Windows Vista, 7 und 8.1: Spezieller Dateipfad führt zum Systemabsturz
Rechner auf denen Windows Vista, 7 oder 8.1 läuft, lassen sich mittels eines einfachen Dateipfades zum Absturz bringen. Ganz neu ist das nicht. Bereits Windows 95 und Windows 98 enthielten vor mehr als 20 Jahren einen ähnlichen Fehler.
Als vor mehr als 22 Jahren Windows 95 erschien, hatte das Microsoft-Betriebssystem einen großen Bug im Schlepptau. Gab man einer Datei eine spezielle Bezeichnung, so brachte dies das System zum Absturz. Dieser Bug wurde gerne von Angreifern genutzt und fand sich ebenfalls im folgenden Windows 98 wieder. Mit den nächsten Iterationen schien der Fehler beseitigt, doch nun stellt sich heraus, dass Windows Vista, Windows 7 sowie Windows 8.1 offensichtlich ein ähnliches Problem plagt.
Der damalige Bug beruhte darauf, dass einige Geräte von den Betriebssystemen als Datei repräsentiert wurden. Der Zugriff auf die Pseudo-Dateien war nicht möglich und wurde zumindest bei einfachen Versuchen blockiert. Sobald jedoch mehr als eine Referenz im Spiel war, stürzte das System ab. Ähnlich verhält es sich bei den neueren Betriebssystemen. Hier ist der Übeltäter die Bezeichnung $MFT. Bezeichnet werden damit Metadaten-Dateien des NTFS-Dateisystems, ein einfacher Zugriff ist nicht möglich und wird auch hier vom Betriebssystem blockiert. Nutzt man allerdings $MFT als Verzeichnis-Name, bleibt die Blockade bestehen, sodass nachfolgende Prozesse ewig warten und nicht ausgeführt werden. Das Resultat: Das Betriebssystem hängt sich auf und es hilft nur noch der manuelle Neustart.
Verwendung kann dieser Bug in unterschiedlichen Formen finden. Zu Zeiten von Windows 95 und Windows 98 verbarg sich der Schadcode für den Systemabsturz beispielsweise in Bilddateien von Webseiten. Auch dieses Mal ist dies ein möglicher Weg. Einige Webbrowser verhindern bereits den Zugriff auf entsprechende Dateipfade, Microsofts eigener Internet Explorer zählt allerdings nicht dazu. Microsoft wurde indes auf das Problem aufmerksam gemacht. Wann und ob überhaupt eine Behebung des Bugs erfolgt, ist vollkommen unklar. Fest steht: Zumindest für Windows Vista ist nicht mit einem Update zu rechnen, da der Support dieses Jahr eingestellt wurde. Windows 10 ist nicht betroffen.
Quelle: habrahabr.ru via arstechnica.com

Hab das gerade an nem Rechner an der Uni ausprobiert, der Bug funktioniert wirklich
Das ganze System ist dann in einer Endlosschleife, aus dem man nur mittels Kaltstart (Reset) rauskommt. Selbst Strg + Alt + Entf hilft da nichts.
Ich Frage mich viel eher wie kann so ein Bug in Win 10, vermutlich vor Monaten/Jahren gefixt worden sein.
Aber in 7 und 8 nicht direkt mit über sehen/Zufall?
Beides ist besser?
Eher nicht, denn Einfallstore bieten beide Versionen genügend, die auch sehr gerne für kriminelle Zwecke, oder unkontrollierte Analysen der Nutzer verwendet werden und das auch noch mit expliziter Zustimmung des Nutzers
Die Crash-Gefahr geht von so einigen kurzzeitig verfügbaren Apps aus, die gewollt, oder ungewollt auch hier Systemabstürze verursachen, aber es gilt wie bei W10, es gibt meistens eine recht zuverlässige Systemselbstheilung.