Spotify geht gegen Audio-Mitschnitte vor

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Spotify geht gegen Audio-Mitschnitte vor (1)
Quelle: Spotify

Spotify hat damit begonnen, gegen Audio-Mitschnitte vorzugehen. Es wurden Konten gesperrt, die die sogenannten schnellen Mitschnitte von Zusatzsoftware wie Audials verwendeten. Die beschleunigt die Wiedergabe um das 30-fache, was Spotify als illegalen Download wertet.

Spotify geht offenbar gegen Audiomitschnitte vor. Mehrere Mitglieder des Musikstreamingdienstes wurden gesperrt, nachdem sie die Software Audials verwendet hatten. Der aus Karlsruhe stammende Anbieter der Aufnahmesoftware hat die Problematik im hauseigenen Forum bestätigt. Betroffen ist aber nicht nur Audials, sondern auch andere Software, die Mitschnitte von Spotify anfertigen kann.

Manche dieser Software wird auch genauso vermarktet - also für Mitschnitte von Spotify geeignet oder entwickelt. Beispielsweise Audials Music, das sich explizit an Spotify anhängt und abgespielte Audioinhalte mitschneidet. Die kostenpflichtige Software bietet dazu Komfortfunktionen wie die automatische Generierung von einzelnen Dateien oder die 30-fache Beschleunigung der Wiedergabe, um die Aufnahmezeiten drastisch zu reduzieren.

Und das geht Spotify dann offenbar doch etwas zu weit. Nutzer, die die Mitschnittsoftware nutzen, wurden gesperrt. Ursächlich war offenbar, so geht es aus den bisherigen Gesprächen der Nutzer und Audials hervor, der schnelle Mitschnitt. Logischerweise sieht Spotify, welche Musikstücke abgespielt wurden, und kann dies dann der Laufzeit zuordnen. Daraus lässt sich dann durchaus ableiten, dass etwas nicht ganz zusammenpasst.

Wer klassische Mitschnitte mit Software anfertigt, die Spotify noch nicht im Visier hat, dürfte für den Moment keine Sorgen haben. Von elaborierten Funktionen einiger Anbieter sollte man aber vermutlich absehen, wenn einem der Account lieb ist. Sperren erfolgten mitunter auch stark zeitverzögert. Es gibt auch Berichte, dass Spotify Account wieder freischaltet, wenn man versichert, von Mitschnitten abzusehen.

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Rechtliche Bewertung auch ein Thema

Natürlich ist hier auch die rechtliche Bewertung ein Thema, das auf dem Tisch kommen wird. Spotify wertet das schnelle Mitscheiden offenbar als illegalen Download; so geht es aus den Mails hervor, die an die Nutzer geschickt wurden. Grundsätzlich untersagen die AGB von Spotify das "Kopieren, Weiterverbreiten, Vervielfältigen, 'Rippen', Aufzeichnen, Übertragen, öffentliche Aufführen oder Ausstellen" von Inhalten, die auf dem Streamingdienst angeboten werden. Urheberrechtlich wären private Mitschnitte in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt; ob man darauf ein Anrecht gegen die AGB von Spotify hat, wäre zu klären.

Anbieter Audials warnt jedenfalls mittlerweile davor, die schnellen Mitschnitte zu verwenden. Mitschnitte mit normaler Abspielgeschwindigkeit seien für Spotify dagegen nicht erkennbar.

Quellen: Audials (1, 2), Spotify

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Und auf normaler Geschwindigkeit mitschneiden ist legal?
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Und auf normaler Geschwindigkeit mitschneiden ist legal?
      • Von QIX BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        ...bevor der Radiosprecher wieder... reinplärrt wie geil der Sender doch ist und wie er heißt.
        Geil!
      • Von Accolade
        Zitat von Nebulus07
        Mhh, wie meine Eltern, alle VHS Tapes auf DVD kopieren lassen vor 15 Jahren und jetzt dann doch alles weg geworfen...
        Ja, alles Digitalisiert und weg mit. Bringt ja auch nix da bei jedem Abspielen wirds ja immer schlimmer mit der Qualität. Wenn ich jetzt alte Tapes raus hole das ist wie Urlaub. Alte Sachen aus dem Proberaum. Richtig gut!

        Das muss ja jeder für sich entscheiden. Audiophile wie ich ist Spotify einfach nix.
      • Von Accolade
        Zitat von Zuriko
        Aber ich war auch nie der Musik-Freak.
        ok
      • Von Zuriko Software-Overclocker(in)
        Zitat von Accolade
        Genau, mit normal denkend meine ich das Musik ein Grundgut ist
        Musik ist zwar "Kultur" und Unterhaltung, aber noch lange kein Grundgut! Ein Grundgut ist z.B Land.
        Musik ist ein Konsumgut, für manche wohl sogar ein Luxusgut. Es gibt kein Grundrecht für den Menschen Musik zu besitzen. Aber jeder kann Musik machen, oder sich eben Musik kaufen, oder leihen.

        Und ganz grundsätzlich behaupte ich mal, dass wenn Menschen "normal" (Ok, was ist schon normal), bzw. rational denken würden, dann würden sich viele ihre Hütten nicht mit Zeugs vollkleistern welches sie selten bis nie nutzen. Als absoluter Musikfreak ist es klar dass man von 1000 CDs und 5000 Vinyl Scheiben einen grossen Teil davon wohl regelmässig auf dem Player hat. Aber auch dann bleibt die grösste Masse ungenutzt und man hat es einfach damit man es hat, ei ein kleiner Schatz den man bewacht.

        Je älter ich werde desto bescheuerter ist diese Denkweise. Ich besitze ja auch gerne Sachen, ich habe noch immer über 1000 DVDs und Blu-Rays. Aber es waren mal über 2000. Jedes Jahr miste ich etwas aus und irgendwann werde ich wohl auf die 50 oder 100 Filme/Serien reduziert sein die ich regelmässig anschaue. Alles andere ist nur Ballast.

        Klingt abgedroschen, aber weniger Zeug in der Wohnung zu haben, wirkt befreiend und man vermisst am Ende des Tages nichts. CDs habe ich alle verkauft. Vinyl habe ich noch ein paar rare Stücke die ich auch demnächst abstossen werde so lange der Vinyl Boom noch anhält. Spotify ist eben schon geil. Aber ich war auch nie der Musik-Freak.
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