gibt zudem an, dass die Auslieferung schon im Frühjahr stattfinden soll.
Originalartikel vom 07.01.14
Nachdem Cherry im Sommer 2014 eine Neuauflage des MX-Boards 3.0 auf den Markt gebracht hat, folgt nun ein gänzlich neues Modell in Form des MX-Boards 6.0. Logischerweise setzt der Hersteller erneut auf sein hauseigenes Schalter-Portfolio. Vorerst angeboten werden soll eine Version mit MX-Red (Tasten mit halber Höhe) und roter Hintergrundbeleuchtung – weitere Modelle mit anderen Switches könnten später folgen. Wie Cherry über seinen Online-Auftritt zu verstehen gibt, möchte man eine High-End-Tastatur anbieten.
Normalerweise nutzen Tastaturen eine Matrix, um die Tastenanschläge zu registrieren und auszuwerten. Da die digitalen Impulse nur in regelmäßigen Abständen ausgesendet werden, muss mit einer gewissen Latenz gerechnet werden – Cherry spricht von "durchschnittlich" 20 Millisekunden (real dürfte der Wert im mittleren, einstelligen Bereich liegen). Bei dem MX-Board 6.0 wird jede Taste "analog" an den Controller angebunden, wodurch eine Latenz von maximal 1 ms erreicht werden soll. Im Marketingsprech wird das Realkey, kurz RK, genannt. Dabei dürfte das typische USB-Intervall von ebendieser 1 ms den Flaschenhals darstellen. Die einzelne Tastenanbindung hat daneben noch weitere Vorteile: Ein "Full N-Key-Rollover" und "100 Prozent Anti-Ghosting", wie Cherry angibt.
Verpackt wird das Ganze in einem sandbestrahlten (nicht gebürsteten) Aluminium-Gehäuse. Abseits von 13 Multimedia-Tasten am oberen Rand setzt Cherry auf ein Standard-Layout. Im Lieferumfang enthalten ist eine Handballenablage, die per Magnetmechanismus an die Tastatur gekoppelt wird. Stolze 189 Euro ruft Cherry für das MX-Board 6.0 auf und geht damit einen völlig anderen Weg als beim MX-Board 3.0, welches schon ab gut 55 Euro zu haben ist. Interessenten müssen sich allerdings noch etwas gedulden, erst im kommenden Herbst soll die Auslieferung beginnen.
Quelle: Cherry (Produktseite, Datenblatt)


Der Preis ist schon wohl gerecht fertigt ausser dem ist es ja auch eine Mechanische Tastertur und wer meint das er 30 € nur für ausgeben will wird halt warten müssne bis was gesenkt wird im Preis da gibs nur keine Mechanischen Tasterturen.
Und wer sagt der merkt nix von die unterschiede den kannst du ja mal den unterschied probieren mit einer Maus die 8200 dpi hat gegen einer Kugel Maus von früher da wirst du schon den unterschied merken.
Das ist nur ein Beispiel zur anschauung. Man kann aber auch als Beispiel nehmen eine Mechanische Tastertur gegen eine nicht Mechanische Tastertur.
Man kann natürlich auf Seiten des Tastaturcontrollers an diesem Schwellwert drehen (wie das hier gemacht wurde) um die Latenz zu reduzieren und natürlich auch das Schalterdesign mechanisch optimieren (wie das hier, bei Cherry MX Schaltern, auch gemacht wurde) sowie die elektrische Schaltung an der der Tastenschalter hängt. Aber man muss dabei natürlich unter anderem aufpassen das es nicht zu Fehlauslösungen usw. kommen kann. Also alles leichter gesagt als getan.
Zu diesem "elektromechanischen" Lag kommt ein rein elektrischer Controller/Anschluss Lag der im Tastaturcontroller entsteht.
