SteamOS vs. Windows 11: Linux ist schneller, besser, effizienter

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SteamOS vs. Windows 11: Linux ist schneller, besser, effizienter
Quelle: Sven Bauduin

Windows 11 hat ein riesiges Problem und das nennt sich SteamOS. Valves dedizierte Gaming-Distribution ist auf derselben Hardwarebasis schlicht und ergreifen schneller, besser und effizienter für Spieler und Gaming-Systeme.

Microsoft und dessen Betriebssystem Windows 11 haben mittlerweile ein riesiges Problem und das nennt sich SteamOS. Valves dedizierte Gaming-Distribution, welche auf Arch Linux basiert, ist auf ein und derselben Hardwarebasis schlicht und ergreifen schneller, besser und effizienter für Spieler und Gaming-Systeme, wie aussagekräftige Benchmarks des populären YouTube-Kanals Dave2D jetzt belegen. Denn obgleich das Lenovo Legion Go S sowohl unter Windows 11 als auch unter SteamOS dieselbe Hardware verwendet, ist die Version mit Linux-Distribution in den Vergleichstests spürbar schneller und läuft zudem deutlich länger.

Linux vs Windows Benchmarks Quelle: Dave2D Bei einer nativen Auflösung von 1.920 × 1.200 Pixeln und niedrigen bis mittleren Details ist das Lenovo Legion Go S mit SteamOS in Spielen wie Cyberpunk (+28%), Helldivers 2 (+8%), Doom Eternal (+14%) und The Witcher 3 (+15%) deutlich schneller als sein Pendant mit Windows 11. Beide Gaming-Handhelds basieren dabei auf einem Ryzen Z2 Go mit 8 Zen-3(+)-Prozessorkernen sowie einer RDNA-2-Grafikeinheit mit insgesamt 768 FP32-Shadereinheiten und 16 GiByte LPDDR5X mit 6.400 MT/s.

Linux vs Windows Akkulaufzeit Quelle: Dave2D Ungeachtet der deutlich höheren Leistung erreicht das Lenovo Legion Go S mit SteamOS signifikant höhere Akkulaufzeiten, welche 25 bis 122 Prozent über dem Lenovo Legion Go S mit Windows 11 liegen und damit beinahe an das deutlich leistungsschwächere Steam Deck und Steam Deck OLED heranreichen. Die außerordentlich effiziente Linux-Basis macht das letztlich möglich.

Verkaufszahlen Steam Deck und Handheld-PCs Quelle: Dave2D Auch die vom internationalen Marktforschungsunternehmen IDC Data erhobenen und von The Verge veröffentlichten Verkaufszahlen im Handheld-Segment sprechen eine deutliche Sprache. Während sich das Lenovo Legion Go, das Asus ROG Ally und der MSI Claw zusammen in etwa rund 2 Millionen Mal verkauft haben sollen, vereinen Steam Deck und Steam Deck OLED allein 4 Millionen Verkäufe auf sich.

Die Windows-Version ist jetzt die günstige Einsteigerlösung

Nachdem das Lenovo Legion Go S mit Windows 11 und 32 GiByte Systemspeicher für 749 Euro in den Handel gestartet war und das Lenovo Legion Go S mit SteamOS und 16 GiByte für 579 Euro eingeführt wurde, musste Lenovo angesichts der enormen Leistungsdefizite der Windows-Version reagieren. In der Zwischenzeit ist die Windows-Version die günstige Einsteigerlösung ab 509 Euro, während die leistungsstärkere Version mit SteamOS ab 579 Euro erhältlich ist.

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Wie das rund achtminütige YouTube-Video von Dave2D gut veranschaulicht, ist auch die gesamte Experience unter SteamOS deutlich besser. Die Gaming-Distribution ist konsequent auf Spieler ausgerichtet und die Bedienung erfolgt konsistent und aus einem Fluss. Hier kann Windows 11 speziell auf Handheld-PCs nicht mithalten.

