Externe Festplatte fast gratis? Amazon verheizt SSD Gehäuse mit USB-C und -A

Mehrwert für unsere User:

Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

Bei Amazon geht ein beliebtes SSD-Case zum Bau einer "externen Festplatte" befristet für keine 8 Euro raus, obwohl es USB-C und USB-A hat, beim kaum teureren Schwestermodell sogar mit abnehmbaren Kabel. Mittels ausgemusterter SSD kommt man so fast gratis zum externen Laufwerk.

News Benjamin Gründken
Externe Festplatte fast gratis? Amazon verheizt SSD Gehäuse mit USB-C und -A
Quelle: Erzeugt mit Dall-E; Benfei; Montage: PCGH

Nutzen Sie noch eine Festplatte? Meine habe ich vor 15 Jahren ausgemustert. Der Wechsel zur SSD erfolgte jedoch schrittweise. Im Jahr 2011 hatte ich die HDD zunächst zum Zweitlaufwerk degradiert. Als primäres Medium kam die damals viel gelobte Crucial C300 zum Einsatz. Sie war eine der ersten erschwinglichen SATA-6-SSDs, die zumindest in die Nähe von 500 MB/s pro Sekunde kam, auch wenn man bei der Schreibleistung noch Abstriche in Kauf nehmen musste. 128 GB reichten damals für Windows und eine Handvoll flotte Games aus. Im Gegenzug war man den Lärm und die Reaktionszeiten althergebrachter Festplatten los.

Ähnlich wie einst die Festplatte ist es nun die SATA-SSD, die in den Ruhestand geht. Kaum jemand verbaut sie heute noch bei einem neuen Rechner. Vielfach kommt sie allerdings noch als Datengrab zum Einsatz, wenn sie nicht schon in der Schublade versauert. Warum? Weil es mit NVMe-SSDs heute deutlich schnellere Lösungen gibt. Dabei sind SATA-SSDs eigentlich noch flott genug für gängige Aufgaben. Aber so ist das nun mal mit Elektronik: Alles hat seine Zeit.

In der Speicherkrise wieder eine Option

Jetzt, da die Speicherkrise um sich greift, gewinnen die Laufwerke womöglich wieder an Bedeutung. Viele überlegen sich jede Anschaffung zweimal, auch wenn SSDs und Grafikkarten noch relativ günstig sind, zieht man den Vergleich zur Preisexplosion beim Arbeitsspeicher. Dennoch: Das Geld sitzt bei all der Preistreiberei nicht mehr so locker. Warum also nicht, statt sich eine externe Festplatte zu kaufen (wie externe SSDs im Volksmund weiterhin genannt werden), die alte SSD wieder aus der Schublade ziehen und sie in ein nur wenige Euro teures Gehäuse stecken?

Man könnte seine alte SSD auch bei Ebay verticken, aber der Wiederverkaufswert ist nicht wahnsinnig hoch. Außerdem hat man den ganzen Ärger an der Backe. Als ich Ende 2025 das letzte Mal auf Ebay unterwegs war, hatte ich ständig irgendwelche Anfragen, teils wurde dreimal hintereinander gefragt, nur weil ich nicht binnen 20 Minuten antwortete. Für einen Käufer hatte sich sogar extra noch umständliche was nachgeforscht - und zum Dank gab es nicht mal eine Bewertung.

USB-Sticks können nur selten mithalten

Manche SSD-Gehäuse wie das Benfei bieten USB-C und -A. Quelle: Benfei Manche SSD-Gehäuse wie das Benfei bieten USB-C und -A.

Aber sei's drum. Alternativ könnte man, so einem externe Laufwerke zu teuer sind, zum USB-Stick greifen. Die günstigen 128-GB-Modelle im Bereich von 10 bis 20 erreichen aber nur Übertragungsraten von um die 100 MB in der Sekunden - und drosseln noch bei längeren Übertragungen. Da ist man mit einer alten SSD besser aufgestellt. Da klassische SSDs Datenraten von bis zu 550 MB in der Sekunde erreichen und nicht so schnell drosseln wie die allermeisten Sticks, sind sie diesen weit überlegen. Unpraktisch ist allenfalls der Formfaktor.

Es braucht übrigens kein Fachwissen für den Bau der externen SSD. Man muss sein altes SATA-Laufwerk normalerweise nur in das Gehäuse stecken und das Ganze zuschieben. Werkzeug ist nur bei wenigen Modellen erforderlich.

Kurz auf unter 8 Euro gerutscht: Gehäuse mit USB-C und USB-A

In Auge fällt aktuell das Festplattengehäuse der Marke Benfei. Es bietet interessanterweise zwei Anschlüsse in einem: USB-C und USB-A. Damit findet es Anschluss an klassische Laptops und Rechner, aber auch an modernere Technik inklusive Smartphone und Tablet. Kunden bewerten es zusammen mit einer anderen Version auf der Produktseite interessanterweise mit 4,6 von 5 Sternen. 500-mal hat es sich allein im letzten Monat verkauft. Das Benfei war regelmäßig für 8,48 Euro zu haben - bei einer behaupteten UVP von 10,99 Euro. Nun läuft wieder ein zeitlich befristetes Angebot, nun allerdings bis zum 2. März und auch noch mal günstiger. 7,99 Euro gelten laut Preistracker erst das zweite Mal bei Amazon, nachdem der Deal Mitte des Monats schon einmal aufgerufen wurde.

Das Schwestermodell mit abnehmbaren Stecker

Parallel dazu gibt es auf der Produktseite mittlerweile ein zweites Modell. Diese kommt etwas kantiger daher, wird aber auch werkzeuglos montiert. Besonders spannend: Neben dem Doppelstecker für USB-C- und -A gibt es auf der Rückseite noch mal USB-C, man kann das Kabel also abnehmen, ein anderes gängiges Kabel anschließen oder das mitgelieferte anderweitig nutzen. Hier werden im zeitlich befristeten Angebot 8,99 Euro fällig. Beide Cases werden von Amazon verschickt, der Verkauf erfolgt über Benfei selbst.



Günstige Hardware im Blick

Wer sich neben dem Festplattengehäuse für aktuelle Deals von Amazon, Alternate, Media Markt und Co. interessiert, sollte einen Blick in unsere Daily Deals werfen. Einen Überblick über aktuelle Spar-Angebote bietet unsere Deals-Übersicht. Unabhängig davon lassen sich Preise mit dem PCGH-Preisvergleich checken. Außerdem können Sie sich für unseren Deals-Newsletter anmelden, wenn Sie auf dem neuesten Stand bleiben wollen. Wie immer gilt: Preise wurden während der Artikelerstellung sorgfältig geprüft, können sich aber jederzeit ändern.

  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk