Demo live auf Steam: Mittelalter-Action mit Wanderburg aus Deutschland
Im Rahmen der Steam Spielevorschau 2026 stellt Randwerk, ein kleines deutsches Studio, ihr zweites Werk zur Schau. Im Mittelalter-Roguelike Wanderburg bekämpfen Spieler einander aus dem Komfort ihrer eigenen, fahrbaren vier Wände heraus.
Man stelle sich eine große Burg vor, Kanonen in jeder Zinne, Bogenschützen auf jedem Erker. Während das schon bedrohlich ist, kann man aufgrund der Beständigkeit einer Burg wenigstens davon ausgehen, dass genügend Sicherheitsabstand ausreicht, um zu überleben. Doch was, wenn diese Burg Räder hätte?
Einen ähnlichen Gedanken müssen die Entwickler des Berliner Studios Randwerk gehabt haben, als sie sich an ihren neuen Titel Wanderburg setzten. Zusammen mit Sidekick Publishing bringt Randwerk einen Roguelike-Brawler heraus, in dem Spieler ihre mobilen Festungen ausbauen, Ressourcen sammeln und mit anderen Burgherren Fehden austragen können.
Die wandelnde Festung
Die Prämisse des Spiels erinnert an einen bekannten Ghibli-Film auf Buchvorlage. Statt wie ein gewöhnliches Gebäude an Ort und Stelle des Baus zu bleiben, geht es in Wanderburg darum, das eigene Schloss durch die Welt zu bewegen.
Während "Das wandelnde Schloss" allerdings durch viel Subtext und blumige Bildsprache den Krieg als das Grauen darstellt, das er nun mal ist, erfüllen die Burgen und Festungen in Wanderburg einfach nur ihren Zweck: brutale Kriegsführung. Randwerk bleibt so dem destruktiven Stil treu, den das Studio im Herbst 2023 mit seinem Debüt, dem physikbasierten Bauspiel Abriss, etablierte.
Statt nur für die Defensive ausgelegt zu sein, bewegen Spieler die Burgen in isometrischer Ansicht durch verschiedene, fast schon verniedlichte Biotope: über grüne Wiesen, durch trockene Wüsten und gelegentlich auch durch fremde Weizenfelder. Der Kampf sticht hier im starken Kontrast zum Grafikstil heraus.
Wie Don Quijote
Im Grunde funktioniert Wanderburg wie viele andere Roguelikes auch: Spieler starten mit einer winzigen Ausgangsbehausung, sammeln Ressourcen wie Bäume, Getreide und unglückliche Schafherden und versuchen, nicht von größeren Bollwerken zerstört zu werden. Nach und nach können Upgrades erworben und so das eigene fahrende Kriegsgerät um Geschosse, Türme und sogar mechanische Beine erweitert werden. In neuer Ausrüstung geht es dann in die Schlacht.
Quelle: Randwerk via Steam
Im Mittelalter-Roguelike Wanderburg bekämpfen Spieler einander aus dem Komfort ihrer eigenen, fahrbaren vier Wände heraus.
Während sich der Konflikt am Anfang einer Runde hauptsächlich auf mobilisierte Windmühlen oder Fahrrad fahrende Ritter beläuft, steigern sich die Spieler im weiteren Verlauf in immer größere Schlachten. Schwarzpulverexplosionen und Feuerregen addieren sich im Cel-shaded-Grafikstil von Wanderburg zu einer Gewaltorgie im kleinen Maßstab.
Der Beschuss dauert an, bis entweder eine der beteiligten Parteien die Flucht ergreift oder den Gegner bezwingt, mit dessen verlorenen Ressourcen sie sich dann um weitere Artillerie bereichern kann. Aber auch der Verlust eines Gefechts ist kein endgültiges Aus: Zwischen den Runden schalten Spieler neue Module und Fahrzeuge frei, die für die Basis eines neuen Anlaufs miteinander kombiniert werden können, um Abwechslung und eine weitere taktische Komponente in die Builds zu bringen.
Auch für kleine Tower geeignet
Wanderburg möchte ein Hardware-freundliches Spiel sein, das sich mit zwei Gigabyte Speicherplatz zufriedengibt und eine Nvidia Geforce GTX 1660 Ti, sowie vier Gibibyte Arbeitsspeicher in den Mindestanforderungen auflistet. Außerdem ist das Spiel mit Maus, Tastatur und Controller spielbar.
Mit über 250.000 Wunschlisten-Einträgen ist Wanderburg ein sehnlich erwarteter Indietitel aus der deutschen Hauptstadt. Die Demo ist seit dem 23. Februar auf Steam spielbar, zum vollen Release gibt es noch nichts Genaueres - abgesehen von der Roadmap, in der Randwerk bereits im Oktober 2025 das erste oder zweite Quartal dieses Jahres als Beginn des Early Access anpeilt.
Quelle: Steam, Games Wirtschaft
