Kleine Box mit großem Versprechen: "Blade Shadow" und das Cloud-Gaming
Bisher wurde Gaming über die Cloud nur belächelt und als nicht praktikabel abgetan, denn Lags und eine schlechte Bildqualität waren einfach Teil des Pakets - bis jetzt. Denn ein kleines französisches Unternehmen trotzt den technischen Restriktionen und festgefahrenen Vorurteilen und scheint etwas auf die Beine gestellt zu haben, was bis dato nur Zukunftsmusik war: Lag-freies Cloud-Gaming. PC Games Hardware hat sich in Paris bei Blade umgesehen und die propagierte Revolution des Gamings in einem Hands-On angeschaut.
Mitten im Pariser Nordwesten sitzt in einem unscheinbar wirkenden Altbau ein kleines Unternehmen, das sich vorgenommen hat, die Computerwelt umzukrempeln. Die Vision: Endlich lag-freies Cloud-Gaming. Dank schneller Glasfaser und neuen Kodierungsalgorithmen sollen so teure Leistungsboliden und der normale PC-Tower aus Büros und Wohnzimmer verdrängt werden - ersetzt durch einen kleinen stylischen Cubus namens Shadow. Entwickelt wurde dieser Streaming-Client in dem mittlerweile 55 Mann starken französischen Start-Up Blade, das von den Cousins Acher Criou und Emmanuel Freund im Dezember 2014 gegründet wurde. Die Firmenzentrale, die sich übrigens unweit des Triumphbogens und der Prachtstraße Champs-Élysées wiederfindet, ist auf zwei Stockwerke in einem Mehrfamilienhaus mit hohen Decken und Stuckverzierungen untergebracht - nur ein Schild am Eingang mit der Aufschrift "PC du futur" lässt erahnen, dass hier eine Firma an einer Gaming-Neuheit arbeitet.
Kleine Box mit großem Versprechen: Lag-freies UHD-Gaming mit 60 Fps
Bisher hatten Cloud-basierte Gaming-Lösungen immer einen faden Beigeschmack: Lag, Verbindungsabbrüche und mittelprächtige Bildqualität. "Es ist sehr schwer, Leute davon zu überzeugen, dass Gaming über die Cloud endlich funktioniert", gibt Emmanuel Freund zu, "deshalb haben wir uns die Nutzergruppe mit den höchsten Ansprüchen an Computer-Hardware herausgesucht - den Pro-Gamer." Die Idee dahinter: Wenn selbst professionelle Spieler mit dem Streaming-Client der Franzosen keinen Unterschied zu einem "herkömmlichen" Rechner bemerken können, wird das dem untrainierten Auge kaum auffallen. Laut Freund könnten professionelle Spieler bis zu einer Latenz von 20 ms Unterschiede wahrnehmen, Normalsterbliche bemerkten dagegen ab 50 ms keinen Lag mehr. Die verbaute Hardware in der Box soll deswegen laut Freund sicherstellen, dass den Ansprüchen eines Pro-Gamers an Latenz und Bildqualität Genüge getan wird.
Um ein Bild verzögerungsfrei darstellen zu können, muss das im Server erzeugte Bild zunächst aufgenommen und komprimiert werden, um schließlich wieder in Ultra HD (3.840 × 2.160 Pixel) mit 60 Fps oder mit 144 Fps in Full HD (1.920 × 1.080 Pixel) am heimischen Gerät angezeigt werden zu können. Prinzipiell kann man das Angebot aus Paris auch ohne Box nutzen - auf Smartphone, Tablet, Smart-TV oder sonstigen internetfähigen Geräten im Haushalt - kommt dann aber nicht mehr in den Genuss der geringen Latenzen, sondern muss mit einem konsolenartigem Spielerlebnis vorliebnehmen. Im Gerät selber ist in ein Sapphire-PCB im Einplatinencomputer-Formfaktor á la Raspberry Pi verbaut, ausgestattet mit vier Gigabyte RAM und einem AMD-SoC der dritten Generation - sprich Brown Falcon mit einem Excavator-Modul und einer 4 CU starken GCN-GPU (256 Shader). Damit lässt sich von einem Server im Pariser Norden, der mit einem Intel Xeon und dezidierter Geforce GTX arbeitet, das Spielgeschehen in Echtzeit auf den Monitor des Nutzers streamen. Der Abo-Service, der Ende 2017 in Deutschland und Großbritannien für 29,99 Euro pro Monat starten soll, umfasst dann immer die neuste Gaming Hardware. In Zukunft soll auch ein gestaffeltes Preismodell mit älteren GPUs zustande kommen.
