Electronic Arts: Die besten und schlechtesten Spiele des Publishers bis heute [Artikel der Woche]
Unter jüngeren Spielern genießt Electronic Arts vermutlich nicht den besten Ruf, was für einen Marktführer im Allgemeinen nicht ungewöhnlich ist. Aktuell macht EA immer wieder wegen seines Projektes Origin von sich reden. Das Sammeln von Daten mithilfe des Dienstes ist bei vielen höchst unbeliebt. Doch Electronic Arts, kurz auch EA genannt, ist bereits seit 1982 am Markt und Pionier für viele bekannte Spiele und -Serien. Wir stellen die Tops und Flops kompakt vor.
Electronic Arts wird bereits 1982 von Trip Hawkins gegründet und verdient sein Geld zu Beginn mit reinen Publisher-Aktivitäten im Heimcomputer-Bereich (beispielsweise Archon, MULE, Seven Cities of Gold, Bard's Tale). Ende der 80er-Jahre beginnt man, die ersten Spiele mit eigenen Studios zu entwickeln, die für den Videospielemarkt gedacht sind. Das erste Spiel überhaupt ist Skate or Die! aus dem Jahre 1987. EA erarbeitet sich den Ruf, Designer und Entwicklerstudios zu respektieren und zu fördern. Entsprechend viele Studioübernahmen folgen, bis heute sind es 31 Firmen oder Studios (darunter Origin, Bullfrog, Novalogic, Accolade, Maxis, Westwood, Black Box Games, Criterion, Mythic, Pandemic, DICE oder Phenomic). Einige der Studios werden auch wieder geschlossen, darunter Origin, Bullfrog und Pandemic.
Das ändert sich aber spätestens in der Phase, als EA durch Zukäufe und entsprechende Management-Praktiken aggressiv wächst. Legendär sind die Übernahme von Origin und die folgenden Spiele der Ultima-Serie, Pagan und Ascension. Origin-Gründer Richard Garriot lässt es sich zu der Zeit nicht nehmen, die seiner Ansicht nach zu kurze Entwicklungszeit unter der Führung von EA anzuprangern. EA wird zwar immer größer und baut immer mehr bekannte Marken auf (darunter Need for Speed, Die Sims, Battlefield, Commander & Conquer, Medal of Honor, EA Sports allgemein) auf, den Ruf der Firma hat das aber keinen guten Einfluss. Medienschelte gibt es unter anderem für den Versuch, Take 2 per feindlicher Übernahme einzuverleiben (bekanntlich scheitert dieses Ansinnen). Erst ein Umdenken seit 2008 sorgt dafür, dass das Ansehen wieder steigt. Nicht nur aus diesem Grunde ist EA zwischendurch als Publisher für id Software tätig, auch Valve-Produkte wie Left 4 Dead werden durch EA in den Handel gebracht. Zudem geht man wieder dazu über, Studios ihr Gesicht zu lassen: Zum Beispiel bei Bioware, DICE, Danger Close oder Visceral Games, das von EA Redwood Shores zurückbenannt wurde.
Nachdem der schwarze Peter zwischenzeitlich zu Activision Blizzard gewandert war und EA nicht mehr so scharf in der Kritik stand, hat man nun aber wieder wütenden Mob vor sich. Dieses Mal dreht es sich nicht mehr nur um das Ausschlachten von Marken und den gerne gebrachten Kapitalisten-Joker, sondern um das Projekt Origin. Der eigentlich clevere Schachzug: Man packt die bei den Spielern absehbar ungeliebte Software einfach zum Toptitel Battlefield 3 dazu, von dem ganz klar war, dass er wie warme Semmeln weggehen wird. Da Origin im Grunde nichts anderes wie Steam ist, hätte EA nach einigen Akzeptanzproblemen wohl die Kurve bekommen, doch schnell wurde klar, dass man gemäß EULA umfangreiche Datenschnüffelei zulässt, für die EA in die Kritik geriet (und später auch darauf reagierte durch EULA-Änderungen). Zudem fliegen die Origin-Spiele nach und nach bei Steam raus. Das Problem: EA verkauft DLCs nur über Origin und das gestattet Steam wiederum nicht. EA-PC-Spieler werden wohl um Origin nicht herumkommen: Der nächste Toptitel ist Mass Effect 3, der ohne Origin nicht laufen wird.
