Western Digitals erste SSDs: WD Blue und WD Green [Update]

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Western Digitals erste SSDs: WD Blue und WD Green (4)
Quelle: Western Digital

Western Digital hat die ersten SSDs vorgestellt, die unter eigenem Namen vermarktet werden. Es handelt sich um Modelle, die bereits Sandisk vertrieben hat, allerdings eine angepasste Firmware verpasst bekommen. Die WD-Blue- und WD-Green-SSDs sollen die Mittel- und Einsteigerklasse bedienen.

Update vom 13.10.16:

Die WD-Blue-SSDs lassen sich bereits im PCGH-Preisvergleich finden. Gelistet werden alle drei Größen sowohl in der 2,5-Zoll- als auch in der M.2-Variante, wobei die vergleichsweise hoch angesetzten Preisempfehlungen schon um 10 bis 25 Prozent unterboten werden. Die ersten Händler wollen in den kommenden Tagen mit der Auslieferung beginnen. Die WD-Green-SSDs sollen im Laufe dieses Quartals den Markt erreichen, werden aber noch nicht im Preisvergleich geführt.


Originalartikel vom 11.10.16:

Nachdem Western Digital vergangenes Jahr Sandisk übernommen hat, zeigen sich jetzt die ersten Auswirkungen dieser Akquise. WD, bekannt für seine Magnetspeicher, stellt seine ersten SSDs vor, die das frühere Namensschema der HDDs erben und in WD Blue sowie WD Green untergliedert werden. Die Markteinführung hat vor allem firmenpolitische Gründe, denn entsprechende Modelle gibt es mit leicht abweichenden Spezifikationen bereits unter dem Namen Sandisk. Anandtech.com nennt die genauen Spezifikationen. Alle Modelle nutzen ein SATA-6Gbit/s-Interface und sind als 80 mm lange M.2-Steckkarten (M2280) oder im 2,5-Zoll-Gehäuse erhältlich.

Die WD-Blue-SSDs basieren auf der X400 und nutzen dementsprechend Sandisks in 15 nm gefertigten TLC-Speicher, der mit Marvells 88SS1074-Controller gepaart wird. Die Ersatzblöcke für das sogenannte Over-Provisioning werden minimal erhöht, sodass die Kapazitäten auf 250, 500 und 1.000 GByte gerundet werden. Die zwei großen Modelle kommen auf dem Papier auf Übertragungsraten von 545 MB/s schreibend und 525 MB/s lesend. Die Zufallszugriffswerte sollen sich auf 100.000 respektive 80.000 IOPS belaufen. Die 250-GByte-SSD kommt auf 540/500 MB/s und 97.000/79.000 IOPS. Die Preisempfehlungen belaufen sich auf 99/109, 169/179 und 339/349 Euro (2,5"/M.2) für 250, 500 respektive 1.000 GByte. Sandisks X400-Modelle sind bereits für rund 75, 130 beziehungsweise 245 Euro zu haben.

Die WD-Green-SSDs basieren auf der Sandisk Plus, bekommen den gleichen 15-nm-TLC-Speicher spendiert, nutzen aber einen Controller des Typs Silicon Motion SM2256S. Erhältlich sind die Einsteigermodelle mit 120 und 240 GByte. Erreicht werden Übertragungswerte von bis zu 545/435 MB/s (lesend/schreibend) und 37.000/68.000 IOPS, die kleinere SSD ist etwas langsamer. Die Preise nennt Western Digital bisher nur für das 240-GByte-Modell, das 89/95 Euro (2,5"/M.2) kosten soll. Sandisks Plus-Ausführungen sind für knapp 45 respektive 65 Euro erhältlich.

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zocker_Boy BIOS-Overclocker(in)
        OK, danke für die Rückmeldungen
        Mein Bruder will in seinem Rechner auch ein größeres Datengrab und da bin ich am Überlegen, ob ich dem die Toshiba X300 mit 4 TB einpflanze. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her scheint die auf dem Papier zumindest nicht schlecht zu sein.
      • Von Zocker_Boy BIOS-Overclocker(in)
        OK, danke für die Rückmeldungen
        Mein Bruder will in seinem Rechner auch ein größeres Datengrab und da bin ich am Überlegen, ob ich dem die Toshiba X300 mit 4 TB einpflanze. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her scheint die auf dem Papier zumindest nicht schlecht zu sein.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Ich hab eine DT01ACA200 von Toshiba (als Ersatz für eine Seagate ST2000DM001, die nach etwa 6 Monaten ausgefallen war).
        Als ich diese das erste mal in Betrieb genommen habe, hatte ich befürchtet die würde jeden Moment wieder ausfallen. Die HDD klang nicht wirklich "Gesund". U.a. ist unregelmäßig ein *Klack* zu hören, vermutlich wenn der Lesekopf in Parkposition geht.
        Hat nun aber 8336 Std. Betriebszeit auf dem Buckel und keine Ausfallerscheinungen.
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        In meiner Bekanntschaft gab es bisher nur eine einzige Toshiba-Festplatte - bei mir, eine DT01ACA050.
        Hat wirklich EXTREM vibriert und war für eine 7200er-Platte besonders mit kleinen Dateien extrem langsam. Hat zwar höhere sequenzielle Übertragungsraten wie meine damaligen SpinPoint F3 HD502HJ gehabt, aber als OS-Festplatte war die wirklich deutlich (!) und vorallem spürbar langsamer.

