Toshiba übernimmt SSD-Sparte von OCZ [Update]
Toshiba wird die SSD-Sparte von OZC übernehmen. Beide Unternehmen wurden sich einig darüber, dass der Kaufpreis bei 35 Millionen US-Dollar liegen soll. Toshiba stellt zudem sicher, dass OCZ vorerst seine Geschäfte fortführen kann. Noch fehlt allerdings die Zustimmung der Behörden.
Update: Das Thema Garantie und Gewährleistung beim insolventen Anbieter OCZ treibt viele Leser um. Wir haben daher versucht, eine erste Einschätzung einzuholen, die auch die Übernahme durch Toshiba berücksichtigt. Eine finale rechtliche Aussage kann man aber derzeit nicht treffen.
"Wie man der Pressemitteilung weiter unten im Disclaimer entnehmen kann, bedeuten die Aussagen eigentlich gar nichts, bis die endgültige Zustimmung des 'Konkursgerichts' vorliegt. Solange OCZ im Chapter-11-Verfahren ist, wird Toshiba scheinbar das Unternehmen finanziell stützen, um zumindest die Abwicklung in dieser Zeit zu gewährleisten. Am Ende der Abwicklung steht dann der Verkauf sämtlicher (nützlicher) Assets für Toshiba. Es ist zu früh, um ein abschließendes Statement dazu abzugeben, aber es ist davon auszugehen, dass OCZ als Marke aufhören wird zu existieren und Toshiba keine Verbindlichkeiten aus der früheren Geschäftstätigkeit übernehmen wird. Das schließt etwaige Forderungen aus der Garantie mit ein. Mit Sicherheit kann man das aber erst nach dem Verfahren sagen."
Orignal-Artikel: Nachdem OCZ die Abwicklung nach Chapter 11 angekündigt hatte und Toshiba bereits Interesse bekundete, ist man sich nun einig geworden. In einer Pressemitteilung gibt man bekannt, dass Toshiba das SSD-Geschäft von OCZ für 35 Millionen US-Dollar übernehmen wird. Der Deal beinhaltet das Endkunden- und das Unternehmenskundengeschäft mit Solid State Drives. Eingeschlossen ist die Software-Abteilung von OCZ, die in direkter Verbindung steht und unter anderem die Firmwares entwickelt. Toshiba erhält so Zugang zu Technologien, die von OCZ entwickelt wurden, und zu Technologien des übernommenen Controller-Entwickler Indilinx.
Toshiba will die Geschäfte von OCZ aufrechterhalten und wird dazu während der Übergangszeit neben finanziellen Mitteln auch Zugang zu Flash-Speicher aus der eigenen Produktion stellen. Gerade NAND-Speicher soll für OCZ zuletzt kaum verfügbar gewesen sein, da man nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügte. Daher konnte auch die Nachfrage nicht erfüllt werden. Toshiba verspricht sich von der Übernahme bessere Geschäfte und Vorteile für Kunden, da der Speicher und die restlichen Komponenten für eine SSD nun aus einer Hand kommen.
In der Pressemitteilung ist zudem vermerkt, dass Toshiba das Geschäft von OCZ jetzt und künftig sicherstellt - während des Übernahmeprozesses. Das dürfte auch etwaige Garantie- und Gewährleistungsansprüche umfassen. Die Passage ist in der Pressemitteilung allerdings nicht exakt formuliert. OCZ erklärte zuletzt, dass man alle Ansprüche von Kunden befriedigen werde. Wir werden für Sie dennoch an diesem Thema dranbleiben. Die Übernahme wurde bereits von OCZ und Toshiba abgesegnet, aber es fehlt derzeit noch die Zustimmungen der zuständigen US-Kammer. Man geht allerdings davon aus, dass diese Formsache ist.
OCZ hatte bereits 2012 einige Probleme und musste ein Drittel seines Personals entlassen. Damals kamen Gerüchte auf, Seagate hätte Interesse an einer Übernahme. Zuvor hatte man sich auch vom sehr destruktiven RAM-Geschäft getrennt, indem die Margen über lange Zeiträume kaum nennenswert waren. OCZ war auch immer wieder mit negativen Berichten in den Schlagzeilen. 2012 soll man Bewertungen eigener Produkte manipuliert haben. Studien sagen den OCZ-SSDs hohe Ausfallraten nach. 2012 vergas man eine Rabattaktion in der Abschussbilanz. Als diese nachgepflegt wurde, entstand ein deutlicher Nettoverlust, woraufhin die Aktie über 40 Prozent absackte.

Ihre gewährleistung können die sich sonst wo Hinstecken !
lacht schau ma mal
Toshiba wird nie und nimmer die Gewährleistung übernehmen ... die sind doch nicht
Das glaube ich kaum. Wenn eine SSD in der PS4 Platz finden sollte, dann könnte die bereits jetzt jeder andere Hersteller liefern. Letztendlich sind SSDs einfach noch zu teuer.
Toshiba kann dann bei ihren Laptops etwas in der Herstellung sparen. Aber viel interessanter ist das Toshiba die Datenträger für Sony's Playstation liefert. Also vielleicht nächstes Jahr PS4 ab Werk mit SSD? Auch wenn es keine wirklichen Vorteile bringen würde.