Steam Deck könnte laut Gabe Newell ähnlich einflussreich werden wie das iPhone

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Quelle: PC Games Hardware

Valves Präsident Gabe Newell zeigt sich extrem überzeugt von der neuen Steam-Deck-Konsole und glaubt, dass die Hardware ähnlich bedeutsam werden könnte wie Apples iPhone. Er betonte in einem Interview, dass PC-Spieler sich schon immer die Möglichkeit gewünscht hätten, ihre Lieblingstitel unterwegs zocken zu können - und genau das biete Steam Deck jetzt endlich.

Valves Steam Deck ist mittlerweile offiziell erschienen, die ersten Tester halten ihre Hardware bereits in Händen und diverse Lieferungen wurden bereits an wartende Vorbesteller verschickt. Valve selbst hat dabei großen Grund zur Freude, denn nach Aussage von Gabe Newell ist die Nachfrage deutlich höher als sein Team erwartet hatte. Das veranlasst den Valve-Präsidenten auch gleich zu einer interessanten Aussage: Er glaubt nämlich, dass das Steam Deck für die PC-Community ähnlich wichtig werden könnte wie das iPhone für den Mobile-Markt.

Newell: Darauf haben alle PC-Spieler schon ewig gewartet

Newell betonte in einem Interview mit IGN, dass PC-Spieler sich schon immer eine Möglichkeit gewünscht hätten, ihre Liebings-Games auch unterwegs zocken zu können. Nur leider hätte es bislang an der entsprechenden Technik dafür gefehlt. Er sagt dazu:
"Ich meine, immer wenn man ein PC-Spiel zu zocken anfängt, ungefähr einen Monat später oder so, denkt man sich, 'Und wo ist die Mobile-Version davon?" Oder nicht? Projekte, die genau das versuchen und machen, gibt es schon seit den 1990ern, aber was diesmal wirklich anders ist, ist die Tatsache, dass wir endlich den Punkt erreicht haben, wo wir die Leistung pro Watt haben, dass das wirklich funktioniert."

Weil das Steam Deck jetzt genau diese lange ersehnten Möglichkeiten bietet, vergleicht Newell seine Bedeutung mit derjenigen des iPhones folgendermaßen:
"Es gab eine Zeit vor und eine nach dem iPhone, richtig? Bis dahin hat man ein Blackberry für diese sehr programmspezifischen Dinge benutzt, aber in Bezug auf ein grundsätzliches portables Rechengerät war das der Wendepunkt. Und jetzt gerade haben wir einen Punkt erreicht, wo wir ein portables Spielegerät haben, das so ziemlich alles machen kann, und von jetzt an wird es nur noch besser für PC-Spieler."

Der Valve-Präsident sieht für PC-Fans also rosigen Zeiten entgegen. Newell glaubt auch, dass das Steam Deck andere Hersteller beeinflussen und inspirieren werde und dass sich PC-Spieler grundsätzlich auf neue mobile Lösungen im Gaming-Bereich freuen dürfen. Was wir selbst vom Steam Deck halten, lesen Sie übrigens in unserem ausführlichen Testartikel.