        Die Platte wurde irgendwann mit einem PC verkauft...

        Trotzdem behaupte ich nicht, dass alle Toshiba-Platten so mies sind... n=1 ist bekanntlich ja keine Anzahl, die ein Urteil über ein Produkt/einen Hersteller rechtfertigt.
      • Von Zocker_Boy BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Amigo
        Naja, nicht so überzeugt, ausser der Preis stimmt... bei HDDs nehme ich eh lieber Seagate. Jeder hat da seine Vorlieben...
        Im Ernst?
        Ich hab früher nicht so auf Festplatten-Marken geachtet, erst seitdem ich in den letzten Jahren mit Crystal Disk Info die SMART Werte auslese. Jedes Mal, wenn da gelbe oder rote Punkte auftauchen, war ne Seagate oder Hitachi drin. Übrigens auch in Notebooks.

        Mit WD hab ich noch nie Probleme gehabt, hab von denen jedoch bisher auch nur die Red, Black, Gold und Velociraptoren vergleichen können. Übrigens ist die neue WD Gold mit 8 TB sogar schneller als mein Raptor, die kommt auf 226 Mbit/s beim lesen und damit schon in die Nähe von 5 Jahre alten, kleinen SSD's

        @iGameKudan Hitachi ist mir auch eher negativ aufgefallen; HGST gehört aber auch (inzwischen) zu WD. Wie sind deine Erfahrungen mit Toshiba Platten?
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        Zitat von Cuddleman
        Hurra, ich habe Müll-PC's.
        Da hast du tatsächlich Recht, denn ich benutze weitestgehend abgelegte Rechner, oder mittlerweile schon uralt Systeme.
        Der Müll funktioniert jedoch seit Jahr und Tag, mit ganz kleinen üblichen Reparaturen, tadellos!

        Trotzdem habe ich auch gute Markenprodukte unter meiner Fuchtel und kann dir versichern, das beim normalen Gaming, oder mit normalen üblichen Anwendungen, zwischen Teuer und Billig (kein Schrott, denn das ist etwas, was man nicht mehr nutzen kann, bei vielen Menschen steht für "kann" einfach nur nicht mehr wollen) kein wesentlich merkbarer Unterschied vorhanden ist, was gerade die SSD angeht.
        Ich rede hier konkret von Samsungs 850 EVO und der Sandisk X400, jeweils in der M.2 mit Sata-Anbindung, sowie in 2,5" Version.

        Beziehst du deine Aussage jedoch auf die Tests, besteht ein deutlicher Unterschied, aber Schrott(?), das habe ich zuvor schon definiert(!), ist es jedenfalls nicht!
        Als Müll bzw. Schrott bezeichne ich die Green mit ihrem 2256S-Controller.

        Ich hatte eben genau so eine SSD... ADATA SP550 240GB mit dem (besseren?) 2256EN-Controller und ebenfalls TLC-Flash.
        Und das ist schlicht meine eigene Meinung, dass das Geld an der Stelle wirklich falsch gespart ist. Der TLC-Flash ist mies, die Leistungswerte dieser LowEnd-SSD-Controller ebenfalls. Wobei es ja durchaus günstige und gute TLC-SSDs gibt, bspw. die Trion 150. Allerdings nutzen die auch nicht diesen schrottigen 2256er-Controller.

        Und die WD Green kann nicht mal über den Preis punkten, für den aufgerufenen Preis bekommt man schon die richtig guten Modelle anderer Hersteller.
        Gut, mal sehen was die OVP bringt.

        Aber selbst die Blue muss noch günstiger werden, die 850 EVO oder MX200 stellen immernoch die leistungsfähigere, preislich praktisch gleiche und damit bessere Alternative dar. Die Blue bezeichne ich aber definitiv nicht als Schrott, ich finde sie nur noch etwas zu teuer.

        @Diskussion über die Zuverlässigkeit: Mir selber sind bisher nur eine Hitachi- (irgendein 2,5" 5400rpm Notebook-Teil mit 160GB...), eine Western Digital- (WD Blue WD10EZEX, also keine umgelabelte Green...) und eine Samsung-Festplatte (HD161HJ) kaputtgegangen. In meiner Bekanntschaft sind eine Hitachi-Festplatte (allerdings durch Eigenverschulden... Die Fallschäden am MacBook waren eindeutig...) und eine Western Digital WD Blue- (WD10EZRZ - also eine umgelabelte Green...)Festplatte kaputtgegangen. Meine eigene Austausch-HDD zeigt aber auch erste Macken (laut Ereignisanzeige I/O-Wiederholungen und Harddrive-Rücksetzungen).

        Seagate-Platten sind mir hingegen bisher noch absolut keine kaputtgegangen und mir selber sind auch keine Defekte bekannt (in der Bekanntschaft sind viele mehr oder weniger alte Seagate-Platten im Einsatz...). Hitachi/HGST-Festplatten hatten bei mir hingegen schon immer dieses Billig&Schlecht-Image. Einzig finde ich schade, dass die eigentlich sogar statistisch zuverlässigeren Western Digital-HDDs in meinem Umfeld tendenziell am meisten Probleme gemacht haben.
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