Hyper X Predator 480 im Test: Kingstons beeindruckende Portfolio-Aktualisierung

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Hyper X Predator 480 im Test: Kingstons beeindruckende Portfolio-Aktualisierung (1) (4)
Quelle: PC Games Hardware

Kingston hat im Laufe der letzten Wochen neue SSDs auf den Markt gebracht Während die Hyper X Savage noch recht konservativ daherkommt, zählt die Hyper X Predator zur aktuellen Speerspitze der Entwicklung. Denn das Laufwerk setzt auf PCI Express und deklassiert jede SATA-SSD deutlich.

Kingston ist ein Hersteller, der schon seit langer Zeit im SSD-Markt mitspielt. In der letzten Zeit fiel der Hersteller jedoch nicht unbedingt durch seine inflationäre Modellpflege auf. So war bis vor kurzem die Sandforce-basierte SSDNow V300 gelistet seit Ende 2012 das modernste Laufwerk von Kingston. Aufgrund des recht niedrigen Preises gehört es immer noch zu den erfolgreicheren Modellen auf den Markt. Nachdem aber auf der diesjährigen CES erste neue Modelle des Herstellers zu sehen waren, haben die SATA-SSD Hyper X Savage und das PCI-E-Laufwerk Hyper Predator nun den Weg in Handel gefunden. Letzteres unterziehen wir einem Test.

Kingston Hyper X Predator - Das Raubtier unter der Lupe

Nachdem es von Kingston auf dem SSD-Markt lange Zeit nichts mehr zu sehen gab, setzt sich der Hersteller mit der Hyper X Predator fast an die Spitze der technischen Entwicklung. Die M.2-SSD bietet nämlich Leitungsdaten, wie sie zurzeit nur eine Handvoll andere Laufwerke auf dem Endkundenmarkt erreichen. Einer der Glanzpunkte der Platine ist die hohe Durchsatzleistung: Möglich macht das der Marvell-Controller 88SS9293, der vier Kanäle für Flash anbietet und eine Anbindung desselben an das System per 4 × PCI-Express 2.0 ermöglicht. Damit stünden theoretisch 2.000 MByte/s in beide Richtungen zur Verfügung, was die Predator mit 1.400 MByte/s lesend sowie 900 MByte/s schreibend aber nicht ganz ausreizt. Der Flash stammt von Toshiba und ist im aktuellen A19nm-Verfahren des Herstellers gefertigt. Als Cache dient 1 GiByte DDR3-1600.

Das Laufwerk wird zurzeit mit den Kapazitäten 240 und 480 GByte, jeweils im 2280er-Format angeboten. Zudem besteht die Wahlfreiheit zwischen Versionen mit und ohne HHHL-Adapter ("Half Height Half Length"), der notwendig ist, um die SSD auf den meisten aktuellen Z97-Boards auszureizen, deren M.2-Slots nur mit PCI-E 2.0 × 2 angebunden ist. In Bezug auf den Adapter kann sich mitunter etwas Rechnen lohnen: Da der Adapter bei der 480-GB-Version zurzeit mit einem Aufpreis von 40 Euro zu Buche schlägt, kann es günstiger sein, einen solche Platine von einem Dritthersteller zu beziehen. Bei der 240-GB-Version sind die Preisunterschiede dagegen nicht so groß.

Auf Seiten der herstellergewährten Eigenschaften gibt es sehr hohe 882 beziehungsweise 415 Terabyte garantierte Schreibleistung (480- und 240-GByte-Version). Diese relativieren sich aber, wenn man sie den verhältnismäßig kurzen, eigentlich in der Mittelklasse üblichen drei Jahren Garantie gegenüberstellt, die Kingston auf die Hyper X Predator gibt. Erfreulich ist, dass Kingston die Entscheidung über den M.2- oder Adapter-Betrieb dem Kunden überlässt. Zum Vergleich: Die M.2-Platine der Plextor M6E ist sowohl bei der Black Edition als auch in der Urfassung ohne Kühlung mit einem Sicherheitssiegel am HHHL-Adapter gesichert. Das Trennen der M.2-SSD vom Adapter bedingt hier den Verfall der Garantie. Als nette Software-Beigabe bietet der Hersteller einen Schlüssel zu Acronis True Image HD als Download.

Kingston Hyper X Predator - Benchmarkergebnisse

Für die Predator mit 480 GByte verspricht Kingston sequenzielle Lese- und Schreibraten von 1.400 MByte/s lesen und 1.000 MByte/s schreibend. Im AS-SSD-Benchmark verfehlt sie dieses Ergebnis knapp. Im Atto Disk Benchmark, den auch der Hersteller für die Ermittlung seiner Werte verwendet, liegt die Lesegeschwindigkeit 1.450 MByte/s deutlich darüber, die Schreibleistung mit 989 MByte/s. Im IOPS-Test ermitteln wir 116.000 4k Aligned Random Writes pro Sekunde, was deutlich über der Geschwindigkeit aktueller SATA-Laufwerke ist. Nach 20 Minuten Dauerlast beginnt die sekündlich erbrachte I/O-Leistung sehr stark zu schwanken und pendelt zwischen dem Spitzenwert und niedrigen fünfstelligen Ergebnissen. In den Realtests liefert das Laufwerk sehr gute, jedoch durchwegs langsamere Ergebnisse als die PCI-E-basierte Konkurrenz.

