Gigabyte: UEFI-Schwachstelle macht Hunderte aktueller Mainboards angreifbar
Hunderte aktueller Mainboards des taiwanischen Herstellers Gigabyte weisen derzeit eine sehr schwerwiegende Schwachstelle auf, welche die betroffenen Systeme angreifbar macht.
Wie die Sichterheitsforscher von Eclypsium herausgefunden haben, weisen Hunderte aktueller Hauptplatinen des taiwanischen Herstellers Gigabyte derzeit eine äußerst schwerwiegende UEFI-Schwachstelle auf. Über diese lassen sich die betroffenen Systeme angreifen und dann mit der entsprechenden Schadsoftware infizieren.
Mainboards für AMD Ryzen und Intel Core betroffen
Unter dem Titel "Supply Chain Risk from Gigabyte App Center Backdoor" veröffentlichten die Sicherheitsforscher von Eclypsium, einem Unternehmen für Risikobewertungen und Risikomanagement, jetzt einen entsprechenden Bericht zu der von ihnen gefundenen Schwachstelle im Aktualisierungsprozess der UEFI-Firmware aktueller Mainboards von Gigabyte. Betroffen sind unter anderem die aktuellsten Hauptplatginen für Prozessoren der Serien AMD Ryzen und Intel Core.
Alle aktuellen Chipsätze sind vertreten
Wie eine entsprechende Auflistung aller betroffenen Mainbords (PDF) belegt, sind alle relevanten Chipsätze der letzten drei Generationen, darunber auch Z790, B760, Z670 und B660 für Intel Core sowie X670, B650, X570 und B550 für AMD Ryzen, unter insgesamt 271 Mainboards für Desktops, Server und Workstation vertreten.
Windows-Binärdatei als Ursache allen Übels
Eine ausführbare Windows-Binärdatei, welche während des Update-Prozesses der UEFI-Firmware auf die Festplatte respektive SSD geschrieben wird, stellt dabei die eigentliche Schwachstelle dar.
"Eclypsium automated heuristics detected firmware on Gigabyte systems that drops an executable Windows binary that is executed during the Windows startup process."
Eclypsium
UEFI-Update erfolgt über unsichere URLs
Zudem werden im späteren Verlauf der Aktualisierung Daten über eine unverschlüsselte Verbindung ohne HTTPS heruntergeladen. Dieser Umstand lässt sich leicht über einen MITM-Angriff, eine sogenannte Man-in-the-Middle-Attacke, ausnutzen.
"This executable binary insecurely downloads and executes additional payloads from the Internet. Plain HTTP should never be used for updating privileged code as it is easily compromised via MITM attacks."
Eclypsium
Bei zwei weiteren URLs, die während des Aktualisierungsprozesses involviert sein können, ist die Gefahr aufgrund einer fehlerhaften Validierung der Server-Zertifikate respektive deren Implementierung ebenfalls gegeben, dass das System mit aus dem Internet nachgeladener Schadsoftware kompromittiert wird.
"However, we noticed that even when using the HTTPS-enabled options, remote server certificate validation is not implemented correctly. Therefore, MITM is possible in that case also."
Eclypsium
Die einzige Voraussetzung dafür, dass die Sicherheitslücke aktiv ist, ist die Aktivierung der UEFI-Einstellung "APP Center Download & Install" im BIOS. Diese Funktion sollte aber laut den Forschern ohnehin werkseitig aktiv sein. Anwender, die ihr Mainboard auf der o.g. Liste finden, sollten das Feature deshalb auch unbedingt deaktivieren.
Gigabyte reagiert bereits mit Beta-Updates
In der Zwischenzeit hat Gigabyte bereits mit neuen BIOS-Versionen auf das Problem reagiert, welche in den Release Notes bereits mit einen entsprechenden Vermerk auf die Gegenmaßnahmen des Herstellers hinweisen. Hierbei handelt es sich aber noch um Beta-Versionen. Anwender, die auf Nummer Sicher gehen wollen, warten daher lieber auf das finale BIOS und deaktivieren stattdessen das Feature im BIOS.
Quelle: Gigabyte (Screenshot: Sven Bauduin)
Beta-Updates z.B. für das Gigabyte Z790 Aorus Extreme sollten für Abhilfe sorgen.
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- vielleicht sollte bei Hardware-Tests mal da auch ein deutlicheres Augenmerk darauf gelegt werden, was so die einzelnen Hersteller um ihre Hardware herum und darauf an Software zusammen pfriemeln, die bestenfalls gar nicht richtig funktioniert bzw. im schlechtesten Fall wie hier eher ein Risiko darstellt...
Ich hatte das Gigabyte-Board mal nach 'nem Systemumbau von einem Freund geschenkt bekommen, sonst hätte ich mir so etwas nie selbst gekauft. Bin seit Jahren von der Marke an sich kuriert (das letzte war noch ein X48-Teil). Und so etwas, wie das jetzt, bestätigt mich darin, um solche Hersteller besser einen großen Bogen zu machen. Und es ist ja nicht nur das BIOS, das schlecht designed und ein "Verhau" ist. Allein der verbaute RGB-Krempel lässt sich bis heute nicht richtig per Software ansteuern, geschweige denn funktioniert mit anderen RGB-Sachen harmonisch bzw. teils gar nicht- nicht, dass mir persönlich so etwas überhaupt wichtig wäre, aber da das auf diesem ehemals sünd-teuren Teil vorhanden war, wollte ich damit auch mal herumspielen ... war auch eine Lehrstunde und Lehrgeld. Und diese Gigabyte Control Center genannte Software ist tatsächlich noch mieser programmiert als das MSI-Pendent - und ich dachte schlechter geht nicht mehr
Und DA ist der Schalter für die App Central installieren... den dann deaktivieren...
Ich sagte ja...versteckt...
Ich hatte das Gigabyte-Board mal nach 'nem Systemumbau von einem Freund geschenkt bekommen, sonst hätte ich mir so etwas nie selbst gekauft. Bin seit Jahren von der Marke an sich kuriert (das letzte war noch ein X48-Teil). Und so etwas, wie das jetzt, bestätigt mich darin, um solche Hersteller besser einen großen Bogen zu machen. Und es ist ja nicht nur das BIOS, das schlecht designed und ein "Verhau" ist. Allein der verbaute RGB-Krempel lässt sich bis heute nicht richtig per Software ansteuern, geschweige denn funktioniert mit anderen RGB-Sachen harmonisch bzw. teils gar nicht- nicht, dass mir persönlich so etwas überhaupt wichtig wäre, aber da das auf diesem ehemals sünd-teuren Teil vorhanden war, wollte ich damit auch mal herumspielen ... war auch eine Lehrstunde und Lehrgeld. Und diese Gigabyte Control Center genannte Software ist tatsächlich noch mieser programmiert als das MSI-Pendent - und ich dachte schlechter geht nicht mehr
Mal wieder Glück gehabt, wobei ich Appcenter ohnehin nicht installiere, weder über BIOS noch so.