SteamOS 3.8.20: Neue Beta-Version beschleunigt Raytracing

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SteamOS 3.8.20: Neue Beta-Version beschleunigt Raytracing
Quelle: Valve / Montage: Sven Bauduin

Valve hat die Beta-Version 3.8.20 von SteamOS veröffentlicht: neuer Mesa-Grafiktreiber, überarbeitete VRAM-Verwaltung und schnelleres Raytracing für Steam Deck und Steam Machine, dieselben Fixes laufen zudem im Stable-Kanal als 3.8.12.

Wer ein Steam Deck, eine Steam Machine oder einen Gaming-PC mit einer aktuellen Radeon-Grafikkarte betreibt, kann diese Neuerungen ab sofort ausprobieren: In den Einstellungen unter System und Systemupdate-Kanal genügt der Wechsel auf die neueste Beta oder Vorschau der optimierten Gaming-Distribution von Valve.

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Gerade für Systeme mit begrenztem Grafikspeicher ist das Update relevant, wie der große PCGH-Praxistest der Steam Machine bereits zeigte: Der geringe Grafikspeicher des Wohnzimmer-PCs bremst in Titeln wie Forza Horizon 6 messbar. Schon mit dem Release des finalen SteamOS 3.8 hatte Valve die Speicherverwaltung für dedizierte Grafikeinheiten angepasst, mit der Beta-Version 3.8.20 baut Valve diese Arbeiten entsprechend weiter aus und beschleunigt zudem Raytracing mit Mesa 3D.

Mesa-Update und weniger VRAM-Engpässe

Valve hat mit der Beta 3.8.20 eine neuen Version des quelloffenen Mesa-Grafikstack implementiert und eine überarbeitete VRAM-Verwaltung aufgelegt. Das Beta-Update erschien am 29. Juni zunächst im Beta- und Vorschau-Kanal für das Steam Deck.

Mesa-Grafiktreiber auf eine neue Hauptversion aktualisiert, die viele Leistungsverbesserungen für Raytracing sowie weitere Leistungs- und Funktionsverbesserungen enthält. — Valve

Die genannten Optimierungen fließen laut Valve zeitgleich auch in die aktuelle stabile Version 3.8.12 mit ein und erreichen so auch die Steam Machine und Gaming-PCs mit SteamOS. Adressiert werden dabei ausschließlich Systeme mit Radeon-GPU.

VRAM-Verwaltung: Weniger Auslagerung ins GTT

In einem Testlauf von Natalie Vock, Mitglied im RADV-Team von Valve, sank auf einer Grafikkarte mit 8 GiB Grafikspeicher die Auslagerung von Spieldaten in den deutlich langsameren GTT-Speicher von vormals 1,37 GiB auf jetzt 650 MiB.

Grundlage ist "dmemcg", ein Cgroup-Controller für Grafikspeicher, den Natalie Vock gemeinsam mit Maarten Lankhorst von Intel und Maxime Ripard von Red Hat erst im April 2026 vorgestellt hatte. Der Mechanismus schützt die Speicherzuteilung des Vordergrundprogramms, meist des laufenden Spiels, vor Verdrängung durch die Hintergrundanwendungen. Spiele profitieren so von mehr Grafikspeicher.

Bislang mussten Systeme mit begrenztem Grafikspeicher die Daten des aktiven Spiels in den GTT-Speicher auslagern, sobald der VRAM entsprechend knapp wurde, was über die langsamere PCIe-Anbindung Ruckler verursachte.

Nach den Angaben von Natalie Vock blieben durch die Optimierung letztlich 7,3 GiB Grafikspeicher exklusiv für die Spiele reserviert, statt durch die Hintergrundprozesse verdrängt zu werden. Hiervon profitieren sowohl Steam Deck und Steam Machine als auch Gaming-PCs mit Einsteiger- und Midrange-Grafikkarten mit nur 8 GiB VRAM.

Nutzer von CachyOS kennen dmemcg mittlerweile seit April, dort standen die Pakete "dmemcg-booster" und "plasma-foreground-booster" laut Phoronix schon damals bereit. Von der neuen Verwaltung profitieren bislang nur diskrete Grafikeinheiten.

Auch die Redaktion von PCGH hatte über diese Optimierung, welche auch in andere Gaming-Distributionen ihre Wirkung entfaltet, ausführlich berichtet.

Nvidias proprietärer Grafiktreiber unterstützt den Mechanismus nach wie vor nicht und hinkt auch hier technologisch deutlich hinterher.

Mesa-Grafikstack: Update auf Version 26.1.2

SteamOS 3.8.20 hebt den Mesa-Grafiktreiber auf Version 26.1.2 an, offizielle Angaben nennen vor allem Verbesserungen bei der Raytracing-Performance. Valves hauseigene Release Notes listet die genaue Versionsnummer traditionell nicht auf, doch gleich mehrere Community-Quellen und ein Hinweis im Beta-Forum bestätigen Mesa in der Version 26.1.2 übereinstimmend.

Neben den Raytracing-Fortschritten nennt Valve weitere, nicht näher spezifizierte Verbesserungen bei der Leistung und dem Funktionsumfang des quelloffenen Grafikstacks.

SteamOS 3.8.12: Drei weitere Fehlerkorrekturen

Die parallel veröffentlichte stabile Version 3.8.12 behebt drei konkrete Fehler: einen Aussetzer beim Steam-Streaming von Vollbildspielen im Desktop-Modus, ein nerviges Darstellungsproblem im Hauptmenü von Sniper Elite 5 sowie Probleme mit dem integrierten SD-Kartenleser einzelner Modelle des Legion Go S.

SteamOS 3.8.20 Beta Release Notes Quelle: Valve Alle drei Korrekturen stecken sowohl im Beta- als auch im Stable-Kanal. Wer SteamOS ohnehin schon im Beta-oder Vorschau-Kanal nutzt, bekommt die Optimierungen automatisch mit den Änderungen aus der Version 3.8.20 ausgeliefert.

Einordnung: Das bedeutet das Update für die Steam Machine

Für Besitzer der neuen Steam Machine mit 8 GiB VRAM ist die überarbeitete Speicherverwaltung tendenziell relevanter als für das Steam Deck, dessen integrierte Grafikeinheit sich den Speicher mit der CPU teilt. Der PCGH-Vergleich zwischen Steam Machine und einem ähnlich teuren Eigenbau-PC mit Radeon RX 9060 XT und 16 GiB VRAM zeigte zuletzt deutliche Unterschiede bei speicherintensiven Titeln.

Ob die neue VRAM-Verwaltung diesen Abstand verkleinert, lässt sich erst mit konkreten Nachmessungen beurteilen, Valve nennt in seinen Release Notes keine Benchmark-Werte für die eigene Hardware.

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Quelle: Vavle

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Auch wenn Cachy problemlos läuft, würde es mich mal langsam jucken Steam OS auf ein System zu installieren, nur um mitreden zu können.
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Auch wenn Cachy problemlos läuft, würde es mich mal langsam jucken Steam OS auf ein System zu installieren, nur um mitreden zu können.
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