"Ultrahohe Kapazität": Gegen Phisons neue 128-TB-SSD sollen HDDs keine Chance haben

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"Ultrahohe Kapazität": Gegen Phisons neue 128-TB-SSD sollen HDDs keine Chance haben
Quelle: Phison

Der taiwanesische Speicherhersteller Phison präsentiert seine neue SSD Pascari D205V für Rechenzentren. Die 128 TByte fassende SSD soll einen Kapazitätsvorteil von 4 zu 1 gegenüber HDDs liefern.

Phison geht in die Offensive und stellt seine neue SSD "Pascari D205V" vor. Dabei handelt es sich um ein Laufwerk für Rechenzentren, das über eine Kapazität von 128 Terabyte verfügt, von denen 122,88 Terabyte an freiem Speicherplatz zur Verfügung stehen. Phison verspricht, dass die Pascari D205V einen Kapazitätsvorteil von 4 zu 1 gegenüber HDDs erreicht, größere Datensätze pro Server ermöglicht und die Betriebskosten reduziert.

"Ultrahohe Kapazität" für die Herausforderungen künstlicher Intelligenz

Um besonders hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zu erhalten, kombiniert Phison für seine SSD seinen X2-Controller mit der 2-TB-3D-QLC-Technologie. Die sequenzielle Lesegeschwindigkeit wird somit auf bis zu 14,6 GB/s beziffert, die zufällige Lesegeschwindigkeit auf bis zu 3.000.000 IOPS (4K). Beim sequenziellen Schreiben gibt der Hersteller bis zu 3,2 GB/s an sowie aufseiten des zufälligen Schreibens 35.000 IOPS (16K). Der Energieverbrauch der SSD soll des Weiteren bei 25 Watt liegen.

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Die Pascari D205V setze bei der Schnittstelle einerseits auf PCI Express 5.0 x4 Single Port und andererseits x2 Dual Port. Zudem soll sie in den Formfaktoren U.2 und E3.L kommen. Für die Notwendigkeit macht Phison - wie kann es heutzutage anders sein - künstliche Intelligenz verantwortlich, womit wachsende Datenanforderungen in modernen Rechenzentren einhergingen, denen SSD-Hersteller gerecht werden möchten. Phison bezeichnet seine Pascari-D205V-SSD auch als "beste Alternative" zu herkömmlichen HDDs, da sie allein die Daten speichern könne, für die zehn HDDs notwendig wären.

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Die Pascari D205V kann ab sofort vorbestellt werden und wird voraussichtlich ab Anfang des zweiten Quartals 2025 ausgeliefert. Wie sich der Einsatz der SSD in einem Rechenzentrum gestaltet, können Sie zudem dem kurzen Vorstellungsvideo von Phison entnehmen, welches Sie innerhalb dieses Artikels eingebettet finden.

Quelle: Phison

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    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Hört sich jetzt nicht nach den speziellen Nachteilen von QLC an. Ähnliches hatte man auch schon früher. Der Speicher ist eigentlich nie das Problem, das liegt dann entweder meist am Controller oder der Firmware.

        Nein, das ist der Zeitraum, den die Flashersteller garantieren und der ist so gewählt, dass es damit nie Ärger geben wird. E§s wäre auch problematisch, denn dann könnte man keine Speicherkarten, USB Sticks usw. mehr als ein Jahr herumliegen lassen. Auch könnte man keine Rechner, Laptops oder Konsolen, mit SSDs, für ein Jahr ohne Strom lassen

        Wie lange Flashspeicher ohne Auffrischung durchhält, ist nicht bekannt, vermutlich können auch die Hersteller nur schätzen. Bei QLC sind wir schon bei über 6 Jahren, die die Technik am Markt ist. Bei unter 5 Jahren würde das auffallen. Vermutlich sind es jenseits der 10 Jahre, wenn es anders ist, dann werden wir es irgendwann durch Massenausfälle mitbekommen.
        Solange Laufwerke mit Strom versorgt werden, refreshen sie sich selbst. Kaum jemand wird 10 QLC-Platten gekauft, bespielt und dann ins Regal gestellt haben, um einmal im Jahr eine herauszuholen und zu gucke, ob die Daten schon weg sind. Von daher: Nein, eher unwahrscheinlich, dass da etwas auffällt. In Schubladen verschwinden in der Regel nur USB-Sticks und SD-Karten. Bei denen kommen Datenteilverluste nach über drei Jahren aber durchaus vor.