Doch all dies sind Nebenkriegsschauplätze. Wir wollen uns heute inhaltlich mit den EA-Spielen beschäftigen. Im Folgenden wollen wir Ihnen unserer Ansicht nach größten Tops und Flops vorstellen, die qualitativ zu ihrer Zeit herausragend waren oder bei denen man sich die Haare raufen konnte - von EA veröffentlicht oder entwickelt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie ein Spiel vermissen, nutzen Sie ausgiebig die Kommentarfunktion.

leider ging ja wegen generals der nachfolger unter...
Ansonsten kann ich Rizar auch nur zustimmen.
Für uns wird alles schlechter und vielen ist es einfach egal.
Ich verzichte und ich kann verzichten, viele sind doch nur noch am konsumieren, egal was, egal wie, hauptsache neu.
Das wäre ja mal cool!!
Die Publisher können ja nicht gerade behaupten, dass die Zahl der Raubkopien abnimmt, je restriktiver eine Kopierschutzmaßnahme ist. Ich glaube manchmal, dass eher das Gegenteil der Fall ist.
Also, wenn ich nachher schon wieder Lesen muss. Das man dies Raubkopiert, nur weil man den Publisher Boykottieren will.
Dann geht bei mir das Messer auf.
Wenn ich mit dem Publisher bei seiner Vorgehenseise der Spiele nicht einverstanden bin.
Dann will ich diese Software oder Game in dieser Form nicht haben.
Egal ob der Publisher das Produkt Verkauft oder Verschenken würde.
Das kommt mir nicht auf die Platte.
Solange es mit diesen Zwängen Arbeit.
Und da kann das Produkt noch so gut sein.
Die wo Kopieren, die Kopieren sich sowieso.
Oder warum Erklärt man sich, das selbst Billig Spiel Raubkopiert werden.
Die man mittlerweile für 5,- Euro oder weniger bekommt.
Ne,ne die Publisher macht sich das zu einfach.
Wenn’s nicht gekauft wurde, hat man es ja raubkopiert.
Da könnte ich so einen hals bekommen.
Die sollten mahl an ihre Vorgehensweise Arbeiten.
Dann könnten die Verkaufszahlen auch viel besser sein.
Meine Meinung.
Bin da voll und ganz der Meinung von RiZaR
Wenn man mal genau hinschaut und sich gedanken macht warum EA diese Plattform entwickelt hat dann kommt man zu den folgenden Schlüssen:
- den anschluss an Steam nicht verlieren
- digitaler und zentraler spieleverkauf
- weniger Datenträger
- eindämmen von weiterverkäufen
Digitale Distribution inkl. DRM ist der perfekte Weg für die Publisher, Spieler zu binden, Produkte billig abzusetzen und gratis und frei Haus Trends auszumachen und die Kundschaft zu analysieren.
Wer das mit dem Launch von Steam nicht schon geschnallt hat und JETZT, 9 Jahre später, über Origin jammert, der hat damals gröber was nicht geschnallt.
EA MUSS etwas Ähnliches auf die Beine stellen, und eigentlich sind sie schon viel zu spät dran. Siehe Mediamarkt, die den Trend hin zur Digitalisierung ohne lange Absatzwege ebenfalls völlig verschlafen haben.
Die allerwenigsten sind dermassen konsequent wie RiZar, solange Perlen wie Alice, BF3 usw. erscheinen. Solange werde ich das auch noch mitmachen; und wenn das ganze dann irgendwann mal wirklich überhand nehmen sollte, ist das Hobby halt gestorben. Da muss jeder seine eigene Grenze ziehen.