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Quelle: Dave2D

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    • Kommentare (133)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von xDave78
        Shhhh!
        Es geht in dem Artikel um Games. Und ja, Warhammer 3 ist asbach - ob das nun mit 200 oder 170 FPS läuft ist (mir) tatsächlich egal.
        Achso, jetzt haben zwischenzeitlich womöglich einige Windows Nutzer:innen bereits hektische Flecken bekommen.
        Weil es 3 Jahre alt ist und angeblich mit 200 oder 170 FPS laufen würde (was nicht stimmt), wäre es kein Spiel?
        (Das ist kein ernst gemeinter Einwurf meinerseits)

        Zitat von empy
        Den Rechner will ich sehen, der in Warhammer 3 700 Fps schafft. Total-War-Spiele sind traditionelle CPU-Killer und drei Jahre finde ich heutzutage nicht wirklich alt.
        Jupp, auch die Graka wird durch das Spiel ordentlich gefordert. Meine Vega 56 schafft mit ein paar Kniffs (fokussierte Darstellung, zum Rande hin verschwommen) hohe Grafikeinstellungen mit geringen Performance Patzern darzustellen.

        Zitat von xDave78
        Die Zeiten wo ich noch Bock hatte mich mit Linux Distris zu befassen um dann jedes Mal fest zustellen, dass die Distri für DIESES TASK gut für JENES aber unbrauchbar ist sind vorbei. Hab ich einfach keinen Bock mehr drauf.
        Ich glaube Dir gerne, dass Du in der Vergangenheit Probleme hattest. Es gibt ja unzählige Anwendungsfälle und damit können auch Probleme einhergehen. Es fragt sich bloß, auf wieviele ähnlich gelagerte Probleme zutreffen? Wie sieht es also mit der Relevanz aus? Ich würde ja meinen, dass auf viele PC-Nutzer:innen gewöhnliche Anwendungsfälle zutreffen, die auch mittels Linux und Programmalternativen (Internetbrowser, Emails, Office) erfolgreich angegangen werden können.

        Und andererseits produziert auch Windows regelmäßig Probleme, die eben viele DAUs betreffen, da diese am falschen Ende gespart (Home Edition) oder bei jenen das Label DAU Programm ist - die also keine Ahnung von Gruppenrichtlinien und deren Einrichtung haben. Und dann geht nach Update X bspw. der Drucker nicht ...

        Ich finde, Du beziehst zu wenig ein und so erscheint dann Dein Urteil pauschal und verzerrend.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von xDave78
        Shhhh!
        Es geht in dem Artikel um Games. Und ja, Warhammer 3 ist asbach - ob das nun mit 200 oder 170 FPS läuft ist (mir) tatsächlich egal.
        Achso, jetzt haben zwischenzeitlich womöglich einige Windows Nutzer:innen bereits hektische Flecken bekommen.
        Weil es 3 Jahre alt ist und angeblich mit 200 oder 170 FPS laufen würde (was nicht stimmt), wäre es kein Spiel?
        (Das ist kein ernst gemeinter Einwurf meinerseits)

        Zitat von empy
        Den Rechner will ich sehen, der in Warhammer 3 700 Fps schafft. Total-War-Spiele sind traditionelle CPU-Killer und drei Jahre finde ich heutzutage nicht wirklich alt.
        Jupp, auch die Graka wird durch das Spiel ordentlich gefordert. Meine Vega 56 schafft mit ein paar Kniffs (fokussierte Darstellung, zum Rande hin verschwommen) hohe Grafikeinstellungen mit geringen Performance Patzern darzustellen.

        Zitat von xDave78
        Die Zeiten wo ich noch Bock hatte mich mit Linux Distris zu befassen um dann jedes Mal fest zustellen, dass die Distri für DIESES TASK gut für JENES aber unbrauchbar ist sind vorbei. Hab ich einfach keinen Bock mehr drauf.
        Ich glaube Dir gerne, dass Du in der Vergangenheit Probleme hattest. Es gibt ja unzählige Anwendungsfälle und damit können auch Probleme einhergehen. Es fragt sich bloß, auf wieviele ähnlich gelagerte Probleme zutreffen? Wie sieht es also mit der Relevanz aus? Ich würde ja meinen, dass auf viele PC-Nutzer:innen gewöhnliche Anwendungsfälle zutreffen, die auch mittels Linux und Programmalternativen (Internetbrowser, Emails, Office) erfolgreich angegangen werden können.