        Bezüglich "nicht wissen" und "keinen Ärger" seitens der Hersteller: Die 12 Jahre sind, bei Consumer-Produkten, schlicht die definierte Grenze, aber der eine Zelle als "defekt" gilt. Und wann dieser Punkt erreicht wird, ist eine bekannte, da intensiv ausgestestete Größe, die nicht nur als Grundlage für garantierte TBW dient, sondern auch für die Steuerungslogik des Laufwerks selbst. Was die Hersteller aber ungern veröffentlichen, sind Angaben, wie lange die zu erwartende Speicherdauer vor erreichten der TBW-Grenzen ist. (Aus nachvollziehbaren Gründen: Real hängt sie auch stark von Temperaturen ab, aber in der DAU-Praxis würden RMA-Beschwerden und Klagen drohen, sobald ein unter weit unterdurchschnittlichen Bedingungen gelagertes Laufwerk seine Daten innerhalb der vom Hersteller genannten Spanne vergisst.)

        Zitat
        Witzig, ich erinnere mich noch, dass es bei TLC genauso war und auch MLC galt, als es eingeführt wurde, als potentiell unzuverlässig. Nach und nach haben sich die Leute daran gewöhnt und jetzt ist TLC das gute Zeug, da es kein SLC mehr gibt, jedenfalls zu bezahlbaren preisen.
        Hängt auch mit der Nutzungsverschiebung zusammen: Die Laufwerke wurden im Laufe der Zeit immer größer und haben so einen immer größeren Teil der Datenspeicherung im System übernommen. Parallel hat sich die Gesamtschreibleistung aber nur sehr langsam weiterentwickelt (die intensive Nutzung von Auslagerungsdateien könnte meiner Meinung nach sogar abgenommen haben zugunsten größerer RAM-Pools) und der am intensivsten beschriebene Teil wurde als erstes auf SSD umgestellt, während QLC bis heute fast ausschließlich für Archivlaufwerke genutzt wird. Das heißt unter dem Strich hat die Zahl der beanspruchten Speicherzyklen pro Zelle genauso abgenommen, wie die Zahl der möglichen Schreibzyklen pro Zelle und die Haltbarkeit ist somit im Schnitt gleichgeblieben. Abweichend von diesem Schnitt hat man aber eben jedes Mal ein Problem, wenn eine weitere Speichereben eingezogen wird: Die neuen Laufwerke haben oft nur ein Zehntel bis ein Fünftel der Ausdauer ihrer Vorgänger, aber Anfangs nur die gleiche oder maximal doppelte Kapazität. Das ist dann natürlich eine Rückschritt, während 40 GB SLC mit je 20.000 Zyklen absolut betrachtet klar im Nachteil gegenüber 4 TB TLC mit je 1.000 Zyklen sind.

        Zitat von rehacomp
        Also in meinen Augen, ist die U.2 und U.3 Schnittstelle keine Konsumer Schnittstelle, sondern Pro bzw. Server.
        Schweine Teurer, nicht unbedingt wegen der Chips, sondern wegen spezieller Technik für Datacenter.
        1TB Konsumer SSD (PCIe) für ca. 60€
        gleiche mit U.x Schnittstelle brauchen wir nicht unter 200€ anfangen.

        Aber lassen wir das.
        Bitte Entschuldige, dass ich in einem Gesprächsfaden zum Thema "unvollständig genutzte Gehäuse" SSD-Formate mit Gehäusen herangezogen habe. Bei M.2s wäre es mit auch noch nicht begegnet, dass eine 25-mm-Platine in einem 100-mm-Gehäuse steckt.
        Im übrigen wurde U.2 jahrelang auch in der Consumer-Oberklasse angeboten. Das es sich nur in Server-Umgebungen durchgesetzt hat, bestätigt schlicht meine Aussage: Die Endverbraucher wollen mehr Technik schlicht nicht bezahlen. SSDs müssen für die Käufer eigentlich nur eins sein: Billig. Und das wird das hier 128-TiB-U.2-Modell, über das hier berichtet wird, definitiv nicht tun.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Hört sich jetzt nicht nach den speziellen Nachteilen von QLC an. Ähnliches hatte man auch schon früher. Der Speicher ist eigentlich nie das Problem, das liegt dann entweder meist am Controller oder der Firmware.

