Raumpatrouille Orion: Neuauflage der Sci-Fi-Kultserie angekündigt

36
News Benjamin Gründken Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Raumpatrouille Orion: Neuauflage der Sci-Fi-Kultserie angekündigt
Quelle: Bavaria

Rücksturz ins Wohnzimmer: Raumpatrouille Orion, deutscher Science-Fiction-Kult aus den 60ern, wird als TV-Serie neu aufgelegt. Die Neuauflage soll an das Original anknüpfen und den Klimawandel zum Thema haben.

Streaming-Anbieter bemühen sich aktuell nach Kräften um neue Inhalte. In dem Kontext wurde schon so manche Marke fortgeführt und neu gestartet. Nun soll Raumpatrouille Orion beziehungsweise "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion", wie die Kultserie in voller Länge heißt, eine Neuauflage erhalten. Die Neufassung heißt schlicht Orion und soll an den deutschen Science-Fiction-Kult aus den 1960er-Jahren anknüpfen.

Produziert wird Orion von Bavaria Film und dem Produktionsunternehmen Uncharted Territory, das Standorte in den USA und Nürnberg hat. Thematisch soll sich die Neuauflage an der ursprünglichen Serie orientieren, aber den Klimawandel und Ressourcenknappheit in den Fokus rücken. Dazu wird beispielsweise der bereits im Original angedeutete Anstieg des Meeresspiegels thematisiert: Die Orion startete damals aus einer Unterwasserbasis.

Starlight Casino und vielleicht auch mit Bügeleisen

Wie Volker Engel von Uncharted Territory im Branchenmagazin Variety verriet, sei Orion keine humoristische Version. Schon in den 1960ern hätten die Schöpfer die Serie in das politische und soziale Klima Europas der damaligen Zeit eingebettet.

Für das Konzept sollen Volker Engel und seine Frau Gesa Engel verantwortlich zeichnen. Als Produzenten dabei sind Lucia Scharbatke und Nina Maag. Oliver Scholl, der bereits an Suicide Squad und Independence Day beteiligt war, sei für das Design zuständig. Legendäre Sets wie der Unterwasser-Club Starlight Casino würden beibehalten. Ob es auch zu einer Rückkehr des ikonischen Bügeleisens als Steuerkonsole kommt, wird abzuwarten sein.

Wo die Neuauflage laufen wird, ist noch nicht bekannt. Das Original wurde seinerzeit noch von der ARD produziert. Die Science-Fiction-Serie ging 1966 mit sieben einstündigen Episoden als "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" auf Sendung und erlangte rasch Kultstatus. 2003 kam unter dem Namen "Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino" ein 90 Minuten langer Zusammenschnitt der ursprünglichen Episoden auf die große Leinwand. Ergänzt wurde er durch eine nachträglich gedrehte "Sternenschau" in Form von Zwischensequenzen.

Ebenfalls interessant: Star Trek Picard Staffel 2: Riker-Darsteller deutet weitere TNG-Rückkehrer an

Die Hauptrollen spielten damals Wolfgang Völz als Leutnant Mario de Monti, Dietmar Schönherr als Major Cliff Allister McLane, Eva Pflug als Leutnant Tamara Jagellovsk, Ursula Lillig als Leutnant Helga Legrelle und Friedrich Georg Beckhaus als Astrogator Atan Shubashi. Beckhaus ist der einzige Schauspieler der Originalbesatzung, der noch unter den Lebenden weilt. Er ist bis heute als Synchronsprecher aktiv.

