Focusrite Audiointerfaces im Test: Wandler, Preamps und Scarlett 2i2 & 18i20
Quelle: PC Games Hardware
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Focusrite Audiointerfaces im Test: Wandler, Preamps und Scarlett 2i2 & 18i20

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Wir klären Wandler und Preamps. Außerdem: Scarlett 2i2 und 18i20 im Test.

Wandler-Zauber

Jedes Interface, jede Soundkarte und jedes DSP-System muss in einer Form analoge Signale in digitalen Code oder vice versa verwandeln. Dafür kommen AD- und DA-Wandler zum Einsatz. Die Chips sampeln das Signal mit einer bestimmten Frequenz bei einer festgelegten Bittiefe oder decodieren letzteres. Dabei gibt es ein paar Standards in der Musik-Welt. Titel auf einer Audio-CD werden beispielsweise mit einer Samplerate von 44,1 kHz und 16 Bit ausgegeben. DVD- und Spiele-Sound ist meist in 48 kHz und 24 Bit produziert. Höhere Bittiefen und Sampleraten werden meist als High-Res-Audio bezeichnet und finden sich als spezielle Mixdown-Versionen, auch auf extra dafür ausgelegten Streaming-Diensten. WAV-Dateien mit einer Samplerate über 96 kHz und 24 Bit sind dabei selten zu finden. Dabei können Wandler in Interfaces, Soundkarten und Recordern oft deutlich mehr. Im Audiointerface-Bereich ist eine Unterstützung von 192 kHz und 24 Bit meist Standard. Einige interne PCIe-Soundkarten im PC-Bereich gehen auf 384 kHz bei 32 Bit und einige DACs aus dem Hifi-Bereich erreichen gar 768 kHz bei 32 Bit.

Doch was bringen diese hohen Abtastraten und Bittiefen? Die Bittiefe bestimmt primär den Dynamik-Umfang, also den Lautstärkebereich, in dem Sound wiedergegeben werden kann. Dieser liegt mit 24 Bit schon bei 144 dB. Mit 32 Bit bei 192 dB und mit 32 Bit Fließkomma bei ca. 1.528 dB. Dabei schränkt der SNR-Wert, die Differenz zwischen Rauschen und hörbaren Klängen, den Dynamik-Umfang bei den meisten Geräten schon auf 120 dB ein. Hochqualitative Geräte können höhere Werte bis zu 130 dB erreichen. Doch dabei sieht man schon ein Problem: Diese Werte liegen immer noch im Bereich des mit 24 Bit Möglichen. Ist 32 Bit damit überhaupt sinnvoll?

Einige Fieldrecorder nutzen mittlerweile 32 Bit Floatpoint, weil hierdurch ein Einpegeln des Signals unnötig wird. Der Wandler hat einen derart hohen Dynamikbereich, dass leise und laute Klänge gleichermaßen verzerrungsfrei aufgenommen werden. 1.528 dB lassen sich praktisch nicht überschreiten, um ein Übersteuern des Wandlers zu erreichen. Für solche speziellen Anwendungen praktisch, für reines Musikhören eher weniger relevant, denn es gibt ein weiteres Problem: Die höchste Bittiefe und Samplerate bringen einem nichts, wenn man keine Dateien im passenden Format damit abspielt. Und außer bei Spezialproduktionen werden Formate jenseits der 96 kHz/24 Bit einfach kaum genutzt. In professionellen Studios findet man meist die beiden Standards 44,1 kHz und 48 kHz bei 24 Bit. Und genau aus diesem Grund wird anders als bei Soundkarten die Samplerate kaum als Marketing-Argument genutzt. Es ist in der Musikproduktion weniger relevant. Viel mehr geht es hier um die Qualität der Wandler und natürlich bei Aufnahmen um die Qualität der Preamps.

Preamps

Die Preamps sind im Audiointerface die Klanggeber beim Aufnehmen. Mit ihnen steigt und fällt die Qualität. Auf dem Datenblatt geht es um Verstärkung in dB, Verzerrung, Klirrfaktor und Nebengeräusche. In der Realität ist der Klang eines Preamps jedoch meist subjektiv. Ein vollkommen "neutrales" System ist dabei weniger gewünscht als eine Klangfärbung in die gewünschte Richtung. Wärme, Transparenz, Seidigkeit, Fülle - die Beschreibung eines Klangs kann sich lediglich auf subjektive Beschreibungen stützen. Wie der Hörer einen Sound tatsächlich wahrnimmt, bleibt individuell.

