Über 40 Jahre Electronic Arts: Wohin geht die Reise nach Battlefield 2042?
Man mag es kaum glauben, aber vor über 40 Jahren, also am 27.05.1982, wird Electronic Arts vom Apple-Mitarbeiter Trip Hawkins gegründet. Wir blicken zurück auf eine sehr wechselvolle Geschichte, die sich auch in den veröffentlichten Spielen zeigt.
Electronic Arts wird bereits am 27.05.1982 von Trip Hawkins gegründet. Der Name, der frei übersetzt "elektronische Kunst" lautet, kommt dabei nicht von ungefähr. Hawkins bezeichnete die für seine Spiele verantwortlichen Designer und Programmierer als "Softwarekünstler", was angesichts jüngster Flops bei EA durchaus bemerkenswert ist.
Electronic Arts: Die goldenen 80er und 90er
In den ersten Jahren macht EA sein Geld vor allem als Publisher für Spiele, die auf Amiga, Commodore 64, DOS, Apple, Atari usw. erscheinen. Bekannte Titel aus den 1980er-Jahren sind Archon, Mule, Seven Cities of Gold, Pinnball Construction Set oder Bard's Tale. Sehr wenige Spiele werden in dieser Zeit selbst und damit in eigenen Studios entwickelt, dazu gehört Skate or Die! aus dem Jahre 1987. EA erarbeitet sich in der Zeit den Ruf, Designer und Entwicklerstudios zu respektieren und zu fördern.
Entsprechend viele Studioübernahmen folgen in den 90ern, darunter Origin Systems (1992), Bullfrog Productions (1995), Maxis (1997), Westwood Studios (1998). Weitere bekannte Spieleentwickler, die EA übernommen hat, sind Novalogic, Accolade, Black Box Games, Criterion, Mythic, Pandemic, DICE, Phenomic, Popcap, Respawn und Codemasters. Die vier bekanntesten Studios, die man in den 90ern übernimmt, gehören zu den Legenden der Spielebranche. EAs guter Ruf leidet aber erheblich, denn mit dem Abgang von Hawkins 1991 und dem Start der Ära Larry Probst, die von 1991 bis 2007 dauerte, wird eine Zeit aggressiver Management-Praktiken eingeleitet. Legendär ist beispielsweise die Übernahme von Origin und die folgenden Spiele der Ultima-Serie, Ultima 8 Pagan und Ultima 9 Ascension. Origin-Gründer Richard Garriot lässt es sich zu der Zeit nicht nehmen, die seiner Ansicht nach zu kurze Entwicklungszeit unter der Führung von EA anzuprangern.
Electronic Arts: Die schwierigen 2000er
Bullfrog, Maxis und Westwood wurden allesamt nach wenigen Jahren in den 2000ern aufgelöst und eingestellt. Allein damit hatte EA einen großen Image-Schaden bei der Fangemeinde erlitten. In der Folgezeit und unter der Ära von John Riccitiello wurde es wieder besser, denn man wollte Studios nicht mehr nur wegen der bekannten Marken übernehmen, sondern den Entwicklern wieder mehr künstlerische Freiheit lassen. So wurden Studios wie Bioware, DICE, Danger Close oder Visceral Games gefördert. Bis heute hat EA 47 Studios übernommen.
EA wurde in der Folgezeit zwar immer größer und baute immer mehr bekannte Marken auf (darunter Need for Speed, Die Sims, Battlefield, Mass Effect, Dragon Age, Commander & Conquer, FIFA, Medal of Honor, EA Sports allgemein), der Ruf der Firma litt in den 2010er-Jahren aber immer wieder durch unpopuläre Maßnahmen. Medienschelte gibt es unter anderem für den gescheiterten Versuch, Take 2 per feindlicher Übernahme einzuverleiben. Auch der zwischenzeitliche Versuch, Ubisoft zu übernehmen, kam nicht gut an. Seit 2013 ist Andrew Wilson EA-Chef, er ist in der 40-jährigen EA-Geschichte erst der vierte CEO.