Quelle: Variety

36
    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Feynmann Schraubenverwechsler(in)
        Die Romanreihe ging ja damals weiter. Es kamen noch zusätzliche Rassen dazu, die telepatischen Turced, katzenartige Wesen, eine Kugel, welche Materie anpassen konte. Die Mannschaft der Orion war also bunt gewürfelt. Es gab eine Überrasse, welche ein gigantisches Raumschiff durch die Galaxis gesandt hat um ihre Kinder, Menschen, Turceed, Ashap etc anzusiedeln. Ein Vorgänger zu Star Gate Universe.
      • Von Feynmann Schraubenverwechsler(in)
        Die Romanreihe ging ja damals weiter. Es kamen noch zusätzliche Rassen dazu, die telepatischen Turced, katzenartige Wesen, eine Kugel, welche Materie anpassen konte. Die Mannschaft der Orion war also bunt gewürfelt. Es gab eine Überrasse, welche ein gigantisches Raumschiff durch die Galaxis gesandt hat um ihre Kinder, Menschen, Turceed, Ashap etc anzusiedeln. Ein Vorgänger zu Star Gate Universe.
      • Von Albatros1 Software-Overclocker(in)
        Ich denke, die Serie ist abgeschlossen und lebt bis heute vom 60er Flair.
        Eine Neuauflage halte ich nicht für sinnvoll, man sollte eher etwas Neues drehen.
        Und in Deutschland sehe ich nicht das Potential für die heutigen Ansprüche und Vergleichsobjekte.
      • Von etmundi Schraubenverwechsler(in)
        Nur so als Tip :

        Alle Folgen könnt ihr euch auf YouTube ansehen.
        Übrigens auch Mondbasis Alpha Eins.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Rollora
        ich meinte eher Gesellschaftlich bzw von der Wertauffassung ist es nicht in der Zukunft angekommen ist
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        (...)

        Es ist ein interessanter Mischmasch gewesen, sowohl sehr wegweisend als auch rückwärtsgewandt zugleich. Insbesondere wurde sich auch sehr häufig über die noch nicht in der Zukunft angekommenen Werte lustig gemacht...
        Hier noch ein schönes Beispiel: [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Zitat von Rollora
        ich meinte eher Gesellschaftlich bzw von der Wertauffassung ist es nicht in der Zukunft angekommen ist
        Es war - nicht nur vom gesellschaftlichen Aspekten her - in der Zukunft angekommen, die man sich 1966 in 'schland vorstellen konnte. Und gemessen daran war RO schon ein ganze Stück voraus.

        Man vergleiche das einfach mal mit Perry Rhodan: Die Romanheftreihe startete zwar schon 1961, war aber 1966 immer noch nicht auf dem Stand, mit auf dem RO eingestiegen ist. Da wurden immer noch fleißig alberne ethnische und sexistische Klischees und die Kuschelvariante von Rassentheorien ausgewalzt, während das bei RO als gegeben hingenommen oder zumindest nicht thematisiert wurde.
        Frauen bei der Raumflotte, geschweige denn in führender Funktion, waren bei PR noch länger absolut unvorstellbar, während Tamara dem Cliff mehr als einmal Paroli bot.
        Bei PR durften im Mutantencorps immerhin schon Frauen, "N3ger" (O-Ton), Asiaten und Russen mitmachen, waren aber eher Story-Werkzeuge als Protagonisten - das blieb weiterhin noch lange kaukasischen Männern der westlichen Hemisphäre überlassen. Ebenso in RO, wobei das dort wohl eher produktionstechnische Gründe hatte - im Gegensatz zum ebenfalls 1966 startenden Star Trek hatte man hierzulande bei den Schauspielern viel weniger Auswahl.

        Da soll kein direkter Vergleich, keine Abwertung von PR sein. Denn im Vergleich zur gesellschaftlichen Realität in Deutschland der 60er Jahre war wiederum PR trotz aller - aus heutiger Sicht - Rückständigkeiten aber so was von progressiv und hatte wiederum RO voraus, außerirdische Spezies nicht nur als gesichtslosen Feind aufzubauen, sondern als Freunde, Verbündete, Gleichgestellte und sogar Überlegene.

        Kurz, wie in der Science Fiction die Zukunft gemalt wird, verrät auch viel über die Zeit, in der sie entstanden ist. Eine Neuauflage von RO dürfte wenig Probleme haben, unsere heutigen Vorstellungen umzusetzen und wohl eher das Problem, darüber die Unbefangenheit der Vorlage zu wahren und nicht zu sehr zu politisieren.
        Was man dann in > 50 Jahren darüber sagen wird, weiß der Fuchs ...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk