SSD-Langzeittest: Einige Flashlaufwerke überleben 1.000 Terabyte Schreibvolumen
Die Kollegen von Techreport testen die Lebensdauer aktueller SSDs bereits seit Monaten in einem langwierigen Test. Die sechs Modelle erreichten allesamt die 700-Terabyte-Marke. Auf ein Schreibvolumen von über 1.000 Terabyte kamen aber nur die Corsair Neutron GTX, die Samsung SSD 840 Pro und (mit komprimierbaren Inhalten) die Kingston HyperX 3K.
Die sogenannten Solid State Drives (SSDs) haben die klassischen Festplatten längst als Systemlaufwerk abgelöst. Die Zugriffszeiten der mechanischen HDDs lassen sich schlicht und ergreifend kaum noch verbessern. Da Flashlaufwerke aber verhältnismäßig teuer sind, eignen sich Festplatten nach wie vor hervorragend als Datengrab. Wie sämtliche Computerhardware, besitzen auch moderne SSDs eine Lebensdauer, die maßgeblich von den Schreibzyklen abhängt. Eine Speicherzelle kann nicht beliebig oft beschrieben werden - ab einem Punkt fällt sie aus. Um das frühzeitige Ableben eines Flashlaufwerks zu verhindern, werden die einzelnen Speicherzellen möglichst gleichmäßig mit Daten beschrieben. Deshalb versprechen Hersteller oftmals eine lange Lebensdauer und geben bis zu fünf Jahre Garantie auf ihre Produkte. Die Garantie greift natürlich nur bei herkömmlichem Gebraucht.
Allzu herkömmlich ist der Langzeittest von Techreport nicht, der seit August 2013 läuft und sich inzwischen seinem Ende zuneigt. Es werden sechs aktuelle SSDs ununterbrochen mit Daten beschrieben, um den Punkt zu ermitteln, an dem diese den Geist aufgeben. Die 240-GB-Version der Corsair Neutron GTX und die 256-GB-Version der Samsung SSD 840 Pro erweisen sich als uneingeschränkte Sieger im Langzeittest. Beide SSDs überlebten bereits mehr als 1.000 Terabyte Schreibvolumen. Die 240-GB-Version der Kingston HyperX 3K ist zweimal im vertreten. Das erste Modell, das nur mit komprimierbaren Daten beschrieben wurde, knackte ebenfalls die 1.000-Terabyte-Marke, während das zweite Modell, das nur mit nicht komprimierbaren Inhalten beschrieben wurde, bei 728 Terabyte versagte. Die gewöhnliche Samsung SSD 840 (250 GB) und die Intel SSD 335 (240 GB) überschritten ebenfalls ein Schreibvolumen von 700 Terabyte.
Erstere quittierte ihren Dienst ohne Vorwarnung und war weder im Geräte-Manager noch im SSD-Tool Magician mehr sichtbar. Das Flashlaufwerk von Intel kündigte sein Ableben hingegen sehr genau in der hauseigenen SSD Toolbox an. Anschließend wurde die Intel SSD 335 sogar noch als Laufwerk ohne Kapazität angezeigt. Bei der Kingston-SSD, die mit nicht komprimierbaren Daten beschrieben wurde und ab 728 Terabyte nicht mehr funktionierte, kündigte immerhin das Betriebssystem Windows 7 rechtzeitig einen Datenträgerfehler an. Der Test von Techreport zeigt dennoch, dass die Lebensdauer moderner SSDs keine Rolle für den Endkunden spielt. Um ein Schreibvolumen von 700 Terabyte zu erreichen, braucht es im Regelfall Jahrzehnte. Dennoch gilt es zu beachten, dass jede SSD unterschiedlich ist und die Ergebnisse des Langzeittests nicht eins zu eins auf alle Modelle des gleichen Typs übertragen werden können.
Quelle: Techreport
Meine 840 Pro hat jetzt bei guten 2 Jahren grade mal 5,27TB, und das obwohl ich eine Zeit lang sogar meine Downloads drauf laufen hatte ohne es zu merken
Meine verbliebene 1TB Platte fand ich Anfangs auch ziemlich leise. Obwohl sie mit Gummibändern entkoppelt wurde, macht es definitiv einen hörbaren Unterschied. Hab mir schon überlegt eine Laptopplatte als Datengrab einzubauen. Das leise Rauschen sollte dann wirklich untergehen.
Mein Satz bezog sich auf ihn und er sagte, er habe eine 10k WD Platte
Ich, auf den das bezogen war, habe aber eine Black, keine Velociraptor... Meine nächste wird garantiert eine 2TB 5400rpm Platte, die 7200rpm sind sinnlos und laut...
Letzteres wird sein. Eine Velociraptor gehört jedenfalls nicht zu den leisesten Platten, auch das Laufgeräusch liegt im mittleren 3,5" 7200rpm Bereich. Aber vielen Leuten ist das leise genug.