Kingston Hyper X Predator - Fazit

Mit der Hyper X Predator liefert Kingston eine sehr beeindruckende Auffrischung ihres SSD-Aufgebotes ab. Die sequenziellen Übertragungsraten sind sehr hoch und werden auf dem Endkundenmarkt aktuell nur von der Intel SSD 750 überboten. Gleiches gilt für die IOPS-Leistung. In den Realszenarien kann die Predator Ihre Rohleistungsvorteile gegenüber der XP941 nicht ausspielen, was für Optimierungsvorteile aufseiten des Samsung-Laufwerkes entspricht. Nichtsdestotrotz ist die Kingston Hyper X Predator aktuell jedem SATA-Laufwerk deutlich überlegen.

Bildergalerie

Produktinfo/-name Kingston Hyper X Predator (480 GB)
Modellbezeichnung 50026B72530070B7
Hersteller/Webseite Kinston (www.kingston.com/de)
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1247224
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 480,-
Preis pro Gbyte € 1,07/GiByte
MTBF*/Haltbarkeit 1.000.000 Stunden/-
Firmware Testmuster OC34L5TA
SSD-Controller Marvell 88SS9293
Flash-Chips Toshiba A19nm Toggle NAND
DRAM-Cache DDR3-1600
Schnittstelle M.2 ( 4x PCI -Express 2.0)
Ausstattung (20 %)  
Formatierte Kapazität (GiByte) 447,13 GiByte
Herstellergarantie 3 Jahre Jahre
Zubehör/Besonderheiten -
Eigenschaften (20 %)  
Schnittstelle M.2 ( 4x PCI -Express 2.0)
NAND-Typ MLC
Trim-Unterstützung (Garbage Collection) Ja
Format 7 mm
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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Julian1303 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Reinhard
        Ja, auch Windows 7 funktioniert wunderbar.
        ok Win7 gehört ja bald der Vergangenheit an, ab Windows 10 sollten die PCIe Karten durchaus Standardunterstützung haben. Was mich jetzt interessiert ist, was wäre wenn man z.B eine Intel 750 PCIe SSD mit NVMe an ein normales Board nur mit AHCI betreibt, was noch kein NVMe Protokoll unterstützt? Ebenso eventuell noch PCIe version 2 statt 3 hat. Abseits der Geschwindigkeit meine ich, schon klar das V3 mehr Bandbreite zum Übertragen als V2 hat. Würde die Intel in solcher einer Umgebung als Systemplatte überhaupt richtig funktionieren? Als Zweitlaufwerk gehe ich mal davon aus. Der Beweggrund meiner Frage ist euer Artikel in der letzten PCGH über das Verschieben der Spielebibliotheken bei verschiedenen Diensten. Steam funktioniert ja so recht gut aber Uplay und Origin wohl nur schlecht. >Daher meine Überlegung Games die schnelle Speicher brauchen auf solch einem Medium zu installieren. Entweder diese Hyper X Predator oder aber auch eine Intel PCIe SSD. ich denke da an Spiele die sehr Open World sind und vom streamen leben.
        PS: Ja wegen der Tabelle kein Problem, kann passen kenn ich.
      • Von Julian1303 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Reinhard
        Ja, auch Windows 7 funktioniert wunderbar.
        ok Win7 gehört ja bald der Vergangenheit an, ab Windows 10 sollten die PCIe Karten durchaus Standardunterstützung haben. Was mich jetzt interessiert ist, was wäre wenn man z.B eine Intel 750 PCIe SSD mit NVMe an ein normales Board nur mit AHCI betreibt, was noch kein NVMe Protokoll unterstützt? Ebenso eventuell noch PCIe version 2 statt 3 hat. Abseits der Geschwindigkeit meine ich, schon klar das V3 mehr Bandbreite zum Übertragen als V2 hat. Würde die Intel in solcher einer Umgebung als Systemplatte überhaupt richtig funktionieren? Als Zweitlaufwerk gehe ich mal davon aus. Der Beweggrund meiner Frage ist euer Artikel in der letzten PCGH über das Verschieben der Spielebibliotheken bei verschiedenen Diensten. Steam funktioniert ja so recht gut aber Uplay und Origin wohl nur schlecht. >Daher meine Überlegung Games die schnelle Speicher brauchen auf solch einem Medium zu installieren. Entweder diese Hyper X Predator oder aber auch eine Intel PCIe SSD. ich denke da an Spiele die sehr Open World sind und vom streamen leben.
        PS: Ja wegen der Tabelle kein Problem, kann passen kenn ich.
      • Von PCGH_Reinhard PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von KatanaxXx
        Lässt sich im Legacy Mode auch Win7 installieren?
        Also ähnlich dem Asus RAIDR welches legacy und uefi mode unterstützt.
        Ja, auch Windows 7 funktioniert wunderbar.
      • Von Quat BIOS-Overclocker(in)
        Ist die nicht etwas derb teuer, im Verhältnis zur Intel 750? Die gibt's mittlerweile unter 400€.
      • Von KatanaxXx Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Reinhard
        Da die Bootfähigkeit der Regelfall ist, erwähne ich das normalerweise nicht. Bei nicht bootfähigen Laufwerken weise ich aber explizit darauf hin.
        Lässt sich im Legacy Mode auch Win7 installieren?
        Also ähnlich dem Asus RAIDR welches legacy und uefi mode unterstützt.
      • Von PCGH_Reinhard PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von ludscha
        Und ich dachte schon wieder, nicht als Systemlaufwerk brauchbar.

        MFG
        ludscha
        Da die Bootfähigkeit der Regelfall ist, erwähne ich das normalerweise nicht. Bei nicht bootfähigen Laufwerken weise ich aber explizit darauf hin.
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