Electronic Arts: Viel Gegenwind in den 2010ern
2012 und 2013 wurde EA in den USA zum "schlechtesten Unternehmen in Amerika" gewählt, eine zweifelhafte Ehre. Der Spiele-Client Origin, der mit Battlefield 3 ausgeliefert und zum Zwang bei EA-Spielen wurde, sorgte durch Datenschnüffel-Vorwürfen mindestens in der EU für viel Gegenwind. Nach und nach verschwanden EA-Spiele von Steam, das Umdenken kam erst in den letzten Jahren. Kritisiert wurde unter anderem auch der konsequente Einbau von Lootboxen in die Gameplay-Mechanik von Spielen, die "Gaming as a service" propagierten. FIFA 18 mit FIFA Ultimate Team (FUT), Mass Effect Andromeda und Star Wars Battlefront 2 fielen besonders negativ auf. Nach der Kritik musste EA teilweise Pay-2-Win-Elemente wie aus der Battlefront-2-Beta entfernen und nur noch kosmetische Gegenstände anbieten, ein gigantisches Desaster für EA. Gute Presse gab es zuletzt vor allem durch das EA-Originals-Programm, das in Zusammenarbeit mit Indies großartige Spiele wie Unravel 1 und 2, A Way Out oder It Takes Two hervorbrachte.
In der folgenden Galerie wollen wir Ihnen unserer Ansicht nach größten Tops und Flops der letzten 40 Jahre bei EA vorstellen, die qualitativ zu ihrer Zeit herausragend waren oder bei denen man sich die Haare raufen konnte - von EA veröffentlicht oder entwickelt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie ein Spiel vermissen, nutzen Sie ausgiebig die Kommentarfunktion.
Bildergalerie
EA: Wie geht es weiter?
Wohin die Reise bei Electronic Arts im 42. Jahr geht, dürfte spannend sein. Denn zuletzt gab es Berichte darüber, dass man künftig nicht weiter unabhängig bleiben möchte, sondern mit anderen Unternehmen fusionieren will. Angeblich gab es unter anderem Gespräche mit Disney, Apple, Amazon und NBC Universal, wobei die Verhandlungen mit NBC besonders weit fortgeschritten waren. Zum Abschluss kam es zwar nicht, aber das Interesse von EA, sich bei anderen Firmen einzusortieren, ist ganz offensichtlich vorhanden. Nach so vielen Übernahmen wäre Electronic Arts damit selbst ein Übernahmekandidat. Wir werden sehen, wie das Jahr nach den vielen Mega-Deals in der Branche weitergeht.

Entwickelt von Westwood Studios, von Electronic Arts 2002 veröffentlicht.
Was wir gestern waren, waren wir. Was wir morgen sein werden, ist ungewiß. Doch was wir jetzt sind, zählt im Augenblick.
Selbst mit einer Übernahme sei es von NBC Universal oder gar Apple, sind die Kandidaten nicht wirklich im Gaming Bereich fokussiert bzw. gar nicht in der Spieleentwicklung, was ja werden könnte.
Bei Disney und Amazon sieht es etwas besser aus, aber eine wichtige Frage besteht trotzdem egal bei welcher Akquisition.
= Es ist und bleibt dann ein langjähriger Prozess und selbst dann, ist die Frage zu den eigenen Ansichten und Veränderungen, denn bei einer Änderung gibt es meist es auch eine Veränderung.
Das Hauptproblem ist eher darauf zurückzuführen, dass man der obigen Ansicht ist , es muss alles auf die breite Masse ausgelegt werden und möglichst viel Profit nach Dagobert Duck, wie die Ausrichtung BF zu einem Universum auszubauen, könnte Erfolgs versprechend sein oder eben auch erfolglos sein.
