[VIDEO-UPDATE] Kerbal Space Program und eine Ode an die Faszination des Weltraums - Special von skysnake
Die Weltraumsimulation Kerbal Space Program ist wahrscheinlich vielen noch kein Begriff, aber viele derjenigen, die es kennen, sind in ihren Bann gezogen und fasziniert vom Spielprinzip. Woch woran liegt das? Was macht diese Faszination aus?
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Update vom 05.07.2013:
Hinweis der Redaktion: Passend zur Vorstellung von skysnake haben wir auch ein Video zu Kerbal Space Programm gemacht, das hoffentlich die Faszination des Spiels rüberbringt. Kerbal Space Program begleitet ein Raumfahrtprogramm wie aus den Sechzigern - für die kleinen grünen Männchen namens Kerbals können wir verschiedene Raketen zusammenstöpseln und es mit etwas Glück ins Weltall schaffen, und das sowohl physikalisch korrekt als auch überraschend unterhaltsam. Mit Jazz, enttäuschten Kerbals und einigen grandiosen Fehlstarts machen wir uns auf ins Weltraumzeitalter. Mehr oder minder erfolgreich.
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Originalartikel vom 17.06.2013:
"Space, the final frontier, these are the voyages of the starship Enterprise..
Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200, die sind die Abenteuer des Raumschiffs-Enterprise..."
Bereits die ersten vier Worte hätten wohl für Millionen von Menschen ausgereicht, um zu zeigen, worum es geht. Raumschiff Enterprise und seine faszinierende Reise durch den Weltraum. Aber dies soll ja heute nicht das Thema sein. Genau so wenig wie es um
"A long time ago in a galaxy far, far away....
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie..."
also Star Wars geht. Aber warum starte ich dann diesen Artikel mit den beiden großen Weltraumklassikern der 60er- und 70er-Jahre? Ganz einfach. Sie sind ein Ausdruck des damaligen Lebensgefühls, ja der grenzenlosen Möglichkeiten von Visionen und d
Quelle: en.wikipedia.org
Kerbal Space Program und eine Ode an die Faszination des Weltraums (42)
iese in die Tat umzusetzen.
Welch großartigen Spiele-Klassiker brachte uns dieser Geist, diese Visionen? Space Invaders, X-Wing, Tie-Fighter, Jedi-Knight, Wing Commander, Elite Force und noch viele viele mehr. Alles große Spiele, die ganze Generationen von Spielern hinter den Monitor gebannt haben, aber eben alles Klassiker, die dem letzten Jahrtausend entspringen. Heutzutage ist nur noch wenig von der atemberaumenden Faszination zu spüren, die solche Filme und Spiele den Menschen brachten. Heute schicken wir Sonden zum Mars und erkunden diesen, streiten darüber, ob Cassini-Huygens nun das Sonnensystem bereits verlassen hat oder nicht, haben Quantenteleportation nachgewiesen und rufen Pseudowissenschaftler auf den Plan, die uns erzählen wollen, im CERN würde man gefährliche schwarze Löcher erzeugen.
Der Weltraum und auch das, was unsere Welt im Innersten zusammenhält, wurde vermessen, gewogen und in Formeln gepresst und somit vieler seiner Mysterien beraubt. Mysterien, die bereits die alten Ägypter, Azteken, Inkas und noch viele andere Hochkulturen dieser Welt zu jeweils unglaublichen Leistungen ihrer Zeit antrieben. Und selbst in unseren Breiten gibt es mit der Himmelsscheibe von Nebra atemberaubende Zeugnisse der Verbindung zwischen Mensch und "Himmel".
Ja, der Mensch war schon immer fasziniert davon, was am Firmament geschieht, man könnte schon fast sagen: "Es liegt dem Menschen im Blut", und so ist es auch kaum verwunderlich, dass John F. Kennedy im Angesicht des Ost-West-Konflikts, der die Menschheit mehrfach an den Rand des Untergangs führte, eben genau diesen Weltraum mit dem Mond als unseren dauerhaften Begleiter, als Schauplatz für die finale Auseinandersetzung zwischen den Systemen wählte.
"No nation which expects to be the leader of other nations can expect to stay behind in this race for space. ... We choose to go to the moon. We choose to go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard, because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to postpone, and one which we intend to win, and the others, too.
http://en.wikisource.org/wiki/We_choose_to_go_to_the_moon"
[YT]Ateh7hnEnik[/YT]
Dies sind wohl Worte, die über Generationen hinweg die Menschen fesseln und begeistern. Sowohl in der Vergangenheit, als Raumfahrt noch ein gewagtes Abenteuer war, als auch heute, in der Raumfahrt, wenn auch extrem teuer, dem "Pauschaltourismus" seine Tore öffnet. Genau diese Begeisterung und Fazination, der sich auch Firmen wie Axe und McDonalds zu
Quelle: Skysnake
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letzt zunutze gemacht haben, als auch die Spieleindustrie schon oft als Inspiration nutzte. Egal ob Star Wars, Mass Effect oder Freelancer, eine Gemeinsamkeit hatten all diese Spiele. Wir bewegten uns immer in hypermodernen Raumfahrzeugen, die uns mehr oder weniger sicher durch die Weiten des Weltraums beförderten. Nie zuvor hatte sich ein PC-Spiel allerdings an die kühne Vision gewagt, die JFK am 12.09.1962, mit obiger Rede an der Rice University, aufzeigte und eine ganze Nation, ja die ganze Welt beflügelte.
