PCGH-Plus Label [PLUS] Internet of Things: Wenn Toaster Ihren Status liken

PCGH Plus: Immer mehr Geräte werden online eingebunden und besitzen sogar Rechenleistung. Mit dem "Internet der Dinge" soll unser Leben einfacher und wir effizienter werden. Aber könnten die Risiken die Chancen überwiegen? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2018.

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 Internet of Things: Wenn Toaster Ihren Status liken
Quelle: Pixabay

Verfolgt man die Entwicklung elektronischer Geräte der letzten Jahre, wird man feststellen, dass immer mehr Gegenstände und Objekte eingebettete Computersysteme spendiert bekommen haben, uns mit Sensordaten und Informationen aus der Umwelt via Internet versorgen oder einen gerätebezogenen Status durchgeben können. Diese "smarten" Gegenstände sind Teil des sogenannten Internet of Things (IoT), das alle mit einem Netzwerk verbundenen und kontrollierten Dinge beschreibt, die unter anderem in irgendeiner Art und Weise digital verfügbare Informationen bereitstellen.

Erstaunlicherweise wuchs das IoT-Netzwerk im Jahr 2016 um ganze 31 Prozent auf 8,1 Milliarden aktive Geräte, fügt sich zwei Jahre später bereits aus circa 30 Milliarden Objekten zusammen und soll laut Analysten von Cisco bis 2020 sogar 50 Milliarden angebundene Gegenstände umfassen. Damit erlaubt es physischen Objekten wie Fahrzeugen, Kaffeemaschinen oder Schrauben, nicht nur miteinander zu kommunizieren, sondern auch Datensätze zu sammeln und auszuwerten.

Per Fernzugriff können Nutzer die Hardware beispielsweise fernsteuern. Einige Geräte handeln sogar autonom und können fehlende Verbrauchsgüter nachbestellen. Das Internet of Things erlaubt durch eine direkte und verbesserte Einbindung der realen, physisch existierenden Welt in digitale Computersysteme theoretisch eine feinere und effizientere Nutzung von Ressourcen wie Energie oder Zeit. Auf den folgenden Seiten wollen wir deshalb einen kleinen Einblick in die Geschichte des IoT geben, aber auch Gefahren, Chancen und Vorteile näher beleuchten.

Wie alles seinen Lauf nahm

Die erste Idee, die der heutigen Rea­lität mit vernetzten Gegenständen am nächsten kam, gab es bereits in den 1980ern. Damals wollten Programmierer an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh einen Getränkeautomaten mit dem Internet (damals war das noch das Arpanet, ein Netzwerk aus amerikanischen Universitäten) verbinden, um so dessen Inhalt und Getränke­temperatur abfragen zu können, bevor sich die Studenten aus ihren Zimmern dorthin bewegten. Anfang der 90er informierte die erste Webcam Studenten der Cambridge Universität über den Füllstand der Kaffeemaschine im Computer-Labor. Per Live-Schaltung konnten so Studenten aus weit entfernten Gebäuden direkt im Browser die Menge an noch vorhandenem Kaffee abfragen und bei Bedarf welchen mitbringen. Die Idee vernetzter "Nicht-Computer", die über einen Internetzugang Daten austauschen und kommunizieren können, besteht also schon länger.

Internet of Things: Wenn Toaster Ihren Status liken (2) Internet of Things: Wenn Toaster Ihren Status liken (2) Im Jahre 1999 wurde das Auto-ID Centre (jetzt Auto-ID Labs) von Kevin Ashton am MIT mitbegründet: ein Forschungskonsortium aus mehreren Universitäten weltweit, das sich seither mit Radiofunktechnologien, etwa dem RFID-Tag (RFID: Radio Frequency Identification), beschäftigt. Sinn und Zweck dieser Forschungsgemeinschaft war es ursprünglich, den Nachfolger des gedruckten Barcodes zu kreieren und ein elektronisches Äquivalent zu etablieren.

Unternehmer sollten mit dem neuen Barcode genauer über den eigenen Bestand informiert werden und gleichzeitig konnte bei der Datenerfassung der menschliche Faktor ausgeklammert werden. Bei der Verwendung des Barcodes kommt es nämlich häufig zu einer fehlerhaften Eingabe, die dann in Datenbanken einfließen. Es war schlussendlich auch Kevin Ashton, der den Begriff "Internet of Things" geprägt hatte, als er einen Vortrag für Procter & Gamble hielt, in dem es um die mögliche Einführung von RFID-Tags in die Produktionskette des Hausmittel-Herstellers ging.

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Das erwartet Sie im Artikel: 15.000 Zeichen über die Geschichte und die Zukunft der Internet der Dinge - von RFID bis zu einem Kühlschrank, für dessen Grundlagenforschung 50 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.
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