DayZ-Alternative State of Decay: Xbox 360 Review - Usertest von shinobi2611

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State of Decay von Undead Labs möchte auch ein Stück vom Zombie-Survival-Kuchen abhaben. Ob Undead Labs dieses Stück verdient hat, wird euch mein Review zur Xbox360 Version verraten.

Hinweis der Redaktion: Der folgende Artikel wurde von einem PCGHX-User, und nicht von der Redaktion geschrieben. Wenn Sie selbst Interesse haben, einen Userartikel zu verfassen, dann empfehlen wir Ihnen unsere Anleitung: So werden Sie Autor auf PCGH.de.

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State of Decay (SoD) ist ein Zombie-Survival-Endzeit-Game von Undead Labs. Das Spiel will euch vermitteln, was es heißt, in der Gruppe zu überleben, sich fieser Zombies zu erwehren und nebenbei Ressourcen für seine Heimatbasis zu beschaffen und diese aufzubauen. Es erinnert an die Serie "The Walking Dead" und an den ArmA 2 Mod "Day Z"; ob es natürlich auch an die beiden Erfolge anknüpft oder ob man das Spiel nicht vielleicht doch den Zombies selbst überlässt, wird sich aufklären.

State of Decay: Die Story

Es ist schnell erklärt: Markus (der Spieler) und sein Freund Ed kommen aus dem Urlaub in ihre Heimat zurück und müssen mit Entsetzen feststellen, dass sich in ihrer gewohnten Umgebung der wandelnde Horror breit gemacht hat. Ab jetzt heißt es für die beiden Freunde nur noch zu überleben.

State of Decay: Der Kampf beginnt und das ziemlich schnell

Das Spiel fackelt nicht lange und hetzt euch gleich zu Beginn mehrere Zombies auf den Hals. Durch kurze Einblendungen wird euch schnell noch erklärt, wie ihr die nahende Bedrohung ausschaltet. Ist dies geschafft, wird es Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. In der provisorischen Behausung angekommen, lernt ihr ein paar andere Überlebende kennen, die euch sogleich auffordern, die Gegend rund um die Basis zu erkunden und nach Nahrung und Waffen zu suchen. Um sich eine bessere Übersicht zu verschaffen, klettert ihr einen Wasserspeicher hinauf und markiert euch vermeintliche Fundorte. Diese ersten Erfahrungen im Waldgebiet dienen als Tutorial und machen euch mit den wichtigsten Funktionen vertraut, die ihr für den späteren Spielverlauf dringend benötigt.

State of Decay: Zeit, sich auf die Socken zu machen

Nach einem Angriff auf eure Basis wird schnell klar, dass ihr euch mit den restlichen Überlebenden in Sicherheit bringen müsst. Also schnappt man sich ein Auto, lädt alles Wichtige ein und fährt aus dem Waldgebiet. Ab hier beginnt das eigentliche Spiel.
In einem kleinen Ort angekommen, findet sich schnell eine Kirche, in der ihr ab jetzt eure neue Heimatbasis errichtet. Mittels Tagebuch könnt ihr dann Schlafplätze errichten, Werkstätten einrichten und eure Barrikaden verbessern. Jedoch braucht es hierfür erst mal Vertrauen gegenüber den anderen Überlebenden sowie Moral und Ressourcen. Euer Vertrauen und die Moral steigt, wenn ihr Quests erfüllt, Ressourcen sammelt und euren Mitüberlebenden helft. Da Markus der geborene Anführer ist, muss er sich nicht nur um den Basisausbau kümmern, sondern auch um den Unmut, der ab und an aufkommt unter den Überlebenden.

State of Decay: Sammeln und helfen

State of Decay überlässt euch viele Freiheiten, die ihr auch nach Herzenslust ausleben könnt. Zum einen könnt ihr die riesige Welt erkunden und Medizin, Waffen, Bezin und Baumaterialien sammeln, in dem ihr Häuser durchsucht und alles einpackt, was ihr findet. Wirklich alles? Nein, nicht alles, denn euer Inventar ist begrenzt und ihr müsst wirklich gut überlegen, was ihr mitnehmt. Eure Gefolgschaft braucht Medizin und Nahrung, die alle 24 Stunden (Ingame-Zeit) verbraucht wird. Auch müssen für die Basis genügend Baumaterialien vorhanden sein, damit evtl. neue Besucher nicht im Freien schlafen müssen und medizinisch behandelt werden können.

Habt ihr mehr gefunden, als ihr alleine tragen könnt, kann man per Funkspruch entweder einen Außenposten errichten oder Läufer schicken, die zum aktuellen Standort des Spielers kommen und den Rest an Ressourcen einsammeln. Hier ist auch eines der Probleme im Spiel. Die Läufer nehmen ihre Arbeit viel zu wörtlich und so kann es im späteren Verlauf durchaus passieren, dass diese bis ans andere Ende der Karte laufen und ggf. von Zombies attackiert werden.