Drei Audiointerfaces

Modell Scarlett 2i2 Scarlett 18i20 ISA C8X
Eingänge (mit Erweiterung) 2 18 26
Preamps/Anschlüsse 2 8 8
Ausgänge (mit Erweiterung) 2 20 28
Line-Ausgänge 2 10 12
Kopfhörer-Ausgänge 1 2 2
Optical (ein/aus) Nein Ja (2/2) Ja (2/2)
S/PDIF (ein/aus) Nein Ja (1/1) Ja (1/1)
Verbindung zum PC USB-C USB-C USB-C

Scarlett 2i2 & 18i20 4. Gen: Für Einsteiger und Fortgeschrittene

Die Scarlett-Serie ist im Budget-Sortiment angeordnet und liefert dank unterschiedlicher Ausbaustufen Produkte für verschiedene Anwendungsszenarien und Geldbeutelgrößen. Der erste Kandidat in unserem Vergleich ist das 2i2. Das Interface kostet um die 150 Euro und verfügt über zwei Eingänge mit Mikrofon-Preamps sowie zwei Line-Ausgänge (ergeben zusammen einen Stereo-Ausgang) und einen Kopfhörer-Anschluss. Die beiden Eingänge können dabei dank XLR-Buchsen von Neutrik und 48-V-Phantomspeisung für beliebige Mikrofone genutzt und auch in Stereo konfiguriert werden.

Die beiden Eingänge können aber auch der Verbindung von Line-Signalen oder hochohmigen Instrumenten dienen. Dafür stehen an der Front zwei 6,3-mm-Buchsen bereit; per Schalter wird der Instrument-Eingang aktiviert. Dieser Eingang gehört mittlerweile zum Standard, denn die Plug-in-Vielfalt an virtuellen Verstärkern beispielsweise im E-Gitarren- und Bass-Bereich ist immens, und selbst für sehr gute Aufnahmen ist nicht mehr zwangsweise teure Hardware nötig. Ebenfalls teure Hardware simulieren soll der "Air"-Modus, der per Schalter aktiviert wird und den Sound eines ISA-Preamps replizieren soll.

Scarlett 2i2 4. Gen im Detail

Steuerung und Software

Wie bei einem Audiointerface typisch, kann auch hier praktisch alles am Gerät selbst gesteuert werden. Die beiden Preamps teilen sich ein Bedienfeld und können per Taster angewählt werden. Gain-Regler wurden dagegen beiden Preamps spendiert. Und nicht nur das, die LED-Ringe zeigen die Eingangspegel an. Der Hauptausgang wurde mit einem großen Drehregler mit Pegelanzeige versehen, der Kopfhörerverstärker verfügt über einen eigenen Regler.

Das Modell liefert bis zu 192 kHz Samplingrate bei 24 Bit Tiefe und wird über USB-C 2.0 mit dem Rechner verbunden. Dank Class Compliance wird das Gerät vom Rechner auch ohne zusätzliche Treiber erkannt. Man sollte dennoch die Control-2-Software laden, denn die integrierten Treiber bieten die niedrigsten Latenzen. Praktisch ist die Plug-and-play-Funktion aber definitiv. Linux-Systeme, Arbeitsrechner und Co. lassen sich ohne große Probleme erweitern und dank Software die Eingangspegel auch über den Rechner fernsteuern.

Flexibilität mit mehr Kanälen

Die Scarlett-Reihe soll eher den Budget- und Homestudio-Bereich abdecken. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Geräte nicht im professionellen Umfeld eingesetzt werden können. Das zeigt vor allem das 18i20. Das Interface bietet, wie schon der Name verrät, 18 Eingänge und 20 Ausgänge. Die Großzahl der Kanäle ist über Erweiterungen nutzbar. Integriert wurden 8 Preamps mit Instrument-Funktion und 10 Line-Ausgangsverbindungen. Der Pegel jedes Preamps kann über die integrierten Anzeigen abgelesen werden, für den Ausgangspegel stehen ebenfalls Anzeigen bereit. Geregelt wird über digitale Drehknöpfe. So werden die Preamps angewählt und mit einem einzelnen Regler eingestellt.

Die digitalen Regler, die auch für den Ausgang und die beiden Kopfhörerausgänge genutzt werden, bieten einen Vorteil: Mittels Control-2-Software können auch hier alle Parameter bei Bedarf über den Rechner gesteuert werden. Auch findet man auf der Rückseite je zwei optische Ein- und Ausgänge für die Erweiterungsfunktion sowie Clock und S/PDIF. Das Audiointerface ist auch für ausuferndere Produktionen gut geeignet.

