Optische Anbindung: Kioxia zeigt Glasfaser-Anbindung für SSDs
Kioxia hat auf der Computex eine SSD mit optischer Anbindung vorgestellt. Das PCIe-Interface wird dabei mit einer Glasfer-Leitung verbunden. Das ermöglicht deutlich längere Übertragungswege.
Um SSDs mit möglichst hohen Geschwindigkeiten anzubinden, sollten diese eigentlich nah am Prozessor untergebracht werden. Denn nur so kann die Leitungslänge reduziert werden, die wiederum die elektrische Signalqualität verschlechtert. Kioxia will davon aber offenbar abkommen. Auf der Computex hat der japanische Speicherhersteller einen neuen Aufbau gezeigt, bei dem die Distanz keine große Rolle mehr spielt - dank einer Glasfaser-Anbindung.
Große Distanzen dank Glasfaser
Konkret hat das Unternehmen eine Kioxia CM7 ausgestellt: Eine 2,5"-SSD für den Datacenter-Markt, die über vier PCIe-5.0-Lanes angebunden wird und diese mit einer Lesegeschwindigkeit von 14.000 MB/s auch ausnutzt. Normalerweise könnte eine weit entfernte Unterbringung dieser SSD nur mit zahlreichen Zwischenchips erfolgen, die die Signalqualität auffrischen. Durch eine Glasfaser-Anbindung, die durch eine an vor dem Laufwerk verbaute Platine ermöglicht wird, entfällt das aber. Dank dieser konnte die CM7 mit einem 30 m langen Glasfaserkabel bei voller Geschwindigkeit betrieben werden.
Die besagte Länge ist dabei nicht das Maximum - mit besseren Leitungen ist angeblich auch noch eine größere Distanz möglich. Ein weiterer Vorteil der Lösung soll außerdem eine geringere Störanfälligkeit sein - übliche elektromagnetische Felder haben auf Glasfaserleitungen keinen nennenswerten Einfluss. Vermutlich verspricht sich Kioxia von der Lösung Vorteile im Datacenter-Markt, um den Datenaustausch auf großen Distanzen zu erleichtern.
Zunächst muss die SSD mit der optischen Anbindung aber serienreif werden - denn momentan ist sie das noch nicht. Dafür will Kioxia die Fähigkeiten der bislang noch externen Platine direkt im Gehäuse der SSD unterbringen. Auf den ersten Blick erscheint das aufgrund der Abmessungen des PCBs kaum möglich, dieses ist aber zum großen Teil mit Abgreifpins, Steckbrücken und Bedienelementen belegt. Es handelt sich also offensichtlich um einen Testläufer direkt aus der Entwicklung, der für die Massenproduktion deutlich geschrumpft werden kann.
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Wie lange es dauern wird, bis Kioxia die erste SSD mit optischer Anbindung auf den Markt bringen wird, wurde auf der Computex leider nicht verraten. Zumindest in den kommenden Jahren dürften derartige Lösungen aber ohnehin ausschließlich im Datacenter-Bereich zum Einsatz kommen. Im Endkunden-Segment fehlt hier der Anwendungszweck, der den notwendigen Aufpreis rechtfertigt.
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Quelle: Tom's Hardware

Bei Kioxias Umsetzung erschließt sich mir dagegen der Sinn noch nicht so ganz: Gezeigt und beschrieben wird eine normale 2,5-Zoll-U.2-/-U.3-SSD an der eine weitere Platine hängt, die größer als das Laufwerk selbst ist und zumindest dem Anschluss nach auch einen erwähnenswerten Stromverbrauch hat. Am anderen Ende braucht man dann noch einmal die gleiche Technik und im Prinzip wurde wenig anders gemacht als PCI-E-×4 über Glasfaser zu tunneln. Das kann man mit optischen Thunderboltkabeln und -zubehör auch kompakter ohne Neuentwicklung haben. Mir fällt aber ehrlich gesagt nicht ein, in welchem Szenario man solche Technik nutzen soll?
Wenn ich eine geringe Zahl an Rechnern habe, kann und sollte ich die Laufwerke in deutlich wenige als 30 m Entfernung unterbringen. Wo meterweise Compute-Racks stehen, nutzt man dagegen auch hunderte bis abertausende Laufwerke und für diese Lösung hier, bräuchte jedes einzelne davon einen Adapter von PCI-E auf Fiber und von Fiber auf PCI-E nebst seiner eigenen Leitung dazwischen. Da ist es doch viel einfacher (und bewährt), SANs mit jeweils mehreren Dutzend Laufwerken über eine FibreChannel-, Infiniband- oder ggf. auch Ethernet-Leitung anzubinden.
(8TB u.2 von solidigm)
1x via pcie slot zu u.2 add-in card,
(4TB u.2)
1x via 1x pcie x16 zu x8x4x4 bifurcation/split Adapter
(rx 7800xt , + 4 TB lexar, ein Slot ist noch frei)