[PLUS] Mainboard-Sound im Praxistest: 5 Hauptplatinen gegen 3 Soundkarten
PCGH Plus: Die Frage ist so alt wie der Onboard-Sound selbst: Wie gut ist Mainboard-Audio im Vergleich zu dedizierten Klangkünstlern? Wir prüfen 5 aktuelle Boards und lassen sie gegen 3 Soundkarten antreten. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2018.
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Enthusiasten schwören auf dedizierte Soundhardware - entweder in Form einer klassischen Einbau-Soundkarte oder diverser USB-Geräte wie beispielsweise Hi-Fi-Digital/Analogwandler.
Doch hat der häufig getadelte Onboard-Sound in den letzten Jahren qualitativ große Sprünge getan und Soundkarten im großen Stil vom Markt verdrängt. Der jüngste Vorstoß ist Realteks ALC 1220, dieser Codec wird aktuell auf den allermeisten Boards verbaut. Er verfügt - zumindest theoretisch - über sehr gute Klangeigenschaften, eine ausreichende Verstärkerleistung sowie prinzipiell alle wichtigen Features, die Sie als Spieler brauchen, außerdem schlägt er sich prinzipiell auch bei der Musikwiedergabe gut. Viele Hersteller ergänzen die Audio-Sektionen ihrer Mainboards zudem mit weiteren, zum Teil hochwertigen Komponenten, um den Sound nochmals zu verbessern. Nicht selten wird beispielsweise ein potenter Kopfhörerverstärker verbaut, um auch anspruchsvolle Hörer kraftvoll antreiben zu können. Etwas seltener befinden sich außerdem dedizierte Digital/Analog-Wandler auf den Platinen, welche die prinzipiell schon gute Qualität des Realtek-Codecs nochmals steigern sollen. Ab der Mittelklasse um rund 150 Euro kann man damit rechnen, dass der Hersteller solcherlei Extras spendiert - wobei ein sehr genauer Blick angebracht ist, denn häufig ist nicht ganz klar, welche Hardware sich unter diversen Abdeckungen mit Beschriftungen wie "Audio-Boost", "Crystal Sound", "Amp-Up Audio" oder "Purity Sound" denn nun eigentlich verbirgt und welchen Zweck sie erfüllt.
Vielleicht auch deshalb wird Onboard-Audio von vielen noch immer mit etwas Argwohn betrachtet. Nicht immer zu Unrecht, wie unser letzter Artikel zum Thema in der PCGH 06/2017 dokumentiert. Dort testeten wir drei Boards mit dem damals recht neuen ALC 1220 und verglichen sie mit der High-End-Soundkarte Asus Xonar Essence STX 2, einem Board mit dem veralteten Realtek-Codec ALC 892 sowie einem hochpreisigen Gigabyte-Board, auf dem der Hersteller eine Vielzahl hochwertiger Komponenten samt Creatives Sound Core 3D verbaut hatte. Die Soundkarte lieferte die beste Qualität und Leistung, positiv überraschen konnte uns aber das Asrock Fatal1ty Z270 Gaming K6 und selbst im Vergleich mit der Soundkarte überzeugen. Das Board verfügte neben dem Realtek ALC 1220 über einen NE5532 Kopfhörerverstärker. Das exorbitant teure Gigabyte Aorus Z270X Gaming 9 mit dem Sound Core 3D kam klanglich nicht ganz an das Mittelklasse-Board von Asrock heran. Eine weitere Platine mit Realtek ALC 1220 von Biostar war klanglich nur Durchschnitt, ein ebenfalls von Gigabyte stammendes ALC-1220-Einsteiger-Brett fiel indes mit nervigen Störgeräuschen auf.
Warum Praxistests nötig sind
Wie Sie der obigen Zusammenfassung des damaligen Tests entnehmen können, ist es schwerlich möglich, die Audio-Qualitäten eines Boards nur anhand der verbauten Komponenten und der Versprechen der Hersteller einzuschätzen. Ein ausführliches Testen und Vergleichen ist im Grunde notwendig, um die Klangeigenschaften sowie die Verstärkerleistung einzuschätzen und eventuellen Problemen auf die Schliche zu kommen.
Diese Vergleiche sind allerdings aufwendig und langwierig. Nur wenige Nutzer dürften die Möglichkeit haben, diese Tests eigenhändig durchzuführen, und auch für uns stellen ständige System- und Hardware-Wechsel eine zeitliche Herausforderung dar. Leider können wir daher nicht jedes empfehlenswerte Board auf dessen Audio-Qualitäten untersuchen. Trotzdem haben wir die Absicht, dem Thema in Zukunft etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Für diesen Test haben wir uns fünf aktuelle Mainboards ausgesucht. Der Schwerpunkt des Tests liegt auf der Mittelklasse, um möglichst viele unserer Leser ansprechen zu können. Wir greifen die Testmethodik des ursprünglichen Artikels in der 06/2017 auf, ergänzen jedoch zwei weitere, deutlich günstigere Soundkarten und verfeinern unsere Herangehensweise bei den Tests etwas.
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- Asus Strix Soar (ca. 80 Euro)
- Asus Xonar STX 2 (ca. 200 Euro)
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