Scarlett 18i20 4. Gen im Detail

Sound

Beide Vertreter der Scarlett-Reihe verfügen über Preamps mit einer maximalen Verstärkung von 69 dB. Mit einem Dynamikbereich von 122 dB stellt sich das 18i20 etwas über die 120 dB des 2i2. Doch unterscheiden sich der Sound der beiden Geräte?

Zuallererst kann man bei beiden Interfaces sagen, dass der Klang einwandfrei ist, die Preamps kein wahrnehmbares Rauschen abgeben und die Aufnahmen sauber dargestellt werden. Auch stellt der Air-Modus, der in der Standard- und in der zusätzlichen Overdrive-Stufe wählbar ist, eine interessante Erweiterung dar. Es soll der ISA-Konsolensound simuliert werden. Bei 2i2 und 18i20 bedeutet das zusätzliche Höhen, die einen seidigen, harmonischen Unterton hinzufügen. Mit zusätzlichem Drive rücken die Mitten in den Vordergrund und addieren dem Sound etwas harmonische Verzerrung. Im Test spart der Schalter bei Bedarf das ein oder andere EQ- und Röhrensättigungs-Plug-in.

Doch es gibt auch einen leicht wahrnehmbaren Unterschied zwischen 2i2 und 18i20. So ist der Charakter der Mikrofonaufnahmen des 18i20 ähnlich dem kompakten Vertreter, jedoch wirkt die Auflösung des Klangs etwas feingliedriger.

Die Budget-Serie kann schon einmal überzeugen, liefert guten Sound und mit dem 18i20 sogar studiotaugliche Features. Vor allem zeigt sich die Scarlett-Serie aber als preiswert. Anders stellt sich unser Kandidat auf der folgenden Seite auf. Teuer, edel und im Profibereich angeordnet. Das ISA C8X ist neu im Focusrite-Sortiment.

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  1. Seite 1 Überblick: Audiointerfaces
  2. Seite 2 Wandler, Preamps und Scarlett 2i2/18i20 Test
  3. Seite 3 Test ISA C8X und Fazit
    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Jan
        Danke für die Anmerkungen, ich habe den Artikel in diese Richtung verbessert.
        Gerne doch.

        Für die Anfänger, die entweder in die Richtung Musikproduktion gehen oder eben eine Alternative zu der klassischen externen Soundkarte haben wollen - da gibt es einige zusätzliche Infos.

        Was so in dem Bereich noch interessant ist für Anfänger oder Hobbyisten die noch nicht so erfahren sind:

        Phono-Preamps. Diese sind arg selten, aber wer Plattenspieler ohne USB und/oder Line-Out hat (also nur Phono Out), der braucht so was. Meist um Musik zu digitalisieren, es gibt aber auch noch einen Einsatz als DVS (das ist schon arg Nische, da gibt es auch Kompatibilitätsprobleme bzw. geschlossene Systeme).

        Direct Monitoring. Das ist die Option, ohne Verzögerung die Kanäle abzuhören. Das gibt es wahlweise auch als "PFL" (pre-fader), also man hört das Eingangssignal eher die Effekte greifen (selbst wenn es Onboard-Effekte via Hardware sind). Das ist extrem wichtig für Leute, die z.B. das eigene Instrument oder die Stimme ohne Verzögerung hören wollen und z.B. Metronom oder Backing Tracks oben drauf oder Drums.
        Hier erlauben nicht alle Geräte eine separate Schaltung von Direct Monitoring per Kanal/Input. Generell aber immer dabei, das ist ne Basis-Funktion. Oft ist das auch direkt verkabelt, ergo geht es direkt an die Kopfhörer.

