[30/06/2017] Praktisch jede Audio-Hardware verfügt über einen Equalizer. Dieser lässt sich für vielseitige Klangkorrekturen nutzen. Einige Basisinformationen: Von rund 20 bis 150 Hz rangiert der Bassbereich, der sich kaum mit dem menschlichen Gehör orten lässt. Der Bereich ab rund 70 Hz und darunter ist der Tiefbass, der dem Sound sehr viel Schwere und Masse verleiht, bei rund 100 Hz liegt der Kickbass, der klassische "Tritt in die Magengrube". Darüber geht der Bass vom Oberbass in den Grundton über. Bei "Gaming"-Hardware ist dieser Grundtonbereich neben dem Bass häufig ebenfalls noch betont, was beispielsweise Männerstimmen verfärbt und den Bass ortbar macht. Kurz darauf stürzt die Frequenzkurve bei einer solchen Abstimmung meist stark ab. Dabei ist der Bereich zwischen rund 400 und 1000 Hz (Mittelton) sehr wichtig, denn durch diesen erhält der Sound seine Ausdruckskraft, Volumen und Grundfärbung. Viele tieferen Instrumente, Geräusche und Stimmen bekommen durch diese Frequenzen Körper. Ist der Bereich unterbetont, wirkt der Sound hohl und blechern. Über dem Mittelton beginnt der Präsenzbereich, Nomen-est-Omen, dieser ist wichtig für Timing und Lebendigkeit. Außerdem sind diese Frequenzen und der darüber liegende Hochton wichtig für Stimmverständlichkeit, Räumlichkeit und Ortung. Ist dieser Bereich unterbetont, wirkt der Sound matschig, dumpf und unpräzise.