Gesunkene Abozahlen bei Netflix: Das sind die Gründe

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Netflix hat den kostenlosen Probemonat in Deutschland gestrichen. Der Streamingdienst kann hierzulande nun nicht mehr gratis ausprobiert werden.
Quelle: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0

Erstmals seit über einem Jahrzehnt hat Netflix geringere Abonenntenzahlen zu verzeichnen. Lesen Sie auf dieser Seite, welche Gründe dafür angegeben werden.

Laut Netflix hat der Streamingdienst im ersten Quartal dieses Jahres 200.000 Abonnenten verloren - der erste Verlust seit mehr als zehn Jahren. Weitere Verluste werden erwartet, denn Netflix prognostiziert weltweit zwei Millionen weitere Abonnenten, die im zweiten Quartal 2022 die Segel streichen werden. Somit sind die weltweiten Nutzerzahlen von Netflix von 221,8 Millionen auf 221,6 Millionen gesunken.

Die Faktoren für den Rückgang sollen dabei vielfältig sein. So habe etwa die Einstellung des Streamingdiensts in Russland 700.000 Abonnenten gekostet, während man 500.000 Nettoabonnenten hinzugewonnen habe. Der Ukraine-Konflikt könnte zusätzlich einen negativen Effekt auf Mittel- und Osteuropa gehabt und dort das Geschäft von Netflix verlangsamt haben, heißt es weiter. Andere Faktoren, die das Unternehmen nennt, sind die Weitergabe von Passwörtern (siehe erste Seite), die dynamische Wettbewerbslandschaft, Covid-19 und auch die Inflation.

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Netflix möchte daher auch die Qualität seiner Inhalte verbessern, wie es während der Konferenz mitteilte. Möglicherweise erzielten die vielen formelhaften und leichtgewichtigen Reality-Programme nicht den gewünschten Erfolg. Auch der Wandel der Konkurrenz wird erwähnt - von linearem Fernsehen, Amazon, Youtube und Hulu zu jetzt immer mehr Streamingdiensten.

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Der Aktienkurs leidet ebenfalls

Zu den Einnahmen im ersten Quartal gibt es zu sagen, dass diese um 150 Millionen US-Dollar unter den Prognosen der Analysten gelegen haben sollen. Der Gewinn pro Aktie habe jedoch bei 3,53 US-Dollar gegenüber den erwarteten 2,89 US-Dollar gelegen. Durch die gesunkenen Abonnentenzahlen ist auch der Aktienkurs um mehr als 23 Prozent eingestürzt, wodurch ein Marktwert von etwa 30 Milliarden US-Dollar verlustig gegangen sein soll. Seit den vergangenen zwei Jahren sei der weltweite Marktanteil von Netflix von 55,7 auf 45,2 Prozent gefallen.

Quelle: Techcrunch (1), Techcrunch (2)

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cirdan77 Schraubenverwechsler(in)
        Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie den Spaß mal testen, für mich heißt das direkt die Kündigung und nur noch ab und zu reinschauen. In letzter Zeit gibt mir Netflix auch zuviel Geld für schlechte Filme und vollkommen unnötige Projekte wie Games aus.
      • Von Cirdan77 Schraubenverwechsler(in)
        Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie den Spaß mal testen, für mich heißt das direkt die Kündigung und nur noch ab und zu reinschauen. In letzter Zeit gibt mir Netflix auch zuviel Geld für schlechte Filme und vollkommen unnötige Projekte wie Games aus.
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Naja, dann schauen wir mal... wenn die ein entsprechendes Modell umsetzen, verlieren sie mein UHD-Abo halt wieder.
      • Von Accolade
        Habs gekündigt im November schon. Zuviel Geld für zuwenig Leistung. Wir haben uns zu viert einen Account geteilt. Nichtmal das wars mir zum Schluss noch wert. Hab geacht shice was machst dann ? Genau! Was anderes. Ich vermisse es nicht. Vielleicht hol ich mir im Dez. wieder einen Monat. Wozu brauch ich das Immer um dann durchzuzappen was ich dann eh nicht schau ? Sei nicht dumm - Meld dich ab
      • Von huenni87 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Hatuja
        Ja, das ist die Definition von im selben Haushalt. Und nur dafür bezahlst du im Moment, alles andere schließt Netflix ja aus.
        Hierbei stimme ich dir nicht zu. Ich zahle für einen Streaminganbieter, der damit wirbt, dass man ihn von überall und auf jedem Gerät jederzeit schauen kann. Wenn das aber in Zukunft ausschließen sollte, dass ich unterwegs auf dem Tablet oder Laptop schaue während die Famile zuhause am TV schaut ohne das ich mehr bezahlen muss, währe das eben entgegen der Werbung.

        Aber gut. Lassen wir uns überraschen. Eines kann man sicherlich sagen. Es wird teurer werden.
      • Von Hatuja Software-Overclocker(in)
        Zitat von huenni87
        Also als Beispiel, ich sitze im Hotel und schaue da, die Kinder zuhause wollen aber gleichzeitig schauen.
        Ich denke, dass es genau für so etwas eine Regelung geben wird. Man wird dann das Mobilgerät im Netflix-Account als dem Haushalt angehörig hinterlegen müssen. Ggf. gibt es dann hin und wieder beim einloggen einen Bestätigungscode per Mail/SMS oder so etwas.

        Irgend etwas wird Netflix da anbieten. Ansonsten würden sie zu viele verprellen...

        Zitat von huenni87
        Nu zahlt man das teure Abo um mehrere Streams gleichzeitig zu schauen, dass geht dann aber nur noch wenn ich gerade im gleichen Haus sitze, sprich den gleichen Internetanschluss nutze.
        Ja, das ist die Definition von im selben Haushalt. Und nur dafür bezahlst du im Moment, alles andere schließt Netflix ja aus.
        Zitat von huenni87
        Oder was ist mit getrennten Wohnungen im gleichen Haus? Gibts durchaus auch. Obwohl das zählt dann wohl nicht mehr als gleicher Haushalt...
        Richtig, getrennte Wohnungen = Getrennte Internetanschlüsse = getrennte Haushalte.
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