Handgezeichnete Dark-Fantasy: Düsteres Adventure Tormentum II startet erfolgreich auf Steam
Acht Jahre Entwicklung haben sich offenbar gelohnt: Tormentum 2 startet mit starken Steam-Wertungen und begeistert Fans vor allem durch seinen einzigartigen handgezeichneten Dark-Fantasy-Look.
Acht Jahre Entwicklungszeit sind für ein kleines Indie-Studio eine Ewigkeit. Umso größer dürfte die Erleichterung bei OhNoo Studio sein: Tormentum 2 ist erschienen und legt auf Steam einen gelungenen Start hin.
Das handgezeichnete Point-and-Click-Adventure erreicht derzeit 95 Prozent positive Nutzerbewertungen (bei aktuell 49 Rezensionen) und überzeugt viele Spieler vor allem mit seiner außergewöhnlichen Atmosphäre - obwohl es sich spielerisch nicht völlig neu erfindet.
Handgezeichnete Albträume statt Grafikbombast
Der eigentliche Star des Adventures ist die Präsentation. Wie schon der Vorgänger orientiert sich Tormentum 2 sichtbar an den Werken von H. R. Giger und Zdzisław Beksiński. Knochen, biomechanische Kreaturen und groteske Architektur prägen die mehr als 150 handgemalten Schauplätze. Gleichzeitig schlägt die Fortsetzung einen neuen Weg ein: Statt klassischer Dark Fantasy stehen diesmal auch Science-Fiction-Elemente, künstliche Intelligenz und die Grenzen zwischen Realität und Simulation im Mittelpunkt der Geschichte.
Spieler loben Atmosphäre, sehen aber kleine Schwächen
Die ersten Steam-Rezensionen zeichnen ein relativ klares Bild. Besonders häufig werden die dichte Stimmung, der Soundtrack und die detailreichen Hintergründe hervorgehoben. Viele Spieler empfinden die Rätsel als logisch aufgebaut und angenehm zugänglich. Gleichzeitig gibt es Kritik an einigen fehlenden Komfortfunktionen. So fehlen etwa eine Ultrawide-Unterstützung, frei belegbare Tasten oder flüssigere Übergänge zwischen den Szenen.
Der erfolgreiche Steam-Start von Tormentum 2 ist ein weiteres Beispiel dafür, dass aufwendige Grafiktechnik längst nicht alles ist. Auch ein unverwechselbarer Stil kann wichtig sein. Während große Produktionen gerne auf fotorealistische Optik setzen, punktet das Adventure mit handgezeichneter Kunst und einem unverwechselbaren Charakter. Dass ein kleines Zwei-Personen-Studio nach acht Jahren Entwicklungszeit so positive Reaktionen erzielt, ist vielleicht mal wieder ein Silberschweif am Horizont einer aktuell stark gebeutelten Videospielbranche.
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Quelle: OhNoo Studio auf Steam