Quelle: IGN

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Hardware-Möglichkeiten und Spielinhalt gehen Hand in Hand. Wenn man für kleine Bildschirme entwickelt, müssen alle spielrelevanten Elemente eine gewisse Größe haben, lange Texte sind zu vermeiden oder müssen getrennt eingebunden werden, Übersichten erfordernde Komplexität ist verboten, usw.. Das kann man nicht einfach durch einen "Modus" anpassen – ein Spiel ist entweder auf dem großen Monitor eine neue, positive Erfahrung oder aber zu einem kleinen Display kompatibel. Auch bei Eingabe und Steuerung machen mit einem Gamepad schlicht andere Spielmechaniken Spaß als mit Tastatur und Maus. Deswegen setzten Konsolen-Shooter so sehr auf vorgefertige Elemente wie Reaktions-Events + Auto-Aim oder Deckungsmechaniken, während PC-Shooter die freie Bewegung zellebrieren und andere Genres wie WiSim und Strategie sowie Sportspiele und Jump & Run sind praktisch exklusiv auf der einen oder der anderen Plattform zu Hause.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Hardware-Möglichkeiten und Spielinhalt gehen Hand in Hand. Wenn man für kleine Bildschirme entwickelt, müssen alle spielrelevanten Elemente eine gewisse Größe haben, lange Texte sind zu vermeiden oder müssen getrennt eingebunden werden, Übersichten erfordernde Komplexität ist verboten, usw.. Das kann man nicht einfach durch einen "Modus" anpassen – ein Spiel ist entweder auf dem großen Monitor eine neue, positive Erfahrung oder aber zu einem kleinen Display kompatibel. Auch bei Eingabe und Steuerung machen mit einem Gamepad schlicht andere Spielmechaniken Spaß als mit Tastatur und Maus. Deswegen setzten Konsolen-Shooter so sehr auf vorgefertige Elemente wie Reaktions-Events + Auto-Aim oder Deckungsmechaniken, während PC-Shooter die freie Bewegung zellebrieren und andere Genres wie WiSim und Strategie sowie Sportspiele und Jump & Run sind praktisch exklusiv auf der einen oder der anderen Plattform zu Hause.
      • Von Korben06
        Zitat von PCGH_Torsten
        Angepasste Spiele wären nicht mehr wirklich "PC". Zwar könnte man sie genauso auf dem PC starten, wie jetzt herkömmliche PC-Spiele auf dem Steam-Deck, aber auch eine angepasste Steuerung bedeutet letztlich, dass es nur einer spezifischen Plattform gut spielbar ist.
        So meinte ich das eigentlich nicht (also keine "Abkapselung von der PC-Welt"). Sondern eher das man sich hier eine positive Eigenschaft der PC-Spiele zunutze machen bzw. erweitern sollte: die Flexibiltät auf allen möglichen Hardware-Konstellation zu laufen. Dazu zählen sowohl Performance (Grafikmodi) also auch Eingabe (Tastatur/Maus, Gamepad, Lenkrad, etc.). Die Anpassung, die ich da im Sinne hatte war mehr, das Hersteller z.B. ein Art "Steam Deck"-Modus einbauen, der Grafik/Leistung und Bedienung optimal einstellt. Ggf. sogar Inhalte anpasst und nicht einfach nur skaliert. So das ein Spiel auf Knopfdruck (oder automatisch) flüssig läuft und die Steuerung passt und gut funktioniert. Das man evtl. sogar noch Zusatzfunktionen wie das Gyroskop und Vibration ausnutzt. Das erfordert natürlich, je nach Spiel mehr oder weniger Aufwand.

        Der Spieltyp ist auch nicht unwichtig: ich denke AAA Spiele mit bombast-Grafik wird kaum einer auf einem 7 Zoll Monitor spielen wollen, hier könnten eher Indy-Games vorstoßen, die mit grafisch weniger fordernden, dafür aber kurzweiligen Spielprinzipien auch Unterwegs gut spielbar sind. Und dann landet man am Ende wieder bei Switch und Handygames... Das ist ein bischen die Hybris und macht es so schwer den Erfolg einzuschätzen.
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Die Performance der Switch und ihrer Spiele lässt aber auch arg zu wünschen übrig. Wenn hier mache so tun, als würden die dafür angepassten Spiele alle schön flüssig laufen, hat wahrscheinlich keine Switch oder spielt nicht selber oft damit.

        Als Nintendo sagte, dass die Switch erst die Hälfte ihrer Lebenszeit erreicht hat, gab es viele, welche Unverständnis anhand der bereits jetzt bestehenden Performanceprobleme zeigten. Die Batterieleistung ist auch nicht sonderlich toll, steuerungstechnisch abseit Joycon-Drift ist sie auch nur Standardware.

        Die meisten PC-Spiele unterstützen ohnehin XInput und wer die Konsolenversionen diverser Strategiespiele probiert hat wird feststellen, dass manche Genre's einfach nicht gut mit Controllersteuerung harmonieren, egal ob angepasste Konsolenversionen oder nicht.

        Würde Nintendo einen Handheld mit der Performance des Steam-Decks bringen, dürfte man übrigens so einiges mehr zahlen. Das einzige, was ich bereue ist, nicht die günstigste Version der Switch zu reservieren und in diese dann selber ne 1TB+ SSD einzubauen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Korben06
        Um genauso einflussreich wie das iPhone zu sein, müsste es genauso neuartig, ja bahnbrechend sein wie das iPhone damals. Ist es aber nicht.
        Und: der Erfolg des Steam Decks hängt nur an der Software und am Preis.

