Steam Deck: Vorerst keine Performance-Upgrades geplant [Update: Entwickler am Zug]

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Ein Steam Deck, auf dem der laufende Download von Grand Theft Auto 5 zu sehen ist.
Quelle: PC Games Hardware

Valve plant für das Steam Deck in absehbarer Zeit keine Performance-Upgrades. Die Weiterentwicklung soll sich auf andere Bereiche wie Akkulaufzeit und Display beschränken. Ergänzend werden die Entwickler stärker in die Pflicht gerufen.

Original-Artikel vom 16. Dezember 2022: Beim Steam Deck sind erst einmal keine Performance-Upgrades für eine Neuauflage geplant. Das sagt Pierre-Loup Griffais, ein Designer aus dem Valve-Team. "Ich denke, wir werden uns dafür entscheiden, das vorhandene Leistungsniveau noch etwas länger beizubehalten und eine Änderung des Leistungsniveaus nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn sich ein deutlicher Gewinn ergibt."

Das dürfte manchen Spielern nicht gefallen, da der SOC von AMD so manchen aktuellen Titel nicht flüssig darstellen kann. Das ist bei zwei Kernen und SMT bei 2,4 bis 3,5 GHz sowie 512 Shadereinheiten der RDNA-2-GPU kaum verwunderlich. Am Ende schränkt aber der mobile Charakter der Handheld-Konsole die Möglichkeiten stark ein. Es gibt sie allerdings, die etwas leistungsfähigeren Handhelds. Etwa das Aya Neo 2 mit Ryzen 7 6800U und Radeon 680M - und auf die wird verwiesen.

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"Die Tatsache, dass alle Steam Decks die gleichen Spiele abspielen können und dass wir ein Ziel haben, damit die Nutzer wissen, welche Leistung sie beim Spielen erwarten können, und damit die Entwickler wissen, worauf sie abzielen müssen... es ist sehr wertvoll, diese eine Spezifikation zu haben", so Griffais.

Und da spricht Griffais einen doch wichtigen Punkt an: Das Steam Deck wird wohl am Ende nicht für jedes Spiel gemacht sein und Entwickler haben aktuell ein sehr klares Ziel vor Augen, auf das sie hin optimieren können - ähnlich wie bei Konsolen. Änderungen an der Leistung können schnell zu einer Zweiklassengesellschaft führen.

Stattdessen will man Entwicklungszeit und Ressourcen in Bereiche stecken, die eher Vorteile für die Nutzer versprechen. Die Akkulaufzeit und das Display seien zwei dieser Dinge, in denen man Potenziale sieht. Die Switch bekam zum Beispiel ein OLED-Upgrade.

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Quelle: The Verge


Leistungsstärkeres Steam Deck ist "ein paar Jahre" entfernt

Update vom 09. März 2023: Valve hat seine Aussage erneuert, dass es "ein paar Jahre" entfernt ist. Designer Lawrence Yang unterstreicht im Interview mit Rock Paper Shotgun: Während der Erfolg des Steam Decks "uns noch mehr dazu gebracht hat, uns genau anzuschauen, was verbessert werden kann", dürfte "ein echtes Next-Gen-Deck mit einem deutlichen Leistungssprung erst in ein paar Jahren zu erwarten sein".

Offiziell unterstützt das Steam Deck im Moment rund 8.000 Spiele und Valve dürfte auch im Interesse der Nutzer daran gelegen sein. Stabilität zu bieten, sodass diese breite Basis nicht zusammenbricht. Denn auch bei Valve sind in der Vergangenheit Projekte unglücklich am R&D-Highway verendet. Spiele wie Returnal und WIld Hearts haben zwar so ihre Probleme mit der bereitgestellten Leistung, aber man wird sich zugunsten des Ökosystems wohl eher auf das große Ganze konzentrieren. Und vielleicht spornt es auch Entwickler an, wieder besser zu optimieren, denn Titel wie Elden Ring, Dead Space Remake oder Cyberpunk 2077 laufen vergleichsweise gut auf dem Steam Deck. Laut wird es keiner sagen, aber manch ein Spieler wird sich in den letzten Releases sicher die Frage gestellt haben, ob bei der Optimierung nicht gespart wurde.

