Beta-Test Shootmania Storm: Rasanter Multiplayer-Shooter mit einer Waffe, geht das gut? 100 Screenshots plus Let's Play-Video
Die Macher des beliebten Rennspiels Trackmania wagen erstmals den Versuch, einen Shooter auf den Markt zu bringen. Nadeo und Ubisoft versuchen dabei, die Erfahrungen aus dem Arcade-Segment in das Shooter-Genre zu übertragen. Das Ergebnis heißt Shootmania und bietet vor allem rasantes Gameplay bei solider Grafik. PC Games Hardware wagt den Praxistest.
Nach Trackmania kommt Shootmania: Ein Ego-Shooter, der auf dieselben Stärken wie das beliebte Rennspiel setzen soll: Unkompliziertes Gameplay ohne "Schnickschnack", bei dem vorneweg die Fähigkeiten des Spielers abgefragt werden sollen. In diesem Fall bedeutet das enormes Spieltempo und nur eine einzige Waffe. Für Abwechslung soll die Community mithilfe eines beiliegenden Map-Editors selber sorgen. Kann das funktionieren? PC Games Hardware wagt einen Ausflug in die rasanten Gefilde von Maniaplanet.
Shootmania Storm: Die Maniaplanet-Oberfläche
Das Hauptmenü wird Trackmania-Spielern bereits bekannt vorkommen. Um die neuen Genre wie Shootmania und das angekündigte Questmania gemeinsam mit Trackmania 2 zu verwalten, hat Nadeo nun alle Spiele in der gemeinsamen Oberfläche Maniaplanet zusammengefasst. Von hier aus können Sie einmalig Ihre gewünschten Grafiksettings festlegen und die Serverbrowser ansteuern oder Freundeslisten verwalten. Für alle Spiele, die in Ihrem Account aktiviert sind, stehen Ihnen die Server zur Verfügung. Ein ausgefeiltes System ordnet Sie sowie Ihre spielerischen Leistung sehr detailliert einer Region zu und erstellt daraus Rankings. Diese Listen können europaweit, nach Ländern, Bundesländern oder sogar Städten aufgeschlüsselt werden. Sie sehen also auf einen Blick, wer der beste Spieler Ihrer Stadt oder Region ist. Die so offensichtliche Konkurrenz wird sich sicher motivierend auf einige Spieler auswirken.
Bildergalerie
Shootmania Storm: Das Gameplay
Wer schon mal ein Spiel der Trackmania-Reihe angspielt hat, weiß, dass Realismus nicht oben auf dem Zettel der Entwickler steht. Enormes Tempo und echtes Arcade-Feeling sind eher die Schwerpunkte für ein Spiel der Mania-Reihe. Shootmania bleibt dieser Linie treu und macht deutlich, was dabei rauskommt, wenn man die Eigenschaften des Rennspiels in einen Shooter portiert. Für Shootmania brauchen Sie keine lange Erklärung oder Eingewöhnungszeit: Sie betreten einen Server und im Ladebildschirm werden Ihnen die wichtigsten oder besser einzigen Tastenbelegungen angezeigt. Mit der linken Maustaste schießen Sie und mit der rechten können Sie Springen oder Sprinten - die Pfeiltasten geben die Laufrichtung an. Mehr müssen Sie nicht wissen und das Spiel entlässt Sie auf die Strecke. Der erste Gegner wird ins Visier genommen und bereits nach wenigen Sekunden beharken sich vier bis fünf Spieler im direkten Gefecht. Mithilfe von Sprungvorrichtungen und dem Fehlen von nutzlosen Dingen wie Fallschaden oder begrenzter Sprungkraft nutzt man instinktiv die komplette Größe der Karte aus - frei nach dem Motto: "Wer steht, verliert".
Passend zum simplen Gameplay bieten auch die verschiedenen Spielmodi vorerst nur begrenzte Abwechslung. Neben dem klassischen Deathmatch gibt es rundenbasierte Variationen oder Teamplay-Modi. Aktuell laufen die meisten Server aber noch im klassischen Arcade-Jeder-Gegen-Jeden-Modell. Eigene Server und erste Clans dürften zum Release mehr Teamplay in das Spiel einfließen lassen. Für ausreichend Langzeitspaß und ausreichend Abwechslung soll die Community anschließend selber sorgen. Im Spiel wird ein Map-Editor mitgeliefert, mit dem Sie eigene Karten oder Spielmodi erstellen können. Auch die Zahl der verfügbaren Schüsse oder Lebenspunkte variiert dadurch von Server zu Server.
Wer an dieser Stelle Details zu einer Art Singleplayer sucht, wird übrigens bitter enttäuscht. Shootmania ist nach eigener Aussage der pure Multiplayer-Wahnsinn und wird keinen Einzelspieler-Modus bekommen. Auch Offline-Karten gegen Bots sind in der aktuellen Version nicht möglich. Der Fokus liegt klar auf dem direkten Konkurrenz-Faktor und der eSport-Tauglichkeit des Spiels. Das Maniaplanet-Portal könnte hier allerdings der richtige Weg zu Erfolg sein, da Neulinge quasi automatisch an die Community und bei guten Leistungen an den eSport herangeführt werden.
