Strange New Worlds: Produzent erklärt groben Kanonfehler im bald fortgesetzten Star Trek
In Star Trek: Strange New Worlds gibt es einen groben Kanonfehler. Laut Executive Producer Akiva Goldsman traf man die Entscheidung bewusst.
In den Live-Action-Serien des Star-Trek-Universums hatten die Gorn vor Strange New Worlds lediglich zwei Auftritte. Neu interpretiert wurden sie bereits im Enterprise-Zweiteiler "Die dunkle Seite des Spiegels" aus dem Jahr 2005. Damals versuchte ein CGI-animierter Gorn, die Übernahme der aus der Zukunft des Hauptuniversums stammenden U.S.S. Defiant NCC-1764 durch die Crew der zerstörten NX-01 aus dem Spiegeluniversum zu verhindern. Der Echsenmensch war bereits agiler als die aus der Originalserie bekannte Version, aber durchaus noch als Gorn zu erkennen.
Der Gorn aus der Originalserie hat Kultstatus. James T. Kirk begegnet ihm in der Episode "Ganz neue Dimensionen" aus der ersten Staffel. Darin zerstören die Gorn den föderierten Außenposten Cestus III. Sie greifen erneut an, als die Enterprise den Vorfall untersucht, woraufhin Kirk die Verfolgung aufnimmt.
Plötzlich treten die Metronen auf den Plan. Sie reagieren ungehalten über das aggressive Gebaren in ihrem Raum und versetzen die Kapitäne beider Schiffe auf einen bewohnbaren Asteroiden. Dort findet man Materialien zum Bau primitiver Waffen, aber auch Chemikalien zur Herstellung rudimentären Schießpulvers. Beide sollen auf dem Asteroiden einen Kampf um Leben und Tod ausfechten: Das Raumschiff des Verlierers werde man vernichten.
Kirk verletzt den sehr starken, aber trägen Gorn zum Ende der Episode schwer, weigert sich jedoch, zum Todesstoß auszuholen. Kirks Weigerung imponiert den Metronen sehr. Sie entlassen beide wieder in die Freiheit. Keines der beiden Schiffe wird zerstört, der Menschheit sogar ein gewisses Potenzial nachgesagt. Vielleicht sei man in ein paar Tausend Jahren für eine neuerliche Kontaktaufnahme bereit.
Umgestaltet zum Monster
Der Gorn wird in der Folge zwar als aggressiv dargestellt, aber nicht als Abscheulichkeit. Doch das ist in Strange New Worlds der Fall. Dort sind die Gorn grausame Monster, die Mitglieder anderer Spezies ermorden, indem die Echsen ihre Eier darin ablegen. Sie werden dort auch als flink wie eine Raubkatze in Szene gesetzt.
Man weiß auch schon überraschend viel über die Gorn, obwohl die Originalserie, die ein gutes Jahrzehnt später als Strange New Worlds spielt, sie als wenig bekannt darstellt. Laut Akiva Goldsman, einer der Produzenten von Strange New Worlds, entschied man sich bewusst für eine Neuinterpretation der Spezies.
Er ist laut Trekmovie froh, diese Möglichkeit ergriffen zu haben. So gehe es in Star Trek allzu oft darum, dass man seine Empathie nutzt und Gemeinsamkeiten in anderen Spezies erkennt. "Und das ist großartig, aber das bedeutet nicht, dass es kein echtes Böses in der Welt gibt. Was wir also mit den Gorn machen wollten, war, euch ein Monster zu geben, und zwar ein Monster, das zumindest auf den ersten Blick unausrottbar schien."
Wann geht es weiter?
Auch in der dritten Staffel von Star Trek: Strange New Worlds werden die Gorn wieder eine Rolle spielen. Sie läuft ab dem 17. Juli bei Paramount Plus, wobei zum Startschuss gleich zwei Folgen an einem Tag erscheinen. Erfahrungsgemäß starten die Folgen nur einen Tag später in Deutschland. Auch eine vierte Staffel findet sich schon in der Pipeline, diese hat aber noch keinen Release-Termin.
Season 5 ist ebenfalls beschlossene Sache. Sie wird jedoch auf von zehn auf sechs Episoden gekürzt und die letzte der ganzen Serie sein. Es wird gemunkelt, dass Skydance, die Paramount gerade übernehmen, kein großes Interesse an einer Fortsetzung des Franchise in Serienformat haben. Es soll für die erreichten Zuschauerzahlen schlicht zu viel Geld kosten. Unabhängig davon laufen die Verträge der aktuellen Verantwortlichen um Alex Kurtzman im Jahr 2026 aus.

Seit dem Film-Reboot mit alternativen Timelines gibt es keinen Kanon mehr.
Schlimmer noch, jedenfalls in den neueren Filmen, es wird auf technologische Entwicklungen geschi**ssen!
Beamen über Lichtjahre hinweg, oder durch Schilde?
No Problem im 22. Jahrhundert, im 24. aber immer noch nicht möglich...