        Und andererseits produziert auch Windows regelmäßig Probleme, die eben viele DAUs betreffen, da diese am falschen Ende gespart (Home Edition) oder bei jenen das Label DAU Programm ist - die also keine Ahnung von Gruppenrichtlinien und deren Einrichtung haben. Und dann geht nach Update X bspw. der Drucker nicht ...

        Ich finde, Du beziehst zu wenig ein und so erscheint dann Dein Urteil pauschal und verzerrend.
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RasierapparaT
        Wie gesagt. Ich denke, sobald es darum geht, für den Lebensunterhalt auf derartige Software angewiesen zu sein, wird sich ganz schnell für 1. Einfachheit und 2. das bereits Etablierte entschieden. Alternativen zu nutzen ist nicht risikofrei und könnte außerdem schlicht zum Wettbewerbsnachteil werden.
        Definitiv. Es geht oft ja nicht unbedingt um die beste Software, sondern um etablierte Standards (egal wie ar***ig die Firma hinter selbigen ist). Umlernen braucht Zeit, und auch Personalbüros kennen oft nicht den Unterschied zwischen Java und JavaScript, da ist alles, was über Adobe hinausgeht Neuland.
        Zitat von RasierapparaT
        Zugegeben, meine Zeit mit Linux war sehr kurz und auch nicht intensiv. Ich musste jedenfalls damals alle Treiber und Programme via Terminal installieren und sehr spezifisch darauf achten, die richtigen Sachen für meine Distribution zu bekommen. Außerdem fand ich die hierarchische Dateistruktur immer schnell unübersichtlich, es hat mir einfach weniger Freude bereitet "Archive" anzulegen. Wahrscheinlich gibt es Wege, damit super klarzukommen, aber allein die Hürde bei der Installation von Programmen dürfte viele abschrecken, vor allem wenn man professionell mit dem System arbeiten muss. Als professioneller Anwender möchte ich, dass das OS mir zusätzliche Arbeit drumherum abnimmt und so vereinfacht, dass ich mich darauf konzentrieren kann, meine eigentliche Arbeit (mit der Geld verdient werden muss) zu verrichten.
        Das klingt etwas ungewöhnlich. Treiber werden im Normalfall automatisch geladen. Ich hab sogar Hardware erlebt, die unter Linux plug-and-play funktioniert und unter Windows (seit Vista, auch heute noch in 11) manuelles Nachhelfen erfordert. Klarerweise werden erheblich weniger Geräte unterstützt, die dafür aber nicht selten besser. Hab in 8 Jahren Ubuntu einen einzigen Treiber manuell installieren müssen. Das war für einen China-Böller Bluetooth-USB Adapter.

        Programme hängen leider oft von der Distro ab. Vieles bekommt man mittlerweile aber schon in irgendeinem App-Store oder ähnlichem (AppImage, Flatpak, Snap,...). Da ist aber definitiv immer noch Luft nach oben. Dazu muss ich sagen, dass mir persönlich Installation über die Konsole aus Packages lieber ist, da ich mir sicher sein kann, dass ich auch wirklich die Software bekomme, die ich will und brauche. Erst heute wieder in der Arbeit einen Nutzer gehabt, der auf den falschen "Download" Button geklickt hat und irgendeine fragwürdige PUA installiert hat.
        Und anders als bei Windows wird mir die gesamte so installierte Software upgedatet, während ich auch keine Angst haben muss, dass der Rechner nach dem Update noch funktioniert

        Das mit der Dateistruktur verstehe ich allerdings nicht ganz. In Linux wie Windows bin ich als normaler Anwender in meinem Nutzerordner unterwegs. Klar, wenn ich mich auskenne mach ich bei bspw. Webhosting in Linux was in /var/www oder bei Windows was im inetpub Ordner. Aber das sind dann eher Leute, die sich eh auskennen sollten.