Diese beiden Lag mechanismen müssen natürlich getrennt betrachtet werden. Der rein elektronische Lag kann *relativ* einfach gemessen werden indem in einem Versuchsaufbau der Tastenschalter durch einen Transistor ersetzt wird und der Zeitpunkt zwischen dem Schalten des Transistors und einem entsprechenden Signal am Anschluss der Tastatur gemessen wird. Das ist schon mal recht aufwendig aber noch vertretbar.
Der elektromechanische Lag ist schwerer zu messen. Dazu muss man nämlich den Zeitpunkt an dem die Taste tatsächlich mechanisch "gedrückt" ist als Referenzzeitpunkt vorgeben können. Die Taste wird nicht bei der ersten Berührung sofort ausgelöst sondern erst nachdem sie ein gewisses Stück weit gedrückt wurde (Auslöseweg). Man braucht nun eine mechanische Apperatur welche die Taste (schnell) drückt und dann den Auslösepunkt des jeweiligen Tastenschalters als Referenzzeitpunkt vorgibt mit dem der Zeitpunkt an dem man ein entsprechendes Signal am Tastaturinterface ankommt verglichen werden kann. Man beachte: Wenn man die Taste z.B. mit 0,2m/s von 0 weg drückt was wohl so etwa in der Größenordnung eines üblichen schnellen "Drückvorgangs" liegt dann verliert man bei einem typischen Auslöseweg von etwa 2mm bereits 20ms (!!). Das kann aber nicht zum Inputlag gerechnet werden da es effektiv ein menschlicher Faktor ist: man *könnte* die Taste ja auch noch schneller drücken oder man *könnte* sie vorspannen.
Lange rede kurzer Sinn: Für eine vernünftige Messung bei der im Idealfall auch Tastaturen mit verschiedene Schaltertypen vergleichbar sind bräuchte man eine hoch spezialisierte, feinwerktechnisch ziemlich ausgefeilte Messeinrichtung.
Halte dies bei einer Tastatur also absolut für überflüssig.
Vorher sollen mal die 20-30ms Inputlag durchn Monitor wieder rauskommen wie damals zu CRT Zeiten
Abgesehen davon ist Bildschirmlag und Eingabegerätelag als gleichwertig zu betrachten, man muss an beiden Enden optimieren wenn man ein optimales Ergebnis will.
Schau dir die Leo Bodnar Tests an(dies sind die entscheidenden, weil , kein Bildschirm unter 500 hat hier unter 20 ms)
Das sind mal Gamingkompatible TVs.
PRAD |
DisplayLag | Input Lag Database: Gaming HDTVs & Monitors
Hier muss man einiges beachten:
-Je nachdem wo der Sensor (bei einem klassischen TFT-LCD) platziert wird enthält der gemessene Lag einen mehr oder weniger großen Anteil der Bildwiederholrate. Im unteren rechten Eck sind es bei 60Hz 16,67ms, im oberen Linken Eck prinzipiell minimal 0. Fairerweise muss man festhalten das die Bildwiederholrate effektiv natürlich tatsächlich zum Lag beiträgt. In dem Fall wurde anscheinend irgendwo in der Mitte gemessen womit ein Teil des angegebenen Lags (~8,3ms also bei so manchem Monitor ein Großteil...) auf die mittlere Bildwiederholrafte entfällt
-Man beachte: Das Problem mit der Bildwiederholrate gibt es auch bei CRTs. Ein CRT mit 100Hz hat also im Mittel effektiv nicht 0ms Lag sondern 5ms. Hinzu kommt das die analoge Ausgabe von Grafikkarten via VGA über den RAMDAC gegenüber der digitalen Ausgabe etwas verzögert sein kann.
-Das Gerät kann nur ein 60Hz Signal ausgeben. Das führt dazu das LCD Bildschirme mit höherer Bildwiederholfrequenz, etwa 120Hz ihr Potenzial nicht voll ausspielen können
-Das Gerät kann nur Full-HD ausgeben. Bei Bildschirmen mit einer anderen nativen Auflösung ist der gemessene Lag infolge der Internen Umrechnung somit höher, die Messung ist praktisch unbrauchbar.