        Nein, das ist der Zeitraum, den die Flashersteller garantieren und der ist so gewählt, dass es damit nie Ärger geben wird. E§s wäre auch problematisch, denn dann könnte man keine Speicherkarten, USB Sticks usw. mehr als ein Jahr herumliegen lassen. Auch könnte man keine Rechner, Laptops oder Konsolen, mit SSDs, für ein Jahr ohne Strom lassen

        Wie lange Flashspeicher ohne Auffrischung durchhält, ist nicht bekannt, vermutlich können auch die Hersteller nur schätzen. Bei QLC sind wir schon bei über 6 Jahren, die die Technik am Markt ist. Bei unter 5 Jahren würde das auffallen. Vermutlich sind es jenseits der 10 Jahre, wenn es anders ist, dann werden wir es irgendwann durch Massenausfälle mitbekommen.
        Solange Laufwerke mit Strom versorgt werden, refreshen sie sich selbst. Kaum jemand wird 10 QLC-Platten gekauft, bespielt und dann ins Regal gestellt haben, um einmal im Jahr eine herauszuholen und zu gucke, ob die Daten schon weg sind. Von daher: Nein, eher unwahrscheinlich, dass da etwas auffällt. In Schubladen verschwinden in der Regel nur USB-Sticks und SD-Karten. Bei denen kommen Datenteilverluste nach über drei Jahren aber durchaus vor.

        Bezüglich "nicht wissen" und "keinen Ärger" seitens der Hersteller: Die 12 Jahre sind, bei Consumer-Produkten, schlicht die definierte Grenze, aber der eine Zelle als "defekt" gilt. Und wann dieser Punkt erreicht wird, ist eine bekannte, da intensiv ausgestestete Größe, die nicht nur als Grundlage für garantierte TBW dient, sondern auch für die Steuerungslogik des Laufwerks selbst. Was die Hersteller aber ungern veröffentlichen, sind Angaben, wie lange die zu erwartende Speicherdauer vor erreichten der TBW-Grenzen ist. (Aus nachvollziehbaren Gründen: Real hängt sie auch stark von Temperaturen ab, aber in der DAU-Praxis würden RMA-Beschwerden und Klagen drohen, sobald ein unter weit unterdurchschnittlichen Bedingungen gelagertes Laufwerk seine Daten innerhalb der vom Hersteller genannten Spanne vergisst.)

        Zitat
        Witzig, ich erinnere mich noch, dass es bei TLC genauso war und auch MLC galt, als es eingeführt wurde, als potentiell unzuverlässig. Nach und nach haben sich die Leute daran gewöhnt und jetzt ist TLC das gute Zeug, da es kein SLC mehr gibt, jedenfalls zu bezahlbaren preisen.
        Hängt auch mit der Nutzungsverschiebung zusammen: Die Laufwerke wurden im Laufe der Zeit immer größer und haben so einen immer größeren Teil der Datenspeicherung im System übernommen. Parallel hat sich die Gesamtschreibleistung aber nur sehr langsam weiterentwickelt (die intensive Nutzung von Auslagerungsdateien könnte meiner Meinung nach sogar abgenommen haben zugunsten größerer RAM-Pools) und der am intensivsten beschriebene Teil wurde als erstes auf SSD umgestellt, während QLC bis heute fast ausschließlich für Archivlaufwerke genutzt wird. Das heißt unter dem Strich hat die Zahl der beanspruchten Speicherzyklen pro Zelle genauso abgenommen, wie die Zahl der möglichen Schreibzyklen pro Zelle und die Haltbarkeit ist somit im Schnitt gleichgeblieben. Abweichend von diesem Schnitt hat man aber eben jedes Mal ein Problem, wenn eine weitere Speichereben eingezogen wird: Die neuen Laufwerke haben oft nur ein Zehntel bis ein Fünftel der Ausdauer ihrer Vorgänger, aber Anfangs nur die gleiche oder maximal doppelte Kapazität. Das ist dann natürlich eine Rückschritt, während 40 GB SLC mit je 20.000 Zyklen absolut betrachtet klar im Nachteil gegenüber 4 TB TLC mit je 1.000 Zyklen sind.