        Aber klar, das Betriebssystem ist ein Werkzeug und die wenigsten wollen sich damit aktiv auseinandersetzen. Zeit zum Umlernen ist dabei ein Kostenfaktor. Allerdings gilt das fairerweise auch für jedes größere Windows-Update.
        Zitat von empy
        Nun sind Betriebssysteme heute aber auch etwas komplexer als damals und es gab nur einen wilden Wust an proprietären, untereinander komplett inkompatiblen Kleinstsystemen, gegen die man anstinken musste, was man nicht zuletzt nur geschafft hat, weil man den Zuschlag für IBMs Standard-PC bekommen hat.
        Was man nicht zuletzt nur geschafft hat, weil Gates' Mutter dicke mit dem IBM CEO John Opel war
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RasierapparaT
        Ja, ist klar. Professionelle Anwender*innen wären aber doch eine super Zielgruppe für nachhaltiges Wachstum (siehe MacOS). Deine Mutter, die nicht mal weiß wie man das schreibt, ist wahrscheinlich eher uninteressant. Meinst du nicht?
        Nein, ja genau eben NICHT!
        Professionelle Anwender sind auch bereit lizenzpflichtige proprietäre Software einzusetzen und haben sehr spezielle Bedürfnisse. Die Ausgaben können steuerrechtlich geltend gemacht werden und werden durch die Einnahmen Gerechtfertigt.

        Die Masse der Alltagsnutzer und Behördenanwendungen für Alltagsaufgaben, die sind es, wo FOSS greifen sollte und könnte. Hier wären unsere Steuergelder richtig aufgehoben und würden auch der Allgemeinheit durch FOSS-Entwicklung wieder zugute kommen.
        Offene Standards und Formate würden gefördert und das Gros der Anwender würde nicht mal merken, auf welchem System sie unterwegs sind, solange Online-Banking, Musik, Fotoalben, Streaming, email und Netzsurfen und evtl. die Mehrheit der Spiele laufen.

        Dass es keine native Unterstützung für die Creative Cloud von Adobe gibt, dürfte eben nicht für viele einen Umstieg unmöglich machen.
        Sondern nur für wenige. Die Masse an 0815-PC-Nutzern nutzt die Adobe Creative Cloud eh nicht.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von xDave78
        ...
        #wenneinemsonstnichtsmehreinfällt

        Es macht auch bei ein paar Jahre alten Spielen wie Warhammer 3 eben doch noch einen massiven Unterschied, ob 30% Performance fehlen.

        Der Markt ist heute so viel größer, natürlich sind Firmen heute auch größer als damals, wenn davon gesprochen wird, dass Windows von einem großen Konzern gepusht wurde, ist dieser Konzern eben nicht zwingend Microsoft und wenn ein System dadurch 30 Jahre lang eine Vormachtsstellung aufbauen konnte, ist die Situation eben anders, als wenn man einer von vielen kleinen Herstellern ist.

        Zu dem Punkt, dass Konzerne ungern was verschenken und Open-Source deswegen unattraktiv ist, mal ein kleiner Denkanstoß:
        Man gibt nicht nur was, wenn man sich an Open-Source-Projekten beteiligt. Valve hat im Gegenzug ein komplettes, extrem anpassbares Betriebssystem bekommen. Da etwas Arbeit zuzuschießen war wohl offensichtlich deutlich weniger Aufwand, als sich mit Microsoft rumzuärgern oder gar ein komplett eigenes System zu entwickeln.
      • Von Tekkla Volt-Modder(in)
        Zitat von RasierapparaT
        niedrigere Benutzerfreundlichkeit
        Kannst du das konkreter ausformulieren?
      Direkt zum Diskussionsende
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