Eufy-Überwachungskameras: Anker entfernt Privacy-Versprechen

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Eufy Security Camera
Quelle: Anker

Bei den Eufy-Überwachungskameras hat Anker zahlreiche Versprechen in Sachen Privatsphäre von der Webseite entfernt. Vorausgegangen war eine Sicherheitslücke.

Mit smarten Überwachungskameras der Serie Eufy möchte Anker zum Smart Home beitragen. So lässt sich das eigene Zuhause aus der Ferne überwachen. Nach Berichten über Sicherheitslücken hat der chinesische Hersteller reagiert. Zwar hat Anker den Artikeln widersprochen, und behauptet, dass keine Nutzerdaten preisgegeben werden und die Sicherheitslücken spekulativ sind. Angeblich soll das Anfang Dezember entdeckte Leck rund um den 20.12. gestopft worden sein. So soll kein Zugriff mehr außerhalb des Webportals eufy.com auf die Livestreams möglich sein.

Anker löscht Versprechen von der Webseite

Der Hersteller reagierte noch auf eine weitere Art und Weise. Bis zum 8. Dezember warb Anker mit etlichen Aussagen rund um den Schutz der Privatsphäre. So behauptete der Hersteller, dass es keinen Online-Link zu den gedrehten Videos gibt und man nur mit der Eufy-Software und einem Nutzerkonto die Videoclips entschlüsseln und ansehen kann. "Niemand sonst kann auf diese Daten zugreifen oder sie lesen.", so das Herstellerversprechen. Mittlerweile sind all diese Aussagen von der Anker-Webseite entfernt worden. In der FAQ ist zudem ein Punkt verschwunden, der erklärt hatte, dass die Videos nur mit Zustimmung der Nutzer an Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden dürfen.

Vorausgegangen waren Berichte, wonach Videoaufnahmen von Eufy-Kameras unverschlüsselt über die Cloud gestreamt werden können. Wenn man etwa den kostenlosen Videoplayer VLC nutzt, kann man Live-Bilder der Überwachungskameras streamen. Neben einer aktiven Eufy-Kamera benötigt man dazu nur die Base64-konvertierte Seriennummer. Beim Konkurrenten Ring von Amazon sollen ebenfalls Aufnahmen an Strafverfolgungsbehörden ohne Gerichtsbeschluss weitergegeben werden. Allerdings haben bei Ring die Nutzer selbst die Wahl, ob Videoaufnahmen via USB-Stick lokal gespeichert werden sollen oder ob man für 3,99 Euro monatlich das Abo Ring Protect abschließt, um Videos in der Amazon-Cloud zu archivieren.

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Sammlung zu Sicherheitslücke bei Eufy-Überwachungskameras:

  • Bei den Überwachungskameras von Anker ist Anfang Januar eine Sicherheitslücke entdeckt worden, die der Hersteller zum 20. Dezember geschlossen haben will.
  • So sollen Videoaufnahmen von Eufy-Kameras unverschlüsselt über die Cloud gestreamt werden können.
  • Anker reagierte zunächst nicht auf Anfragen und entfernte stattdessen die Privacy-Versprechen von der eigenen Webseite. Bis zum 8. Dezember behauptete der Hersteller, dass niemand aus der Kunde selbst auf die Videoaufnahmen zugreifen kann.

Quellen: The Verge, Eufy

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1754557804
        DIe Frage ist, inwiefern dem Produkt jetzt eine zugesicherte Eigenschaft fehlt und Kunden somit vom Kaufvertrag zurücktreten können und ob Anker sich damit jetzt Regresspflichtig (Schadenersatz) gemacht hat.
      • Von Gast1754557804
        DIe Frage ist, inwiefern dem Produkt jetzt eine zugesicherte Eigenschaft fehlt und Kunden somit vom Kaufvertrag zurücktreten können und ob Anker sich damit jetzt Regresspflichtig (Schadenersatz) gemacht hat.
      • Von Healrox Software-Overclocker(in)
        LTT hat das in der WAN Show ne Stunde lang diskutiert.

        Wenn sie ihr Zeug damit bewerben das alles local ist und dann einer rausfindet das du über einen link ALLES anschauen kannst, weil die Kameras eben doch ALLES auf einen Server hochladen, dann ist das schon nicht so gut.
        Da geht es gar nicht darum, dass es eine Sicherheitslücke gibt, da geht es einfach darum, dass Anker hart lügt.

        Da weiß man auch nicht, was besser ist. So eine Nummer oder die TikTok App, wo sie in die AGBs schreiben, das einfach alles, was auf dem Handy ist, erstmal auf den Server zur Auswertung geschickt wird.

        Gab es aber schon immer. Kann mich noch dran erinnern, als WOW das in die AGBs geschrieben hat. War noch vor Burning Crusade, damals. Da ist auch die ganze Dateistruktur zur Ansicht bei Blizzard gelandet.
      • Von Jairun_T Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Achja, Datenschutz und Technik. Hartes Thema.
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