Mit Kerbal Space Program ändert sich dies nun. Die Entwickler von Squad wagen es, die Idee hinter dieser kühnen Vision, den Weltraum zu erobern, in ihrem Sandboxspiel Kerbal Space Program aufzugreifen, welches getreu dem Motto "nicht weil es einfach ist, sondern weil es schwierig ist", auch wirklich eine Herausforderung darstellt, die von vielen Rückschlägen und kleinen Schritten geprägt ist, die unendlichen Weiten eines fiktiven unerforschten Weltraums zu erobern.
Quelle: Skysnake
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Quelle: Skysnake
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Quelle: Skysnake
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So beginnt der Spieler im Prinzip auch mit nicht viel mehr als einem Raumbahnhof, einer überschaubaren Auswahl an Bauteilen und der absoluten Freiheit, die Nation von Kerbins in neue Welten zu führen. Egal ob kleine Raumsonde oder gewaltige Raumstation: Dem Spieler steht von Anfang an frei, alles zu tun, oder eben auch zu lassen, was ihm in den Sinn kommt. Er kann sich alles vornehmen, zu dem sein Verstand in der Lage ist! Ob das jetzt der erste Satellit im Raum, die erste Sonde auf einem Mond oder gar die Raumstation um einen anderen Planeten ist, ist völlig egal. Er "kann" alles angehen UND! auch schaffen. Mit Blick auf JFKs Vision werden aber auch wir bei all zu hochtrabende Zielen zunächst schnell bitterlichst enttäuscht. Es ist eben nicht einfach, sondern muss sich erarbeitet werden. Man besinnt sich daher doch schnell auf einfachere Ziele, wie dem Erreichen eines stabilen Orbits um den Heimatplaneten Namens Kerbin.
Das mag jetzt auf den ersten Blick nicht berauschend, geschweige denn spannend klingen, das Gefühl, "etwas erreicht zu haben", ist aber Belohnung und Ansporn in Hülle und Fülle. Dadurch, das man sich wirklich alles erkämpfen muss, und nur durch sein "Können" und sein "Wissen" limitiert ist, lässt eine stetige Lern- und Erfolgskurve entstehen. Bisher ist in der fiktiven Welt der Kerbins ja ALLES Neuland und ein Schritt in die Zukunft. Da man "zusammen" mit seinen Kerbins auch immer etwas Neues schafft, werden Rückschläge auch selten als echte Rückschläge empfunden. Man hat immer das Gefühl, etwas mehr erreicht zu haben als zuvor, und das ist doch eine Leistung, nicht wahr? Die Amerikaner haben immerhin auch nicht direkt die erste Rakete in den Weltraum geschossen, sondern über Jahre hinweg viele harte Rückschläge einstecken müssen, aber dennoch nicht aufgegeben, da es eben eine Vision gab!
Ein perfektes Beispiel hierfür ist auch der Bericht von EvilMonk aus dem Sammelthread im Forum, in dem eine ergeizige Weltraummission zunächst scheiterte, dann aber durch beherztes Eingreifen und viel Kreativität am Ende doch noch ein voller Erfolg wurde. Es ist eben nicht so, das man bei einem "Fehlschlag" aufgeben muss, nein, man hat die Freiheit des eigenen Geistes, am Ende doch noch sein Ziel zu erreichen.
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So ist es am Ende kein Wunder, dass selbst die Betaversion des bei Weitem nicht fertigen Spiels mit schlichter Grafik so manchen Spieler mehr in den Bann zieht, als die neuesten AAA-Titel mit Bombastgrafik. Es ist einfach der Reiz des Unbekannten, des Neuen, ja des Einzigartigen, was so noch nie erreicht wurde, wobei der offene Modcharakter einem wahrhaftig unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet.
Ich hoffe, ich konnte denjenigen, die Kerbal Space Program bisher noch nicht kennen, einen kleinen Einblick in die Faszination dieses Spieles vermitteln. Einer Faszination, die viele heutige Spiele leider trotz Millionen-Dollar-Budgets vermissen lassen. Eine Vision ist eben oft mehr Wert als alles Geld dieser Welt. Und da das Beste immer zum Schluss kommt, hier der Link zur kostenlosen Demo, mit der ihr euch selbst einen Eindruck vom Spiel verschaffen könnt. Für Diskussionen und Fragen empfiehlt sich auch der Sammelthread zu Kerbal Space Program im Forum von PCGH Extreme.

Hab gerade wohl auch garnicht gemerkt, dass ich gar nicht in dem drin bin
http://extreme.pcgameshar...
Wie wärs mit nem Sammelthread?