Zum anderen müsst ihr euch auch auf die Suche nach neuen Überlebenden begeben und ihnen helfen. Dies passiert meist über Funksprüche. Hier gilt es aber, sich zu beeilen. Denn viele Quests "beenden" sich nach einer Weile selbst. Sei es, weil der Überlebende nicht mehr warten will oder weil er von den Zombies überrannt worden ist. Dies spiegelt sich dann in eurem Vertrauen und eurer Moral wieder, was nicht gut ist, da euch sonst eure Freunde nicht mehr vertrauen. All das kann auch in der Heimatbasis passieren, indem ihr hin und wieder zurückgerufen werdet, weil einer entweder Hilfe braucht oder die anderen in Reibereien verwickelt sind. Somit müsst ihr auch untereinander die Wogen glätten, damit eure Moral und das Vertrauen ständig gut ist.

Ein weiterer Aspekt des Spiels ist es, seine Basis auf Vordermann zu bringen. Mit den Baumaterialien kann man seine Schlafplätze erweitern, Werkstätten errichten, Barrikaden ausbauen, Krankenstationen errichten oder diese upgraden.
Man kann auch komplett in ein neues Versteck umziehen, sofern man die nötigen Anforderungen erfüllt.

State of Decay: Waffen

In der Welt von State of Decay gibt es viel zu entdecken, auch was die Hilfsmittel im Kampf gegen die Zombies betrifft. Diese reichen vom einfachen Handwerkszeug wie Hammer, Axt und Schraubenschlüssel bis hin zur Pistole, Schrotflinte und Maschinengewehr. Doch auch hier ist sparen angesagt. Die Waffen nutzen sich mit der Zeit ab und müssen repariert werden; außerdem gibt es nicht viel Muniton und jede Feuerwaffe braucht andere Munition.

State of Decay: Die Zombies

In State of Decay gibt es unterschiedliche Arten von Zombies. Es gibt die "normalen" Zombies, die einfach nur umherwandern und bei Sichtung des Spieler auf einen zu rennen (ja, richtig, diese rennen auf einen zu). Dann gibt es noch Zombiehorden bestehend aus einem Dutzend unterschiedlicher Zombies. Auch sogenannte "Bosse" gibt es. Da wäre der "Juggernaut", ein dicker, großer Zombie, der sehr an L4D erinnert und auch eine Menge aushält. Dann gibt es "SWAT Zombies", die gepanzert sind und nicht mit Schußwaffen erlegt werden können. "Stinker" platzen förmlich in der Nähe des Spielers und verteilen damit eine Art von Gas, die dem Spieler schnell zum Verhängnis wird. "Kreischer" sind zwar einfach zu töten, sollte dieser aber einem zu nahe kommen, schreit er so, dass der Spieler kurzzeitig kampfunfähig wird.

Bei allen Arten von Zombies sollte Vorsicht oberste Priorität sein. Sie mögen laute Geräusche und folgen diesen bis zu ihrem Ursprung zurück, was für den Spieler bei einer Zombiehorde schnell tödlich enden kann. Auch sollte man vermeiden, sich mit mehreren Zombies anzulegen. In der Spielwelt gibt es auch "Infektionsherde", diese sollten mit Vorrang ausgelöscht werden, da sonst eure Basis überrannt wird.

State of Decay: Des Spielers Tod

Stirbt man einmal in State of Decay, dann ist das endgültig zumindest für diesen Charakter. Man erwacht nicht etwa wie in anderen Spielen wieder in der Basis, sondern man fängt als ein neuer Überlebender wieder von vorne an. Für den Spieler heißt das zum einen, dass das Vertrauen zwischen Charakter und Überlebenden wieder erarbeitet werden muss. Das Vertrauen ist wichtig, da man sich sonst nichts von den Vorräten nehmen darf. Zum anderen sollte man schleunigst zu seinem getöteten letzten Charakter kommen, um dort den Rucksack mit seiner Ausrüstung zu erhaschen. Dies erinnert ein wenig an ZombieU für die Wii U.

Der Tod kann einem aber auch ereilen, wenn man nicht auf sich achtet. Ist man zu lange damit beschäftigt, Ressourcen zu sammeln, wird der Charakter müde, das spiegelt sich wiederum in eurer Ausdauer und Lebensenergie wieder, die immer mehr sinkt. Je weniger Ausdauer ihr habt, um so weniger effektive Schläge könnt ihr austeilen. Ist die Ausdauer weg, werdet ihr langsam und somit ein gefundenes Fressen für allerlei Zombiemeuten. Man sollte also stetig darauf achten, dass der Charakter fit bleibt; ist er zu müde oder verletzt, sollte man evtl. die Arbeit mit einem anderen Charakter fortsetzen. Die passiert, in dem ihr mit einen Überlebenden redet, dann übernehmt ihr diesen Charakter und das Abenteuer kann weitergehen. Allerdings müsst ihr diesen Charakter neu ausrüsten oder aber ihr hinterlegt den Rucksack eures "alten" Charakters im Versorgungsspind.

