Bellwright: Auch das Mittelalter-Strategiespiel hat Probleme mit Intel-CPUs
Die Entwickler von Bellwright haben eine Absturzursache identifiziert, die es zuvor bereits bei anderen Spielen gab: Intels aktuelle High-End-CPUs. Offenbar können diese auch in dem Mittelalter-Strategiespiel einen VRAM-Fehler auslösen.
Das polnische Entwicklerstudio Donkey Crew wurde ursprünglich von Entwicklern gegründet, die früher gemeinsam an Mods für die Mount-&-Blade-Reihe von TaleWorlds Entertainment gearbeitet haben. Passend dazu erinnert das jüngste Spiel der Entwickler, Bellwright, zumindest grob an das jüngste Spiel der Reihe - Bannerlord. Zudem ist das Genre identisch, denn auch Bellwright ist ein Strategiespiel mit Mittelalter-Setting.
Abstürze durch Intel-Prozesosren
An den großen Erfolg von Mount & Blade: Bannerlord kann Bellwright dabei zwar offenbar nicht anknüpfen, mit aktuell 72 Prozent positiven Bewertungen auf Steam wird der Titel aber zumindest einigermaßen gut angenommen. Kritisiert werden zum Early-Access-Launch aber unter anderem Probleme mit der Technik. Laut einem neuen Blogpost der Entwickler sind aber nicht alle der Crashes auf eigene Fehler zurückzuführen.
Demnach haben die Entwickler mehrere Berichte über VRAM-Fehlermeldungen bei Nvidia-GPUs erhalten, die zuvor auch bei diversen Spielen anderer Entwickler zu beobachten waren. Hintergrund dürfte dabei aber nicht die Grafikkarte sein, sondern der Prozessor: Intels aktuelle Raptor-Lake-CPUs - insbesondere die High-End-Modelle - haben teilweise mit Instabilitäten zu kämpfen. Diese zeigen sich zwar nicht bei allen ausgelieferten Modellen und auch nicht in allen Spielen. Bellwright ist aber offenbar einer der betroffenen Titel.
Zuletzt zum Thema: Bellwright: Einzigartiges Mittelalterstrategiespiel startet nicht ohne Probleme
Gleichzeitig muss man auf eine offizielle Lösung von Intel weiterhin warten. Die Entwickler empfehlen trotzdem, sich bei der Fehlermeldung an den Intel-Support zu wenden und nicht selbst im UEFI aktiv zu werden. Falls man das trotzdem tun möchte, dürfte es aber helfen, den Takt oder die maximal erlaubte TDP des Prozessors leicht abzusenken. Das sorgt für einen nur sehr geringen Leistungsverlust und kann - laut bisherigem Kenntnisstand - die Abstürze mit Intel-CPUs vermeiden.
Quelle: Steam (Entwickler-Blogpost)

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Das ist natürlich in dem Zusammenhang blöd, wenn viele "Tester" die OC-Settings benutzt haben um die CPUs in Vergleichen darzustellen und damit die Erwartungen der leute auch entsprechend gesetzt haben bzw. die Leute dachten das wäre die Werksleistung - diejenigen haben dann wirklich einen gefühlten Verlust weil das OC-Setting ihre Baseline ist.
Bei gut gemachten Tests, die sich hart an die Intel-Vorgaben gehalten haben (soweit zu dem zeitpunkt bekannt und möglich) dürfte der Unterschied aber im absolut vernachlässigbaren Bereich sein (ich gehe davon aus, dass das bei Daves vorher-nachher-Messungen so sein wird da PCGH mit echten stock-Settings testet wenn nicht explizit anders angegeben).
"sehr geringer Leistungsverlust" stimmt auch - zwischen Intel Werkseinstellung und dem, was viele Boards ab Werk machen (was höher ist aber nicht unlimited) und in Spielen. Hier wird der Leistungsverlust die meiste Zeit sogar genau Null sein weil die CPU ohnehin nicht limitiert.
Starfield:
Avg-FPS: 164 -> 151 = -7,8%
P1-FPS: 129 -> 119 = -7,3%
Auch Kontext: In anderen (älteren) Spielen wie z.B. Control oder SoTR weniger Verluste.
Ich finde z.B. 7,8% Leistungsverlust durchaus signifikant. Vor allem natürlich auch, wenn es sich gerade um ein von Intel viel beworbenes Paradebeispiel handelt.
Das ist der Grund, warum ich dafür plädiert habe, belastbare Ergebnisse von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] abzuwarten. Ich denke wir können uns darauf einigen, dass er eine vertrauenswürdige Datenbasis bereitstellen wird. Nur um die Nachtests beneide ich ihn wirklich nicht.
Vielleicht sollte man einfach mal die Analyse von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] abwarten, bevor man ein noch uneinheitlicheres Bild abgibt.
"9-11% Leistungsverlust" stimmen - zwischen Intel Werkseinstellung und Volle-Kanne-OC-was-geht-unlimited bei synthetischen Multicore-Benchmarks.
Das ist der Worst case, der die größten prozentzahlen und damit die meisten Klicks auf den Artikel generiert.
"sehr geringer Leistungsverlust" stimmt auch - zwischen Intel Werkseinstellung und dem, was viele Boards ab Werk machen (was höher ist aber nicht unlimited) und in Spielen. Hier wird der Leistungsverlust die meiste Zeit sogar genau Null sein weil die CPU ohnehin nicht limitiert.