WD Black SN850: Firmware behebt Einbruch der Schreibrate auf X570
Mit der ersten PCI-Express-4.0-SSD von Western Digital, der WD Black SN850, traten Probleme in Kombination mit dem X570-Chipsatz von AMD auf. Ein Firmware-Update soll dieses Problem, welches die Schreibgeschwindigkeit der SSD betraf, in den Griff bekommen haben.
Für die WD-Black-SN850-SSD von Western Digital wurde die Firmware-Version 613000WD veröffentlicht. Dieses Update kümmert sich um einen Fehler, der bei der Nutzung der SSD mit Systemen aufgetreten ist, welche PCI-Express 4.0 unterstützen. Das ist momentan nur der Fall bei X570-Chipsätzen von AMD. Der Fehler soll verursacht haben, dass die Schreibrate der SSD von 5 GByte/s auf 3 GByte/s abgefallen sei, wenn die WD Black SN850 den zweiten oder dritten M.2-Steckplatz von X570-Mainboards belegte. Die Datenübertragungen sollen so vom PCIe-Interface der CPU auf den Chipsatz verfrachtet worden sein.
Nach Angaben von Western Digital sah die Situation so aus, dass der Controller der SSD die inkorrekte MPS (Maximum Payload Size) mit dem kleinsten Wert von 128 Bits angefragt hatte. Im PCIe-Protokoll sind hingegen Blockgrößen von bis zu 4 KBytes vorgesehen. Es ist hier also angebracht, die WD Black SN850 im ersten M.2-Steckplatz unterzubringen, da hier die unmittelbare Verbindung zum Prozessor besteht. Um die Firmware-Version 623000WD zu erhalten, wird die Software Western Digital Dashboard benötigt, die auf der Support-Webseite von Western Digital heruntergeladen werden kann.
Daten zur WD Black SN850
Die hier im Fokus stehende SSD von Western Digital erschien im Oktober 2020 und kann laut Hersteller Lese- und Schreibgeschwindigkeiten über PCI-Express 4.0 im Bereich von bis zu 7.000 MB/s erzielen. Bei unserem PCGH-Test schaffte die SSD im Atto Disk Benchmark eine maximale Lesegeschwindigkeit von 7.011 MB/s und eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 5.249 MB/s.
Als SSD-Controller wird der hauseigene WD Black G2 eingesetzt. Beim Flash-Speicher handelt es sich um TLC-NAND. Zudem steht ein DRAM-Cache von 1GByte DDR4 zur Verfügung.
Quelle: via Heise
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Die Payload Size wird nur an den I/O Hub M2 Ports falsch gesetzt.
Edit: Bei Heise wird in dem Abschnitt daher auch korrekt von Chipsätzen und nicht von Systemen gesprochen.
Wenn ich das richtig entziffere ist der Chipsatz aber überlastet wenn man versucht bei minimaler Payload Size den maximalen Durchsatz zu erreichen. Was mich wundert ist dass das bei direkter CPU Anbindung überhaupt möglich war.
Aber, sehr schön, dass dieses ärgerliche Problem endlich behoben wurde, denn die WD SSDs sind sonst scheinbar recht gut und nicht zu teuer, wie beispielsweise Samsung.