State of Decay: Mit dem Kopf durch die Wand

Kommen wir zu den Nachteilen und Bugs im Spiel. Es kann durchaus öfters vorkommen, dass vermeintlich sichere Häuser plötzlich wieder von Zombies übersät sind. Nicht, weil diese die Türen und Fenster einschlagen, nein, etwa weil es ab und an zu massiven Clipping-Fehler kommt und die Zombies einfach durch die Wand laufen oder im Boden stecken bleiben. Auch ist die Grafik nicht all zu hübsch, das ist aber der alten Hardware der Xbox 360 anzulasten. Die Grafik dient ihrem Zweck. Alles ist detailverliebt gestaltet und lädt zum Erkunden ein. Es gibt aber auch unschöne Objekt-Popups oder aber des Öfteren matschige Texturen.

Auch trüben die Autos den Überlebenskampf oder den Realismus. Wo auf einer Seite an Waffen und Munition gespart wird, ist auf der anderen Seite unendlich viel Benzin in den Autos. Auch ist das Kampfsystem nicht perfekt. Es kommt oft vor, dass ihr daneben schlagt oder die Waffen mehr als unpräzise sind. In einem Kampf mit mehreren Zombies ist das mehr als uneffektiv, auch dann, wenn euch die Puste plötzlich ausgeht oder die Waffe kaputt geht.

Solche Sachen kommen aber eher selten vor und trotz allem macht State of Decay ein gute Figur, zwar nicht die hübscheste, aber sie ist gut. Es wurde auch bereits ein umfangreicher Patch angekündigt, der vieles verbessert und auch neue Features hinzufügen wird. Dieser sollte nächste Woche erscheinen und auch gleich in der PC-Version bei Release Verwendung finden.

State of Decay: Fazit

Mit State of Decay hat Undead Labs ein richtig gutes Survival-Spiel abgeliefert, das den Spieler mit immer neuen Aufgaben in seinen Bann zieht. Die Mischung aus Aufbau, Strategie, Kampf und Rollenspiel geht wunderbar auf, auch wenn mir die Überlebenden etwas zu brav sind (alle sind freundlich und es gibt keine feindlichen Lager). Über die Grafik kann ich getrost hinwegsehen, auch über die teilweise lustigen Clipping-Fehler. Der Preis von knapp 12 Euro (1200 MS Points) ist für das Spiel mehr als angemessen, dafür bekommt man auch eine Menge geboten. Leider fehlt ein Multiplayer Part, der hoffentlich noch nachgereicht wird.

Auch können die Deutschen aufatmen, denn das Spiel ist komplett ungeschnitten, lediglich Untertitel und Menüführung sind auf Deutsch. Sollte Undead Labs für die PC-Version (Anmerkung der Redaktion: die PC-Version von State of Decay soll bald folgen) die Grafik noch ein wenig aufhübschen und manche Bugs noch entfernen, steht ein richtiger Indie-Hit für den PC ins Haus, der "Day Z" mächtig Konkurrenz machen wird.

Bildergalerie

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Thilo Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von lol2k
        Mal am Rande:

        Das Spiel hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, aber als DayZ-Alternative kann es nicht gehandelt werden. Immerhin handelt es sich bei dem Arma2 Mod um eine Simulation und dies merkt man dem Mod an allen Ecken und Kanten an.
        Auch wenn ein DayZ im Titel mehr Klicks bringt- es führt zu einer falschen Annahme.
        Das war mein Fehler und nicht der von shinobi
      • Von PCGH_Thilo Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von lol2k
        Mal am Rande:

        Das Spiel hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, aber als DayZ-Alternative kann es nicht gehandelt werden. Immerhin handelt es sich bei dem Arma2 Mod um eine Simulation und dies merkt man dem Mod an allen Ecken und Kanten an.
        Auch wenn ein DayZ im Titel mehr Klicks bringt- es führt zu einer falschen Annahme.
        Das war mein Fehler und nicht der von shinobi
      • Von lol2k BIOS-Overclocker(in)
        Mal am Rande:

        Das Spiel hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, aber als DayZ-Alternative kann es nicht gehandelt werden. Immerhin handelt es sich bei dem Arma2 Mod um eine Simulation und dies merkt man dem Mod an allen Ecken und Kanten an.
        Auch wenn ein DayZ im Titel mehr Klicks bringt- es führt zu einer falschen Annahme.

        Zur Usernews selbst:

        Ausführlich und nachvollziehbar beschrieben, da bekommt man Laune auf mehr!
      • Von shinobi2611 Freizeitschrauber(in)
        Kreuzigt mich nicht gleich wieder wie beim letzten mal

        Ich habe leider, da noch nicht erhältlich, die PC Version von State of Decay aber so wisst ihr zumindest was euch erwartet wenn es denn soweit ist
      Direkt zum Diskussionsende
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