Quelle: PC Games Hardware
Das hier ist das Herzstück der Box: Ein Sapphire-PCB im Einplatinencomputer-Formfaktor mit einem Brown-Falcon-SoC von AMD und 4 GiByte Ram.
Kleine Box mit großem Versprechen: Glasfaser ist kein Muss
Seit Dezember läuft der Service in Frankreich im Testmodus mit 5.000 zahlenden Kunden, die ab High-Speed-Leitungen von 100 Mbit/s einwandfreies Ultra HD latenzfrei genießen können. Aber das Gros der digitalen Gesellschaft in Europa verfügt auch im Jahre 2017 nicht über Glasfaser und mehr als 50 Mbit pro Sekunde. So beträgt in Deutschland beispielsweise die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit 15,3 Mbit/s. Ist damit die Idee vom lagfreiem Cloud-Gaming für die Mehrheit der spielenden Gemeinschaft gestorben? Mitnichten. "Um die benötigte Bandbreite auch bei langsamen Leitungen zu erreichen, muss man einen von vier Parameter variieren. Das sind einmal die Bildqualität, -wiederholrate, -auflösung und natürlich die Latenz", erklärt Emmanuel Freund. Abhängig machen die Franzosen die Parameter von der Nutzung des Thin-Clients: Bei Spielen sind Frameraten wichtiger, bei Fotobearbeitungsprogrammen die Bildqualität. Erzielt wird das serverseitig durch Überwachung der GPU-Auslastung und darüber, ob ein Programm im Desktop-Modus gestartet wurde oder nicht.
Bei unserem Besuch in Paris wurde die Verbindung in einem Testumfeld auf 5 Mbit pro Sekunde gedrosselt - einem Zwanzigstel der bisher empfohlenen 100-Mbit/s-Leitung. Erstaunlicherweise war auch hier kein Lag bei 1080p und 60 Fps feststellbar, die Latenz betrug beim Testspiel mit Doom maximal die eines kompetitiven First-Person-Shooters im Online-Multiplayer auf einer Konsole. Lediglich durch schnelle Bewegungen konnten Komprimierungsartefakte, wie man sie vielleicht von einem Youtube-Video kennt, beobachtet werden.
Quelle: PC Games Hardware
Hier konnte man Doom in einem gedrosselten Netzwerk testen - mit beeindruckenden Ergebnissen.
Kleine Box mit großen Versprechem: Erwartet uns die Zukunft des Gamings?
Die kleine Box aus Frankreich und die dahinter stehende Technologie erlaubten beim Hands-On-Test ein Lag-freies Gaming sogar in Ultra HD und 60 Fps über die Cloud - und das ist selbst im Jahr 2017 immer noch beeindruckend. Das kleine Start-Up-Unternehmen Blade befindet sich gerade in der Testphase ihres Produktes und die Entwickler loten im Moment noch die Möglichkeiten und Limitierungen ihrer Server, Algorithmen und Software aus. Bisher mit Erfolg, denn in Frankreich sind seit Ende letzten Jahres 5.000 zahlende Kunden mit an Board und das Unternehmen konnte von privaten Investoren in kürzester Zeit mehrere Millionen Euro an Geldern einsammeln. Damit ist die Finanzierung des Shadows eine der erfolgreichsten Funding-Kampagnen im Nachbarland.
Außerdem wird gerade an einer europaweiten Infrastruktur gearbeitet, indem die Internetanbieter Westeuropas mit an den Tisch geholt werden. Neben einem Umzug im September in ein 800 m² großes Büro im Herzen Paris wird noch ein zusätzliches Büro in Paolo Alto, USA, aufgebaut. Potential haben die kleine Box und das Konzept dahinter allemal, aber auch nach einem Hands-On mit Glasfaserleitung und sogar einer künstlich begrenzten Internetanbindung bleibt Skepsis, die wohl erst ein Test in heimischen Gefilden mit heimischer Infrastruktur entkräften kann.

Falscher Thread.
What are Sky Credits:
SkyCredits are a type of currency used by LiquidSky. You can exchange them for time spent in your SkyComputer.
1 SkyCredit = 1 Minute of Access to your SkyComputer using the lowest, Gamer Performance Package. You will need 60 SkyCredits to use your SkyComputer for an hour if you are using Gamer Performance Package.