"Ich glaube, dass das Deck das Potenzial hat, ein solides Ziel für die gesamte Generation zu sein", sagte Valve-Ingenieur Pierre-Loup Griffais gegenüber Rock Paper Shotgun, "aber die Arbeit, die damit verbunden ist, ist kniffliger als die typischen Deck-UX-Tweaks, die Entwickler für Spiele machen mussten, die bereits gut laufen."

Entwickler, die High-End-PC-Spiele entwickeln, die für das Steam-Deck skaliert werden können, werden auch "eine reibungslosere Leistung auf einer breiteren Palette von PCs ermöglichen und das Erlebnis für die gesamte Spielerbasis verbessern", so Griffais. Damit spricht er wohl das aus, was so manch ein Spieler mit Mittelklasse-Hardware denkt - insbesondere in Zeiten steigender Anschaffungskosten.

Quelle: Rock Paper Shotgun

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Die entsprechende Kernhardware ist einfach noch nicht fertig. Wenn Valve schon jetzt einen N2-SOC mit RDNA4, Zen5 und LP-HBM4 zur Hand hätten, dann würde ein Steam Deck II Sinn ergeben. Aktuell sind gerade mal N5-SOCs auf der nahen Roadmap, mit RDNA3, Zen4 und (LP)DDR5. Bis davon auch eine LowPower-Variante rauskommt wird es noch länger dauern.
        Meinst Du N3 statt N2 ?
        N2 könnte dann ja schon RDNA5,Zen6 und GDDR7+ sein.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Die entsprechende Kernhardware ist einfach noch nicht fertig. Wenn Valve schon jetzt einen N2-SOC mit RDNA4, Zen5 und LP-HBM4 zur Hand hätten, dann würde ein Steam Deck II Sinn ergeben. Aktuell sind gerade mal N5-SOCs auf der nahen Roadmap, mit RDNA3, Zen4 und (LP)DDR5. Bis davon auch eine LowPower-Variante rauskommt wird es noch länger dauern.
        Meinst Du N3 statt N2 ?
        N2 könnte dann ja schon RDNA5,Zen6 und GDDR7+ sein.
      • Von bonesai Freizeitschrauber(in)
        Zitat von soulstyle
        Waru sich daas wohl nicht lohnen tu?
        Zu wenige Kunden / Käufer?
        Man vergrault eher die Käufer und allein durch Software Updates wurde bei dem aktuellen Deck sooo viel an Leistung überhaupt erst zugänglich gemacht.... Und die triple AAA Gemeinde ist da vermutlich eh nicht erster Käufer. Ob die Nintendo Games dann mit 60 oder 120fps emuliert werden ist ja auch egal
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Waru sich daas wohl nicht lohnen tu?
        Zu wenige Kunden / Käufer?
      • Von bonesai Freizeitschrauber(in)
        Zitat

        Das ist bei zwei Kernen und SMT bei 2,4 bis 3,5 GHz sowie 512 Shadereinheiten der RDNA-2-GPU kaum verwunderlich.
        Wäre es tatsächlich nicht, gut das das Steamdeck 4 Kerne und 8 Threads mit SMT hat
      • Von ebastler Volt-Modder(in)
        Zitat von theGucky
        Aber mit mind 35W wäre die viel zu hoch angesetzt. Die APU des Steamdecks liegt nur bei 15W.
        Meine 6850U darf auch auf 35W boosten, lässt sich aber problemlos auf 12W drosseln - und ist so oder so schneller als das deck. Sehe keinen Grund warum keine Phoenix in ein Steam Deck oder ähnliches Gerät kommen soll. Die 6800U Handhelds zeigen ja dass es geht und schneller als die Custom APU des Decks sein kann.
      Direkt zum Diskussionsende
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