Mit der Lizenz zum Beamen: Höhen und Tiefen der Star-Trek-Videospiele [Update mit Elite Force und ST The Video Game]
Mit bisher elf Filmen und fünf TV-Serien bei über 700 Episoden schrieb Star Trek nicht nur Kino- und TV-Geschichte am Fließband, sondern bot auch Spiele-Entwicklern allerlei Stoff zur Umsetzung. Dabei bewies Star Trek mehr als einmal, dass eine gute Lizenz noch lange kein gutes Spiel ausmacht. Wir haben die Star-Trek-Titel noch einmal Revue passieren lassen und präsentieren Ihnen das Beste und das Schlechteste aus Gene Roddenberrys Universum.
Aus aktuellem Anlass haben wir unser Retro-Special auf den aktuellen Stand gebracht. Star Trek The Videogame ist im Handel und der Film "Into Darkness" steht vor der Tür. Grund genug, den aktuellen Stand der Dinge noch einmal Revue passieren zu lassen. Für alle Fans haben wir auch zwei Videos mit im Artikel untergebracht. ST Voyager Elite Force dürfte zu den besten Star-Trek-Umsetzungen überhaupt zählen.
Wer sich mit dem Star-Trek-Franchise messen will, der muss schweres Geschütze auffahren. Rechnet man die von Star-Trek-Erfinder Gene Roddenberry aus dem "Kanon" gestrichene Zeichentrickserie hinzu, bringt es das inzwischen über 45 Jahre alte Franchise auf 11 Kinofilme und sechs Serien mit insgesamt 726 Episoden. Das Star-Wars-Universum ist da mit seinen sechs Leinwandauftritten und seichten Trickserien vergleichsweise dünn besetzt. Im Bereich der Lizenz-Produkte konkurrieren beide Universen jedoch auf Augenhöhe. Sowohl Star Trek wie auch Star Wars bilden die Grundlage für hunderte Romane und dutzende Videospiele. Hinsichtlich der Produktqualität gelten Star Trek-Spiele ihrem Pendant aus George Lucas' Universum jedoch allgemein als unterlegen.
Tatsächlich haben sich die Lizenznehmer mit Star Trek-Titeln speziell in den letzten Jahren nicht immer mit Ruhm bekleckert. Man denke etwa an das groß angekündigte Star Trek Legacy, das sich anschickte, alle fünf Captains und Raumer aus drei Jahrhunderten Star Trek in einer epischen Geschichte samt innovativem Gameplay zusammenzubringen. Bethesda konnte zwar alle fünf Darsteller inklusive William Shatner werbewirksam für Sprachaufnahmen gewinnen, scheiterten jedoch kläglich an der Umsetzung. Heraus kam ein allzu eilig entwickelter Klick-Simulator ohne taktische Tiefe. Solchen Lizenzgurken stehen jedoch vor allem ältere Titel wie Star Trek Voyager Elite Force gegenüber, die noch heute einen hohen Wiederspielwert besitzen. Der gelungene Shooter versetzte Star Trek-Fans im Jahr 2000 an Bord einer detailliert nachempfundenen U.S.S. Voyager, die es innerhalb einer Weltraumfalle unter anderem vor Klingonen, Terranern aus dem Spiegeluniversum und Hirogen zu verteidigen galt. Wer sich mit Shootern schwer tut, konnte sich um die Jahrtausendwende - also der Blütezeit der Star-Trek-Entwicklungen - beispielsweise in Star Trek Armada oder Klingon Academy als Stratege respektive Pilot austoben.
Seit Activision und Interplay nicht mehr über die nötige Lizenz verfügen, haben Star-Trek-Titel deutlich abgebaut. Einzig Star Trek Online leuchtet als solider und einigermaßen facettenreicher Titel aus der ansonsten trüben Einheitsmasse wie ein Leuchtfeuer, ist aufgrund des Online-Charakters jedoch nicht jedermanns Sache. Loben muss man Entwickler Cryptic für die Free-2-Play-Umsetzung von Star Trek Online, die auch ohne Zahlungsmittel sehr fair mit dem Spieler umgeht. Große Hoffnungen ruhten auch auf Star Trek The Video Game, das bei Digital Extremes, den Machern von Bioshock 2, in der Entwicklung war und jüngst erschienen ist. Der in J.J. Abrams Paralleluniversum spielende Koop-Shooter wurde mit einer Handlung von erfahrenen Autoren versehen, überzeugte aber nicht. Trotz einiger guter Ansätze, ist es vor allem das Gameplay, das für Kopfzerbrechen sorgt. Optisch noch vertretbar, sieht man einer unmodifizierten Unreal Engine 3 aber an, dass sie nicht mehr ganz taufrisch ist. Bleibt zu hoffen, dass der Kinofilm "Into Darkness" für mehr Begeisterung sorgt.
In der Galerie: Mit der Lizenz zum Beamen - Die Höhen und Tiefen der Star-Trek-Videospiele

Bin mir ziemlich sicher, dass das Bild, welches angeblich 25th Ann. zeigt, in Wirklichkeit "Judgement Rites" darstellt. Da fliegt gleich am Anfang ne Constitution in ähnlicher Art in die Luft. Kann mich aber auch irren, ist ja schon etwas her.
Außerdem hat sich bei Bridge Commander ein Schreibfehlerchen eingeschlichen. Es soll (so hoffe ich) abwechslungsreich und nicht abwechslungsreif heißen, oder? Aber genug gepickt.
Star Trek 25th Anniversary ist ein PONIT and Klick Adventure? ^^
ich freue mich auf das star trek spiel 2013. coop macht immer noch am meisten spaß
Starfleet Academy habe ich etliche Male durchgespielt. Schön zu hören, dass es auch auf Win 7 läuft. Bridge Commander habe ich auch noch im Schrank. Vor einigen Jahren "für 'n Appel und 'n Ei" auf einem Flohmarkt erstanden. Ich wusste ja gar nicht, dass es ein Sammlerstück ist?
Bei STO bin ich auch immer mal wieder aktiv aber irgendwie geht mir manchmal die Motivation ab. Und der "Gummiband-Effekt" der das Spiel plagt (10 Schritte vor - 8 zurück) hat bei den Bodenmissionen den Frustfaktor für mich doch sehr erhöht.