Shootmania Storm: Die Grafik
Das Design ist natürlich immer Geschmackssache, aber wir möchten den auffälligen Kontrast zwischen Energiewaffen in alten Burgruinen wenigstens kurz erwähnen. Es passt in jedem Fall zum abgedreht rasanten Arcade-Stil und wirkt sich in keinem Fall störend auf das Spielgefühl aus. Sie werden ohnehin feststellen, dass Sie die meiste Zeit Ihren Gegenspieler im Auge haben und und nur wenig Zeit haben, um der umliegenden Landschaft mehr verdiente Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei sieht diese für ein Arcade-Spiel wirklich gelungen aus. Die Texturen sind dem PC würdig aufgelöst und auch sonst machen Animationen oder Landschaft einen guten Eindruck. Auch die Fernsicht kann mit vielen Details selbst in großer Entfernung punkten. Die Partikeldichte der Waffeneffekte ist gelungen und direkte Duelle sehen auch in größerer Entfernung noch toll aus.
Die Kantenglättung erfolgt standardmäßig über FXAA, was für die schnellen Bewegungsabläufe nicht unbedingt ideal ist. Hier sollten Sie dem Spiel über den Treiber etwas auf die Sprünge helfen. Die häufig in der Landschaft verwendeten Gitter werden ebenfalls nicht ideal geglättet und flimmern auch bei kürzeren Entfernungen enorm. Insgesamt kritisieren wir hier allerdings auf hohem Niveau und bei einem Arcade-Spiel für knapp 16 Euro sollte die Erwartungshaltung an die Grafik nicht zu hoch ausfallen.
Das Sounddesign ist ohne Fehl und Tadel: Gegenspieler lassen sich präzise anhand des Umgebungsfeuers orten und die Geräusche von Duellen führen Sie immer direkt zum Ort des Geschehens. Das stumpfe Dröhnen der eigenen Waffe könnte auf die Dauer aber etwas nervig werden.
Bei den Settings kann man aktuell nur sehr wenig einstellen: Die meisten Schalter sind blockiert für individuelle Einstellungen und lassen sich nur über die Voreinstellungen von "Sehr schnell" bis "Sehr hoch" anpassen. Die Auswirkungen sind bisher allerdings recht moderat. Bei der Oberflächendichte und einigen Texturdetails erkennt man noch die deutlichsten Unterschiede. Hier dürfte einiges noch dem derzeitigen Beta-Stadium des Spiels geschuldet sein.
Betatest Shootmania Storm - Fazit
Das Spielprinzip ist mutig, schnell und spielerisch enorm fordernd, aber leider nicht besonders abwechslungsreich - genau das könnte der Haken des Spiels sein. Nach einem fesselnden Start und einem ersten Test der eigenen Shooterfähigkeiten flacht die Motivationskurve schnell ab. Es gibt weder optische noch spielerische Gimmicks, mit denen man sich im Moment für gute Leistungen belohnen kann. Die Verbesserung des eigenen Rankings ist bisher der einzige Motivationsfaktor. Es entspricht zwar dem Spielprinzip, dass ausschließlich spielerische Fähigkeiten zum Sieg führen, dennoch wären wenigsten optische Verbesserungen wünschenswert - dem Langzeitspaß würde das in jedem Fall gut tun.
Technisch kann man bei einem Spiel für 16 Euro nichts aussetzen. Die Karten könnten im Design zwar etwas abwechslungsreicher sein und die vielen Gitter flimmern übertrieben, dafür sind Texturqualität und Fernsicht auf solidem Niveau. Mehr kann man von einem reinen Arcade-Shooter ohne Singleplayer-Ambitionen nicht erwarten.

Man hat einen kurzen Speed-Boost durch halten der Space-Taste, hat limitierte Munition, die sich zwar automatisch auflädt, aber man muss trotzdem haushalten.
Und man muss verdammt gut zielen können, außerdem gibt es "2" waffen, AFAIK.
soweit ich weiß sind die im 1v3 modus sichtbar: einmal die "railgun", die der einzelne hat, und dann sowas wie n machine-rocket-launcher, den die 3 anderen haben.
Ich persönlich bin der Meinung, dass Q3 da doch noch bei weitem besser ist. Q3 - und so auch Shootmania Storm - sind auf ein hohes Skill-/Aimlevel ausgelegt. Da braucht es nun einmal keine Grafik, sondern nur performance. Aber vielleicht bekommt das ja ein wenig Community, denn daran mangelt es innerhalb Q3 mittlerweile doch schon ein wenig
Ich hatte schon an Trackmania großes Gefallen gefunden, das da wär evtl. mein erster Shooter, mal sehen
Habs nach der Alpha nicht mehr gespielt, evtl gibts ja nochn paar coole Community-Maps...