There are 2 different performance options you can choose from: Gamer, and Pro.
Gamer uses 60 SkyCredits per hour when your SkyComputer is on.
Pro uses 120 SkyCredits per hour when your SkyComputer is on.
When your SkyComputer is on, SkyCredits are being charged, even if you close LiquidSky, but leave your SkyComputer running. In order to preserve your SkyCredits, always Stop your SkyComputer before closing LiquidSky. We also suggest using the Time Out option which will stop your SkyComputer for you if it remains idle for whatever time you choose.
SkyCredits do not expire and you can use them at any time.
How many SkyCredits do I use for a 1 hour and 30 minute session?
In this example (considering you are using the Gamer Performance Mode where 1 SkyCredit = 1 minute of use) you would be charged 90 SkyCredits because you will be using your SkyComputer for 90 minutes. For the same session on Pro Performance Mode (where one minute of use takes 2 SkyCredits) you would be charged 180 SkyCredits.
Will everyone be able to earn SkyCredits for free?
Not right away. You need to watch ads to earn free SkyCredits, but ads will not necessarily be available to all users. We are bringing on ad partners as quickly as we can, but your ad availability may vary widely based on a variety of factors, particularly the country in which you live.
LiquidSky - The Ultimate Cloud Gaming PC
Soviel zum Thema Flat Rate.
Ohne Sky Credits läuft da , trotz größten Paket, garnichts.
Jedoch ist die Nutzung der Hardware effizienter, wenn viele Leute rund um die Uhr darauf zugreifen. Meine Hardware steht vielleicht aktuell 98% der Zeit herum, und wird gar nicht genutzt. Die Ressourcen liegen brach wenn man schläft, in Schule ist, arbeitet oder sonst etwas macht. Wenn du auf Party, beim Zelten, im Urlaub oder Geburtstag bist, können andere die Hardware nutzen.
Auch ist der Einstieg in die Gaming-Welt per monatlichen Abo von ~30 Euro attraktiv. Zugriff auf unzählige Spiele. Der Kauf von Hardware zwischen 300 - xy Euro entfällt und man kann alle Spiele spielen. Muss ich die Spiele selbst kaufen, muss ich mich möglicherweise entscheiden, und kann mir nur wenige Spiele leisten. Fehlkäufe würde es auch nicht mehr geben. Vielleicht auch einen monatlich kündbares Abo: einige Sommermonate würden mich nichts kosten, und im Herbst / Winter steige ich wieder ein. Bräuchte mir auch gar keine Sorgen bezüglich der Hardware machen, dass die schon wieder veraltet ist oder ich die neueste Generation mir nicht leisten kann / will.
Auch Schluss mit Exklusivspielen, ich kann auf alle Spiele zugreifen, muss mir keinen Nintento, keine Sony Playstation, keinen PC und keine XBox kaufen.
Also: statt 100.000.000 Spieler weltweit mit allen(!) Konsolen und Pc auszustatten, reichen lediglich vielleicht 5.000.000 Computer fürs Spielen über I-Net
Diesen Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen. Es geht hier schließlich nicht um effzienz sondern um Unabhängigkeit. Wenn dein Rechner Zuhause steht, dann stört/interessiert das niemanden.
Ich sehe nur wieder eine abnormale hohe Auslastung der Netze. Das wird immer schlimmer.
Die wirtschaftlichkeit dahiner stelle ich auch nicht so sehr in Frage.
Desweiteren weiß ich nicht woher du weißt, wieviele Rechner schlussendlich alle Spieler auf der Welt benötigen werden um ordentlich über die Cloud spielen zu können.
Also ganz ehrlich, jetzt wo es GOG gibt und man seine Lieblingsspiele auch alle Sichern kann - ist auch offline spielen überhaupt kein Problem mehr. Dann sollen wir jetzt auch noch selbst dafür sorgen, dass wir NICHTS mehr offline Spielen können?
Nein danke. Die ganzen technischen Probleme jetzt als überwunden darzustellen, halte ich auch für sehr fragwürdig.
Wenn der Anspruch niedrig ist, von mir aus.
Achja seit wann sind ESports Spieler die Messlatte für anspruchsvolles spielen`? Die spielen in niedrigen auflösungen und unterirdischer Qualität.
Nur um die geringe Latenz zu demonstrieren....
Also kriegst du praktisch einen Rechner mit eigener Festplatte gestellt? Hab ich das richtig verstanden?
Lg Aleco