iPhone 5s: Touch-ID-Sensor zur Speicherung von Fingerabdrücken ruft Datenschützer auf den Plan
Der als Feature im kürzlich vorgestellten iPhone 5s implementierte "Touch ID"-Sensor zur Erfassung und Speicherung von Fingerabdrücken zu Zwecken der Authentifizierung hat eine erste kritische Reaktion eines deutschen Datenschützers hervorgerufen.
Wie Spiegel Online berichtet, sieht der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar die neue "Touch ID"-Funktion des iPhone 5s zur Erfassung und Speicherung von Fingerabdrücken überaus kritisch und rät von der Verwendung des Features ab. "Biometrische Merkmale kann man nicht löschen. Sie begleiten uns das Leben lang. Fingerabdrücke sollte man daher nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden", äußerte Caspar gegenüber dem Spiegel.
Apple hatte am vergangen Dienstag während der Präsentation des neuen Smartphone-Modells "Touch ID" als neue Funktion für das bisher an Zahlencodes gebundene Entsperren des Telefons und als Authentifizierung zum Kauf von Apps vorgestellt. Laut Angaben des Konzerns würden die vom Fingerabdruck gespeicherten Daten das iPhone nicht verlassen und sind durch den neuen A7-SoC (System-on-a-chip) vor unbefugtem Zugriff abgesichert.
Eine Zusicherung, die laut dem Hamburger Datenschützer offenbar wenig Gewichtung hat, da Nutzer bereits jetzt keine hinreichenden Möglichkeiten hätten, um nachzuvollziehen, auf was für Daten diverse Apps zugreifen. "Außerdem gilt der Grundsatz der Datensparsamkeit. Wo es nicht sein muss, sollte man seine biometrischen Daten auch nicht hinterlassen. Schon gar nicht aus Bequemlichkeit", so Caspar.
Hintergrund: iPhone 5s und iPhone 5c
Das iPhone 5s setzt auf Apples neuen, 64-Bit-fähigen A7-SoC und wird in den Farben Silber (mit Weiß), "Space Grey" (mit Schwarz) und Gold (mit Weiß) erhältlich sein. Neben einer neuen Kamera und einem Dual-LED-Blitz verfügt das iPhone 5s zudem über einen Fingerabdruck-Scanner. Das iPhone 5c wiederum ist zum Vorgängermodell iPhone 5 aus technischer Sicht fast identisch und wird daher auch etwas günstiger als das Flaggschiff angeboten. Das Kunststoffgehäuse des "Budget-iPhone" gibt es in verschiedenen, bunten Farben.

Das war auch ungefähr das, was hier auch alle anderen gesagt haben.
http://www.golem.de/news/...
MfG
Ich habe das genau verstanden. Die Analogie zur Kinect 2 ist eindeutig, daran ändert auch dein Orwell Beispiel nichts.
@Cook
Also bei der Kinect 2 wurde es nicht akzeptiert wenn man gesagt hatte, deaktivieren und sicherheitshalber nen Karton/ Blumenvase vor die Kamera stellen, falls du verstehst was ich meine.
MfG
Du sollst dir den Film 1984 ansehen, denn Kinect wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung gewesen.
Den Scanner kann man aber nur dann missbrauchen, wenn man die Person wirklich kennt, aber dann braucht man den Scanner nicht mehr.
Dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, wundert dich nur, weil du es nicht verstanden hast.