Bei Activison's Call of Duty, ist das perfekte Beispiel, warum was Neues riskieren, wenn das bisherige am bewährtesten ist, die einzige Ausnahme macht Warzone -> zur richtigen Zeit -> am richtigen Genre- > das richtige Konzept.
EA und deren Studios stehen zwar nicht komplett im leeren Posten da, die müsste sich nur an die bekannten Marken konzentrieren, was es früher mal ausgemacht hat und auch mehr auf Community hören.
Dragon Age & Mass Effect Franchise:
War früher das Suchen und Schmachten nach Geschichten, Story und deren Charakteren.
Battlefield Franchise:
Der bahnbrechender Militär-Shooter Numero Uno , heute spielt es leider in der 2 ten Liga.
Star-Wars Franchise, speziell das Star-Wars Battlefront: War am Anfang das Chaos, am Ende das Desaster, dazwischen die permanente Katastrophe.
Aktuell, ist Licht am Horizont, in dem Sinne: Erwartet das Kommen, beim ersten Licht des fünften Tages. Bei Sonnenaufgang, schaut nach Westen.
- Battlefield 2042 ist das Glück im Unglück und die Spieler müssen zuversichtlich sein das EA & DICE aus dem Desaster gelernt hat.
- Nen wagen Blick auf die Zukunft, sollte der nächste Titel tatsächlich ein Helden-Shooter sein oder auf dessen aufbauen, könnte es nicht sehr rosig aussehen.
Aber auch folgende zuversichtliche Vision wäre sehr gut denkbar:
Aktuelle Gegenwart (vor BF2042 wäre ideal) oder nahe Zukunft
64 Spieler-Slot
Klassische militärische Orientierung
Kein Comic-Look
Multiplayer-Maps auf Basis alter bekannter Karten
Unterschiedliche Schauplätze
erweiterte Gameplay-Mechaniken
abgerundetes & solides Gunplay
Bzgl. Helden-Shooter: Die normale Klassen in eine Art Soldaten-Helden umwandeln, diese jeweils spezielle & ausrüstbare Fertigkeiten und Fähigkeiten haben und entsprechend auch kosmisch anpassbar sind. Im Prinzip besitzen die Klassen wie, zum Beispiel der Medic und der Versorgungssoldat schon Helden-Shooter Elemente, nur diese etwas feiner abstimmen und anpassen. Mehr ist nicht mehr notwendig und braucht es auch nicht und fertig ist der Helden-Shooter.
Als Inspiration könnte man sich an den Filmen orientieren etwa : Black Platoon - Das schwarze Kommando und Das dreckige Dutzend.
Hosten von Server-Browsern mit Admin-Rechten
Clan / Esport Funktion für Team-Spieler oder Wettkämpfe
Es wird das entwickelt/unterstützt, was andere schon zum Trend gemacht haben und man nur noch auf den schon fahrenden Zug aufspringen muss.
Alles gute bei EA liegt sowieso in der Hand einiger weniger Studios, die auch genauso gut bei einem anderen Publisher unterkommen würden, wie etwa Hazelight (A Way Out, It takes two). Eine Übernahme oder Fusion ist nur noch eine Frage der Zeit und des Interesses, Disney hätte ich mir hier gut vorstellen können, wenn sie selber richtig beim Gaming einsteigen wollen.
An der Überschrift kann ich nichts negatives ausmachen, ganz im Gegenteil. Mir wurde genau das vermittelt, was der Artikel dann auch thematisiert hat: Eine kurze Reise durch 40 Jahre Firmengeschichte mit einem Ausblick auf die nähere Zukunft.
BF3 und das ist schon ne weile her, EA hat so viele alte Marken aus denen man
was machen könnte eventuell kommen die ja auf die Idee ne alte Marke
wieder aufleben zu lassen aber wie heißt es so schön :
"Die Hoffnung stirbt zu letzt"