PCGH-Plus Label Vergleichstest: 15 SATA-SSDs - sanfte Flashzellenkur

PCGH Plus: In der letzten Ausgabe testete PCGH noch PCI-Express-SSDs, diese Ausgabe folgen 15 Modelle mit SATA-Anschluss. Die technisch eher rückständigen SATA-Modelle sind einfach nicht totzukriegen und auch bei PCGH-Lesern noch sehr beliebt. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 07/2018.

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Vergleichstest: 15 SATA-SSDs - sanfte Flashzellenkur
Quelle: PC Games Hardware

2020 erwartet Samsung, dass erstmals mehr PCI-Express-SSDs als SATA-SSDs verkauft werden. Das hat uns der technische Produktmanager Marcel Binder verraten, als er im April dieses Jahres die neue 970er-Serie vorstellte. Die technisch bessere Technik werde sich durchsetzen - da ist er sich sicher. Und das, obwohl der Leistungssprung zwischen den beiden SSD-Schnittstellen nicht unbedingt spürbar ist. Beim Generationenwechsel zwischen HDD und SSD war das damals noch ganz anders. Die Flash-Bausteine haben System- und Programmstarts noch deutlich verkürzt. Der Unterschied zwischen PCI Express und SATA III ist homöopathisch gering, wenn

Folgende 15 Produkte finden Sie im Test:  • Apacer Dual Interface SSD AS720 (480 GB)
• Crucial MX500 (250 GB, 500 GB, 1.000 GB)
• Kingston SSDNow UV500 (240 GB, 480 GB)
• Patriot Burst (240 GB)
• Samsung SSD 860 Evo (250 GB, 500 GB, 1 TB, 4 TB)
• Samsung SSD 860 Pro (256 GB, 512 GB, 1 TB, 4 TB)

Sie nicht gerade täglich mehrere Gigabytes hin- und herschaufeln. Gerade deswegen werden SATA-Modelle auch nicht aussterben, sondern werden wie die Magnetfestplatten heute noch immer ihre Daseinsberechtigung haben.

Letztlich wird es auf den Preis ankommen. Der Zuschlag für die PCI-Express-Königsklasse ist zwar etwas geschmolzen, ist aber noch immer ordentlich: Im Preis pro Gigabyte kostet so ein Modell ungefähr noch um die Hälfte mehr. Eine Samsung SSD 970 Evo oder auch Intel 760p schwankt zum Redaktionsschluss im Preis um die 180 Euro, während eine Samsung SSD 860 Evo oder eine Crucial MX500 um die 110 bis 125 Euro kostet. In den Praxis-Benchmarks haben wir daher die PCI-Express-SSD Samsung 970 Evo als Vergleich mit aufgenommen. Während sie die SATA-Modelle in synthetischen Benchmarks um ein Vielfaches überholt, ist der Unterschied in Ladezeiten von Spielen oder Stapelverarbeitungen von Anwendungen nicht mehr ganz so riesig. Bestenfalls im Kopiertest mit großen Datenmengen ist noch ein deutlicher Unterschied festzustellen. Für die meisten Privatanwender, wozu auch Gamer zählen, haben SATA-SSDs daher aktuell noch immer das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Neues Wertungs- und Testsystem

Apacer stattet die AS720 mit einer zusätzlichen USB-C-Buchse aus.  Damit ist sie eher eine externe SSD, die besser für Docking­stations und USB-Betrieb geeignet ist als für den Festeinbau. Apacer stattet die AS720 mit einer zusätzlichen USB-C-Buchse aus.  Damit ist sie eher eine externe SSD, die besser für Docking­stations und USB-Betrieb geeignet ist als für den Festeinbau. Alles neu macht der Mai, auch das SSD-Testsystem. Eigentlich gab es wenig Grund zur Renovierung unserer SSD-Testkriterien, da die Flashspeicher schon lange nicht mehr mit großen technischen Neuheiten aufwarten. Wir haben aber ein aktuelleres System für die Tests zusammengestellt, da Windows 8.1 oder ein DDR3-Arbeitsspeicher nun doch langsam antiquiert sind. Und weil damit eine direkte Vergleichbarkeit mit älteren Tests sowieso nicht mehr gegeben ist, haben wir gleich einige Benchmarks mit entrümpelt. So ist etwa die praxisferne Befeuerung mit Iometer über eine Dreiviertelstunde auf zehn Minuten geschrumpft. Die IOPS haben wir bislang nach fünf und nach dreißig Minuten abgeprüft, um die Langzeit-Schreib-leistung zu ermitteln. Da wir einen praktischen Kopiertest mit großer Datenmenge noch im Parcours haben und der Benchmark ohnehin synthetisch ist, flog er nun zum Frühjahrsputz raus. Ebenso wie die praktische aber nicht mehr zeitgemäße Spieleinstallation des Uralt-Spiels Oil Rush, das nur circa 500 MB groß ist und letztlich nur ein weiterer Kopiertest war. Die beiden Tests wurden nun von zwei Spielstart-Ladezeiten ersetzt. Wir haben uns da an den Teilwerten des umfangreichen PCMark-8-Storage-Benchmarks bedient. Daraus stammen auch zwei Stapelverarbeitungen aus Photoshop und After Effects. Damit fließt erstmals auch reine Anwendungsleistung von SSDs in unsere Wertung mit ein. Seit Mitte letzten Jahres sammeln wir bei jedem SSD-Test schon die Ergebnisse von PCMark 8 Storage und haben sie in Vergleichstests auch immer wieder für die qualitative Praxisbewertung hergenommen. Bislang war sie aber nicht Teil der Testnote, deren Kriterien eben wegen der Vergleichbarkeit jahrelang gleichgeblieben sind. Diese geben wir nun zugunsten eines aktuellen Systems auf.

Unverändert bleiben synthetische Benchmarks. Der Atto Disk Benchmark etwa misst den Durchsatz mit komprimierbaren Daten und liefert damit stets Bestwerte im sequenziellen Lesen und Schreiben, mit denen die Hersteller auch gerne im Datenblatt werben. Etwas ehrlicher ist da schon AS SSD, der den Controller mit komprimierten Daten fordert. Hier ist der Durchsatz in der Regel etwas geringer, jedoch treten etwa mit JPEGs oder ZIP-Archiven in der Praxis häufiger komprimierte Daten auf als unkomprimierte. Nach wie vor dabei sind auch unsere beiden eigenen Praxistests: Eine Stapelverarbeitung über 2.500 Bilddateien mit Irfanview skaliert die Auflösung von UHD nach Full HD. Außerdem kopiert eine Batchdatei insgesamt 50.000 Dateien aus einem Windows-Programmverzeichnis, welche insgesamt 10 GiB fassen. Diese Tests sind gleichgeblieben, um immerhin die Teilergebnisse mit früheren Tests eingeschränkt vergleichen zu können.

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  • Crucial MX500 (250 GB, 500 GB, 1.000 GB)
  • Kingston SSDNow UV500 (240 GB, 480 GB)
  • Patriot Burst (240 GB)
  • Samsung SSD 860 Evo (250 GB, 500 GB, 1 TB, 4 TB)
  • Samsung SSD 860 Pro (256 GB, 512 GB, 1 TB, 4 TB)
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