        Ein/Ausgänge - deren Format. Das erwähnte Scarlett 2i2 (sollte die 4te Generation sein) - das Ding hat nur balanced Ausgänge (TRS, also jeweils Mono 6,3mm Jack für Links und Rechts). Kein RCA dran. Umgekehrt wäre schlechter.
        Auch bei den Eingängen gibt es keine unbalanced (die halt oft im Stereo-Bereich vorkommen, z.B. haben alle DJ-Player und Turntables RCA) - da sind nur XLR hinten und TRS vorne. Die TRS vorne sind wieder 6,3mm Mono-Jacks, wahlweise mit Instrumenten-Schaltung. Das ist oft auch als Hi-Z bezeichnet und ist für E-Gitarren gedacht. Auch hier gibt es keine separaten Schalter pro Kanal - wer da z.B. E-Gitarre und Mikrofon gleichzeitig reinschieben will, muss das Mikro hinten über XLR machen. 48V ist auch nur insgesamt schaltbar, also Kondensatormikro und dynamisches Mikro gleichzeitig is nicht vorgesehen.
        MIDI Ein/Ausgang - fehlt oft. Ist aber etwas, worauf viele nicht verzichten wollen, die noch alte Instrumente haben oder externe Keyboards/Synthesizer ohne USB anschließen wollen.

        Überwiegend kaufen sich diese kleinen Dinger dann die Anfänger oder Content Creator - Livestreamer oder YouTuber.
        Genau für die sind viele von den Informationen einfach Overkill - die haben auch kaum was anzuschließen. Aber solche Infos können helfen, da gleich das richtige Produkt rauszusuchen um später Probleme wie "nicht genug/falsche Anschlüsse" zu vermeiden. Je größer die Geräte, desto mehr werden auch die Anschlüsse.
        Da gibt es z.B. solche Geräte, die viel interessanter sind:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Hier sieht man: individuelle 48V und Monitor Schalter pro Eingang. Separates Line-In für Stereo Instrumente (belegt halt 2 Kanäle, die sind aber zusammengelegt). Duplizierte Monitor und Line Out Ausgänge die als TRS (balanced) und RCA (unbalanced) vorliegen. Input/Mix Steuerung (wie viel Input will man zum Playback beimischen, nice2have). XLR/TRS Kombi Anschlüsse sind auch üblich, da ist eher das Scarlett von Focusrite die Ausnahme, wo XLR und TRS Inputs für denselben Kanal getrennt verbaut sind (Platzbedarf). Im Mischpult eher andersrum

        Halbes Buch hier, ich weiß
        Als Nachtrag: balanced ist für wesentlich längere Strecken geeignet, RCA nur kurz. RCA ist auch anfällig für Störsignale, es kann also Funksignale mit abfangen und das nervt. Umstellung auf Balanced (sofern an beiden Enden dran) löst das Problem.
        Zitat von Jan8419
        Ich habe das Scarlett 2i2 4. Gen.
        Aus meiner persönlichen Erfahrung in Kombination mit einem Shure SM7B, kann ich definitv einen Cloudfilter. empfehlen.

        Das Nervige am Gerät ist, dass es keinen Aus / EIn Schalter hat. Es schaltet sich nach 10 MInuten ungefähr selber in den Ruhe / Standbymodus. Das heißt wenn irgendwann mal eine Ton zu laut sein sollte springt es wieder kurz an uach wenn man den Eingagslautsärke komplett runter geregelt hat.
        Passiert wirklich so gut wie nie, kann aber passieren, wenn man z.B. außversehen ans Mic kommt.
        Das ist eher eine spezielle Eigenschaft des Shure SM7B. Super gutes, super bekanntes und beliebtes Mikro - aber es braucht Unmengen an Vorverstärkung. Viele Audio Interfaces, gerade die, die nur Bus Powered sind (ohne separates Netzteil) schaffen einfach nicht genug. Cloudlifter ist da auch ne generelle, aber kostspielige Lösung. Da gibt es günstigere Preamps, die entsprechend die Vorverstärkung übernehmen.
        Ein sehr verbreitetes Thema, weil eben das Mikro so beliebt ist - aber keiner einem vorher sagt: das Teil braucht dicke Preamps, die in kleinen Audio Interfaces gar nicht vorkommen.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Jan
        Danke für die Anmerkungen, ich habe den Artikel in diese Richtung verbessert.
        Gerne doch.

        Für die Anfänger, die entweder in die Richtung Musikproduktion gehen oder eben eine Alternative zu der klassischen externen Soundkarte haben wollen - da gibt es einige zusätzliche Infos.

        Was so in dem Bereich noch interessant ist für Anfänger oder Hobbyisten die noch nicht so erfahren sind:

        Phono-Preamps. Diese sind arg selten, aber wer Plattenspieler ohne USB und/oder Line-Out hat (also nur Phono Out), der braucht so was. Meist um Musik zu digitalisieren, es gibt aber auch noch einen Einsatz als DVS (das ist schon arg Nische, da gibt es auch Kompatibilitätsprobleme bzw. geschlossene Systeme).