        Jain.
        "zu schwach" -> es ist (viel) Leistungsfähiger als z.B. eine Switch, und viel mehr kann man heute in diesen Formfaktor nicht pressen, ohne deine beiden anderen Gegenargumente noch weiter in extreme zu treiben.
        "zu groß" -> siehe Switch, kleiner hat man eine andere Produktkategorie, größer hat man eben Laptops.
        "zu teuer" -> stimme ich zu

        Der Vorteil einer Switch z.B. (und anderer Konsolen/Handhelds) ist die Software (also die Spiele). Sie ist auf die Hardware zugeschnitten. Nicht nur was Perfomance angeht, sondern auch Bedienung. Um eine entsprechende Anpassung bei PC-Spielen zu erreichen (also Anpassungen speziell für die Hardwareklasse Steam Deck) wird es Jahre brauchen und entsprechende Anreize für die Entwickler. Der größte Anreiz hier ist wiederrum die Spieler- bzw. Kundenzahl. Und da beißt sich die Schlange in den Schwanz bzw. benötigt es Vetrauen der Entwickler in die Zukunft des Produkts (ich vermute genau das will Newell mit solchen Aussagen auch bewirken).
        Man bräuchte (jetzt) einen Halo-Titel für das Steam Deck für den Start. Etwa wie Alyx für VR (kam viel zu spät!) oder Breath of the Wild für die Switch. Da es ja aber um PC-Spiele geht, ist das ziemlich schwierig, könnte ich mir jedenfalls vorstellen.
        Außerdem scheinen sich viele PC-Spieler angesprochen zu fühlen, obwohl sie eigentlich gar nicht Zielgruppe sind und reden das Deck entsprechend klein. Für viele PC-Spieler ist mobiles Gaming gar nicht relevant bzw. sie erwarten von einer mobilen Lösung dann die Leistung wie von einem Desktop PC. Das funktioniert ja schon bei Laptops nicht, wie sollte es bei einem Steam Deck? An der Erwartungshaltung ist Valve aber auch ein bischen selber schuld.

        Alles in Allem wage ich es nicht eine Prognose über den Erfolg zu machen. Für mich stehen die Chancen 50:50.
        Angepasste Spiele wären nicht mehr wirklich "PC". Zwar könnte man sie genauso auf dem PC starten, wie jetzt herkömmliche PC-Spiele auf dem Steam-Deck, aber auch eine angepasste Steuerung bedeutet letztlich, dass es nur einer spezifischen Plattform gut spielbar ist. Solange x86-Handhelds-mit-Steam keine allgemein Gerätegruppe werden, steht das Steam Deck also tatsächlich alleine zwischen den Stühlen. Gegenüber PCs ziehen die oben genannten Einschränkungen, gegenüber der Switch der Mangel an angepasster Software. Und es ist zu teuer, um es einfach mal so zu kaufen.
      • Von Korben06
        Zitat von Dampfplauderer
        Erstaunlich schwer die Abmessungen von dem Brett aufzutreiben, aber von den Vergleichsbildern her ist das nochmal ~8cm breiter.
        Da kann man sich gleich einen gebrauchten Laptop + Joypad zulegen.
        Finde ich nicht, ein Laptop ist nochmal eine ganz andere Nummer. Dazu kommt noch das man den, wenn man keinen Tisch zur verfügung hat, z.B. in Bus und Bahn, auf den Beinen balancieren muss... Ich finde ein Laptop für wirklich mobiles Gamen eher unpraktisch. Dann schon eher sowas aus der Richtung Gameboy, PSP etc.

        Die Maße sind beim Steam Deck, verglichen mit der Switch, breiter, dicker und etwas schwerer, dafür etwas schmaler in der Höhe:
        Steam Deck: 298 mm x 117 mm x 49 mm / 669 g
        Switch (OLED): 242 mm x 102 mm x 13,9 mm / 421 g

        Und auch bei der Switch nimmt die Joycons für den Transport nicht ab, dafür gibts ja die Tragetasche.
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