-Zu einem gewissen Teil fließt auch die Trägheit der Flüssigkristalle (Reaktionszeit) in die Messung mit ein
-Das Gerät kann nur ein HDMI/DVI Signal (TMDS) ausgeben. Native Display-Port Monitore (mit eDP Panel) könnten dadurch Benachteiligt sein
-> Der "reine" Lag guter LCDs liegt heute vermutlich bei weniger als 5ms. Möglicherweise sogar weniger als 1ms. Der Nachteil beim Signalweg gegenüber CRTs ist damit bei guten LCDs vernachlässigbar. Problematisch ist nur die Trägheit der Flüssigkristalle und die üblicherweise (aber nicht immer; im Vergleich zu CRTs) langsamere Bildwiederholrate. Letzteres ändert sich zunehmend und auch bei der Bildwiederholrate gab es in den letzten Jahren starke Verbesserungen, insbesondere auch bei "guten" IPS und VA Panels. Die endgültige Patentlösung in dem Bereich wird aber wohl erst die OLED Technik, QD-LED Technik oder eine andere grundlegend neue Displaytechnik bringen. Dennoch: Der Lag einer guten Tastatur ist heute oft sicherlich höher oder zumindest ähnlich hoch wie der Lag eines guten Bildschirms. Jedenfalls hoch genug um ein Verbesserungspotenzial darzustellen. Wobei hier natürlich auch beachtet werden muss das die Tastatur üblicherweise nicht das einzige Eingabegerät ist und die Maus üblicherweise latenzkritischer ist.
Auch interessant ist der "interne" Lag der im PC und insbesondere in der Grafikkarte entsteht. Er ist von allen möglichen Faktoren abhängig wobei die wohl bekanntesten (weil leicht beeinflussbaren) Faktoren Tripplebuffering, Multi-GPU mit AFR und verschiedene Kantenglättungsverfahren sind. Auch Eingabeseitig spielt der interne Lag eine Rolle wobei etwa die unterschiedliche Behandlung von USB und PS/2 Eingabegeräten zur Diskussion anregt (viele glauben ja PS/2 wäre besser aber ob- und unter welchen Bedingungen das immer stimmt ist bei näherer Betrachtung fraglich; umstritten und nicht einfach ist auch die -freilich Systemabhängige- Quantifizierung dieses Lags). Auch in der Software kann ein Lag entstehen der wohl zu größten Teilen proportional zur Framerate und (kaum beeinflussbar) abhängig von Spiel, eventuell Betriebssystem, Treibern, Hardware... ist. Ein effektiver Anteil des Internen Lags kann bei Multiplayerspielen auch mit der Netzwerklatenz und Stabilität oder dem Server zusammenhängen.
Nur weil an anderen Orten auch ein (möglicherweise auch größerer) Lag ensteht bedeutet das jedenfalls nicht das kein Optimierungsbedarf an einem Glied der Kette besteht. Grundsätzlich gilt: Weniger=besser. Erst ab einem effektiven Gesamtlag von weniger als ~10ms inkl. mittlerer Bildwiederholrate besteht kein oder kaum mehr ein nennenswerter Optimierungsbedarf aber davon sind wir gegenwärtig in allen Setups wohl recht weit entfernt wie Eingabe-Ausgabe Gesamtlagtests zeigen.
Die ganze Zeit lese ich den Artikel und denk mir "weiß ich... weiß ich... weiß ich" aber die Info ist nie angekommen: ich meinte natürlich leider nicht den Inputlag, sondern den lag zwischen Eingabe und bis das Bild erscheint (inkludiert Bildwiederholfrequenz).
Also sorry für meine Verwirrtheit, die ganze Zeit über habe ich die Latenz gemeint, nicht den Inputlag, JoM79 hatte recht.
Ich möchte mich hier öffentlich entschuldigen, dass ich behauptet habe er sei auf dem Holzpfad - dabei war ich es der sich geirrt hat