        Direct Monitoring. Das ist die Option, ohne Verzögerung die Kanäle abzuhören. Das gibt es wahlweise auch als "PFL" (pre-fader), also man hört das Eingangssignal eher die Effekte greifen (selbst wenn es Onboard-Effekte via Hardware sind). Das ist extrem wichtig für Leute, die z.B. das eigene Instrument oder die Stimme ohne Verzögerung hören wollen und z.B. Metronom oder Backing Tracks oben drauf oder Drums.
        Hier erlauben nicht alle Geräte eine separate Schaltung von Direct Monitoring per Kanal/Input. Generell aber immer dabei, das ist ne Basis-Funktion. Oft ist das auch direkt verkabelt, ergo geht es direkt an die Kopfhörer.

        Ein/Ausgänge - deren Format. Das erwähnte Scarlett 2i2 (sollte die 4te Generation sein) - das Ding hat nur balanced Ausgänge (TRS, also jeweils Mono 6,3mm Jack für Links und Rechts). Kein RCA dran. Umgekehrt wäre schlechter.
        Auch bei den Eingängen gibt es keine unbalanced (die halt oft im Stereo-Bereich vorkommen, z.B. haben alle DJ-Player und Turntables RCA) - da sind nur XLR hinten und TRS vorne. Die TRS vorne sind wieder 6,3mm Mono-Jacks, wahlweise mit Instrumenten-Schaltung. Das ist oft auch als Hi-Z bezeichnet und ist für E-Gitarren gedacht. Auch hier gibt es keine separaten Schalter pro Kanal - wer da z.B. E-Gitarre und Mikrofon gleichzeitig reinschieben will, muss das Mikro hinten über XLR machen. 48V ist auch nur insgesamt schaltbar, also Kondensatormikro und dynamisches Mikro gleichzeitig is nicht vorgesehen.
        MIDI Ein/Ausgang - fehlt oft. Ist aber etwas, worauf viele nicht verzichten wollen, die noch alte Instrumente haben oder externe Keyboards/Synthesizer ohne USB anschließen wollen.

        Überwiegend kaufen sich diese kleinen Dinger dann die Anfänger oder Content Creator - Livestreamer oder YouTuber.
        Genau für die sind viele von den Informationen einfach Overkill - die haben auch kaum was anzuschließen. Aber solche Infos können helfen, da gleich das richtige Produkt rauszusuchen um später Probleme wie "nicht genug/falsche Anschlüsse" zu vermeiden. Je größer die Geräte, desto mehr werden auch die Anschlüsse.
        Da gibt es z.B. solche Geräte, die viel interessanter sind:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Hier sieht man: individuelle 48V und Monitor Schalter pro Eingang. Separates Line-In für Stereo Instrumente (belegt halt 2 Kanäle, die sind aber zusammengelegt). Duplizierte Monitor und Line Out Ausgänge die als TRS (balanced) und RCA (unbalanced) vorliegen. Input/Mix Steuerung (wie viel Input will man zum Playback beimischen, nice2have). XLR/TRS Kombi Anschlüsse sind auch üblich, da ist eher das Scarlett von Focusrite die Ausnahme, wo XLR und TRS Inputs für denselben Kanal getrennt verbaut sind (Platzbedarf). Im Mischpult eher andersrum

        Halbes Buch hier, ich weiß
        Als Nachtrag: balanced ist für wesentlich längere Strecken geeignet, RCA nur kurz. RCA ist auch anfällig für Störsignale, es kann also Funksignale mit abfangen und das nervt. Umstellung auf Balanced (sofern an beiden Enden dran) löst das Problem.
        Zitat von Jan8419
        Ich habe das Scarlett 2i2 4. Gen.
        Aus meiner persönlichen Erfahrung in Kombination mit einem Shure SM7B, kann ich definitv einen Cloudfilter. empfehlen.