        Zitat von rehacomp
        Also in meinen Augen, ist die U.2 und U.3 Schnittstelle keine Konsumer Schnittstelle, sondern Pro bzw. Server.
        Schweine Teurer, nicht unbedingt wegen der Chips, sondern wegen spezieller Technik für Datacenter.
        1TB Konsumer SSD (PCIe) für ca. 60€
        gleiche mit U.x Schnittstelle brauchen wir nicht unter 200€ anfangen.

        Aber lassen wir das.
        Bitte Entschuldige, dass ich in einem Gesprächsfaden zum Thema "unvollständig genutzte Gehäuse" SSD-Formate mit Gehäusen herangezogen habe. Bei M.2s wäre es mit auch noch nicht begegnet, dass eine 25-mm-Platine in einem 100-mm-Gehäuse steckt.
        Im übrigen wurde U.2 jahrelang auch in der Consumer-Oberklasse angeboten. Das es sich nur in Server-Umgebungen durchgesetzt hat, bestätigt schlicht meine Aussage: Die Endverbraucher wollen mehr Technik schlicht nicht bezahlen. SSDs müssen für die Käufer eigentlich nur eins sein: Billig. Und das wird das hier 128-TiB-U.2-Modell, über das hier berichtet wird, definitiv nicht tun.
      • Von rehacomp Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wir reden hier eher von 10.000 Euro, ggf. mehr. Das hier wäre das aktuell im PCGH-Preisvergleich zu findende Limit, aber da steht auch nur drin, was Shops an Endkunden zu verkaufen hoffen:
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        Das drittgrößte gelistete Modell stammt aus der gleichen Serie und hat gerade mal die halbe Kapazität bei gleicher äußerer Größe, da hat man also schon wieder ein halbleeres Gehäuse gekauft – für über 5.000 Euro.
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        Wie gesagt: Flash ist teuer und kein Heimverbraucher braucht so viel davon so dringend, dass er das bezahlen würde. Intel hat mal vermarktet, nicht extra-große, aber extra-schnelle Profitechnik an Heim-Enthusiasten zu vermarkten. Restposten des Ergebnis stehen bis heute im Preisvergleich:
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        Und soll keiner glauben, dass der Preis ein Altersartefakt ist. Die Nachfolgegeneration war, leider, auch durchgehend schweineteuer pro Gigabyte.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Also in meinen Augen, ist die U.2 und U.3 Schnittstelle keine Konsumer Schnittstelle, sondern Pro bzw. Server.
        Schweine Teurer, nicht unbedingt wegen der Chips, sondern wegen spezieller Technik für Datacenter.
        1TB Konsumer SSD (PCIe) für ca. 60€
        gleiche mit U.x Schnittstelle brauchen wir nicht unter 200€ anfangen.

        Aber lassen wir das.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von RyzA
        Hmm... da hatte ich noch anderes in Erinnerung.
        Oder lag das früher an den Controllern, dass die eher ausgestiegen sind?
        Das war schon immer so. Die Ausfallraten von SSDs waren und sind (natürlich bis auf wenige Ausnahmen a la Vertex2) immer schon viel niedriger gewesen als die von HDDs. Nur gibts da so eine urban legend von wegen totschreiben von SSDs was immer wieder hochgehyped wird aber für 99,999% aller User völlig irrelevant ist da sie nicht annähernd so viel schreiben um eine SSD totzukriegen.
        Das wird aber so oft erwähnt und wiederholt dfass die Leute es in einem viel höheren Kontext abspeichern als es tatsächlich der Fall ist.

        Die Realität ist HDDs sterben in den ersten Betriebsjahren statistisch im Bereich von ner Handvoll Prozent und SSDs im Bereich von ner Handvoll Promille. Was auch logisch ist da einer der Hauptgründe des Ausfalls, mechanischer Defekt, bei SSDs prinzipbedingt nicht auftreten kann.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Ssds sind Hdds da ebenfalls weit überlegen.
        Hmm... da hatte ich noch anderes in Erinnerung.
        Oder lag das früher an den Controllern, dass die eher ausgestiegen sind?
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von RyzA
        Auch was die Haltbarkeit angeht?
        Ssds sind Hdds da ebenfalls weit überlegen.
      Direkt zum Diskussionsende
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