Warum erscheinen so wenig Open-GL-Spiele? Valve-Entwickler macht Grafikkartenhersteller verantwortlich
Open GL ist den meisten Spielern bekannt und wer sich heute in der Branche umschaut, der weiß, dass die offene API in der Entwicklung von Spielen quasi keine Rolle mehr spielt. Doch woran liegt das? Ein Valve-Programmierer macht die großen Grafikkartenhersteller für die Situation verantwortlich. Für Open GL zu programmieren ist demnach für große Studios ein Horrorszenario, für kleine unmöglich.
Open GL ist unter den Grafik-APIs quasi das, was Google Plus unter den sozialen Netzwerken ist: Die meisten haben schon mal davon gehört, ein paar Nerds haben sich das auch schon mal angeschaut, aber im Grunde ist es einfach nur da und schlummert spielerisch vor sich hin. Dabei beherrscht jede Grafikkarte den Standard und er wird seit Jahren weiterentwickelt. Da stellt man sich berechtigt die Frage, wo die ganzen Open-GL-Spiele sind?
Slashdot hat eine mögliche Antwort darauf in einem Blog-Posting von Valves Grafikprogrammierer Rich Geldreich ausgegraben. Der macht AMD, Nvidia und Intel für die Situation verantwortlich. Zwar werden keine Namen genannt, aber dem versierten Spieler dürfte schnell klar sein, um wen es sich handelt. In einer ausführlichen Abhandlung legt er die Situation bei den Grafikkartenherstellern offen, deren Treiber das größte Problem sind – gepaart mit Open GL selbst als offenem Standard.
Eine gelungene Kurzfassung hat das PCGH-Mitglied Rollora im Extreme-Form verfasst: Entwickler A, bekannt als Grafikmafia, leistet zwar einigermaßen saubere Arbeit, aber die Möglichkeiten sind auf Seite des Treibers eingeschränkt und Low-Level-Bugs gibt es zudem auch. Weiterhin neigt dieser Hersteller gerne dazu, sein eigenes Süppchen zu kochen. Entwickler B indes soll sich recht bemüht zeigen, Open GL sauber zu implementieren, aber von diesem Hersteller ist auch bekannt, dass Anspruch und Wirklichkeit bei Treibern weiter voneinander entfernt sind, als man dies gerne hätte. Anbieter C indes hat zwar Geld, um sich gleich zwei große Entwicklerteams leisten zu können, aber Grafik ist dort keinesfalls das Kerngeschäft, sondern eher ein notwendiges Übel aufgrund der Entwicklung im Hardwarebereich.
Unterm Strich kommt Geldreich zum Schluss, dass man immer den richtigen trifft, wenn man alle Hersteller in einen Sack steckt und draufschlägt. Für den Spiele-Entwickler bedeutet die Situation, dass man seinen Titel auf allen verfügbaren Open-GL-Treibern unter suboptimalen Bedingungen testen und die Probleme beseitigen muss, wenn man einen großen Titel in den Handel bringen will. Allzu oft könnten nur die "Götter des Open GL" helfen, wenn Probleme auftreten. Zudem muss man beste Kontakte zu den Treiberteams pflegen, um Hilfe zu bekommen. Das tut sich kaum ein Spiele-Entwickler freiwillig an, weshalb am Ende alles auf DirectX oder Mantle (wegen der massiven Unterstützung durch AMD) hinausläuft. Die komplette Argumentationskette gibt es (auf Englisch) hier.

das kann man gut daran erkennen wie neue treiber mit einem leistungsplus bei toptiteln beworben werden. ich glaube kaum das es sich die grafikkartenhersteller leisten könnten das ein toptitel nicht oder schlecht unterstützt wird.
OpenGl ist sehr mächtig wie Thornscape richtig schrieb und diese API könnte Direct3D und Mantle locker in den Sack stecken.
John Carmack - »DirectX ist besser als OpenGL« - News - GameStar.de
Leider verbaut sich die API sehr viel Potenzial,wie Rich Geldreich richtig erkannte, aber weil Nvidia mit ihren 1000 Extensions ihre eigenen Features pushen will, AMD die Manpower fehlt, fehelrfreie Treiber zu programmieren und seine Prioritäten eher in Mantle und DirectX sieht , Intel nur notgedrungen Treiber veröffentlicht, damit ihre crappy Grafikhardware überhaupt ein Bild liefert und keine Einigung in der Gruppe herrscht, kommt nix richtig voran.
Eigentlich waren Hersteller Extensions nur da ,um das Letzte aus der Hardware rauszukitzeln und bestimmte Vorzeigefeatures im Spiel bei neuer Hardware zu zeigen, damit diese später in die ARB übernommen werden können und nicht das jeder Hersteller sein eigenes Ding drehen kann. OpenGL ist so aufgebläht, das da keiner mehr durchsteigt. Das sich kein Entwickler ,auch mangels Support der Hersteller, das freiwillig antut, liegt auf der Hand, auch weil es Zeit und Geld kostet. Man siehe doch die Faulheit schon bei PC Portierungen von der Konsole. Ich finde es gut das Valve, hier mal was sagt und die Hersteller mal in den Hintern tritt! Denn von optimalen Grafiktreibern sind alle Hersteller weit entfernt, besonders Intel, was die für eine Motivation haben Grafikchips zu entwickeln, wissen die wahrscheinlich selber nicht.
Valve-Entwickler zur Qualität von OpenGL-Treibern - ComputerBase
Die optischen Verbesserungen wurden seit der Jahrtausendwende von den Fans angefertigt, mit großem Erfolg (!), der Source Code wurde von dem Entwickler frei gegeben.
Die zu herunter ladenden Daten ersetzen die Originalen des Spiel, man kann aber auch danach die Originalfassung weiter spielen.
Im Zweiten Teil, kann man übrigens auch den Ersten Teil als Mod Gratis herunter laden, man bekommt quasi Zwei spiele beim Kauf von FreeSpace2.