        Das Nervige am Gerät ist, dass es keinen Aus / EIn Schalter hat. Es schaltet sich nach 10 MInuten ungefähr selber in den Ruhe / Standbymodus. Das heißt wenn irgendwann mal eine Ton zu laut sein sollte springt es wieder kurz an uach wenn man den Eingagslautsärke komplett runter geregelt hat.
        Passiert wirklich so gut wie nie, kann aber passieren, wenn man z.B. außversehen ans Mic kommt.
        Das ist eher eine spezielle Eigenschaft des Shure SM7B. Super gutes, super bekanntes und beliebtes Mikro - aber es braucht Unmengen an Vorverstärkung. Viele Audio Interfaces, gerade die, die nur Bus Powered sind (ohne separates Netzteil) schaffen einfach nicht genug. Cloudlifter ist da auch ne generelle, aber kostspielige Lösung. Da gibt es günstigere Preamps, die entsprechend die Vorverstärkung übernehmen.
        Ein sehr verbreitetes Thema, weil eben das Mikro so beliebt ist - aber keiner einem vorher sagt: das Teil braucht dicke Preamps, die in kleinen Audio Interfaces gar nicht vorkommen.
      • Von Jan8419 PC-Selbstbauer(in)
        Ich habe das Scarlett 2i2 4. Gen.
        Aus meiner persönlichen Erfahrung in Kombination mit einem Shure SM7B, kann ich definitv einen Cloudfilter. empfehlen.

        Das Nervige am Gerät ist, dass es keinen Aus / EIn Schalter hat. Es schaltet sich nach 10 MInuten ungefähr selber in den Ruhe / Standbymodus. Das heißt wenn irgendwann mal eine Ton zu laut sein sollte springt es wieder kurz an uach wenn man den Eingagslautsärke komplett runter geregelt hat.
        Passiert wirklich so gut wie nie, kann aber passieren, wenn man z.B. außversehen ans Mic kommt.
      • Von PCGH_Jan Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von cryon1c
        Es fehlen noch einfache, grundlegende Infos.

        z.B. das alle Kanäle in Mono gezählt werden. Wer also 2i2 sieht, kann direkt sehen - es sind 2 Mono-Eingänge und 2 Mono-Ausgänge. Kopfhörer-Ausgänge sind dabei nicht mitgezählt
        Monitor-Lautsprecher belegen also 2 Kanäle, dasselbe gilt für Stereo-Quellen. Einige Synthesizer bieten halt Stereo-Sound, andere haben nur Mono.
        Das hilft halt direkt zu sehen wie viele Anschlüsse man so braucht. Übrigens ist das bei den Mischpulten für PA/Studio nicht anders, da stehen aber nur die Eingänge in der Gesamtzahl im Namen.

        ASIO ist exklusiv und wir bei Spielen nicht benutzt, das ist etwas, was nur in spezieller Software ausgewählt werden kann. Diese Vorteile gibt es halt nur wenn ASIO benutzt werden kann, und sobald ASIO aktiv ist - es gibt keinen Sound aus anderen Quellen außerhalb der Software, die den ASIO-Treiber aktiv geladen hat.

        48V werden praktisch nur für Kondensator-Mikrofone benutzt. Da muss man schauen, was man anschließen will, oft sind nicht alle Mikrofon-Eingänge mit 48V ausgestattet. Interessant vor allem für Podcasts/größere Runden.
        Danke für die Anmerkungen, ich habe den Artikel in diese Richtung verbessert.
      • Von [THM]Zany Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hui,
        woher kam das denn Sehr lesenswerter Artikel. Danke und bitte mehr davon.

        Grüße und schönes Wochenende euch allen.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Es fehlen noch einfache, grundlegende Infos.

        z.B. das alle Kanäle in Mono gezählt werden. Wer also 2i2 sieht, kann direkt sehen - es sind 2 Mono-Eingänge und 2 Mono-Ausgänge. Kopfhörer-Ausgänge sind dabei nicht mitgezählt
        Monitor-Lautsprecher belegen also 2 Kanäle, dasselbe gilt für Stereo-Quellen. Einige Synthesizer bieten halt Stereo-Sound, andere haben nur Mono.
        Das hilft halt direkt zu sehen wie viele Anschlüsse man so braucht. Übrigens ist das bei den Mischpulten für PA/Studio nicht anders, da stehen aber nur die Eingänge in der Gesamtzahl im Namen.

        ASIO ist exklusiv und wir bei Spielen nicht benutzt, das ist etwas, was nur in spezieller Software ausgewählt werden kann. Diese Vorteile gibt es halt nur wenn ASIO benutzt werden kann, und sobald ASIO aktiv ist - es gibt keinen Sound aus anderen Quellen außerhalb der Software, die den ASIO-Treiber aktiv geladen hat.

        48V werden praktisch nur für Kondensator-Mikrofone benutzt. Da muss man schauen, was man anschließen will, oft sind nicht alle Mikrofon-Eingänge mit 48V ausgestattet. Interessant vor allem für Podcasts/größere Runden.
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