Phison E18 - Neuer SSD-Controller erreicht 7.4 GB/s-Lesegeschwindigkeit
Der Hersteller Phison bringt schon in Kürze seinen neuen PCIe 4.0-SSD-Controller mit der Bezeichnung E18 auf den Markt, der laut ersten Benchmarks sowohl bei Lese- als auch bei Schreibvorgängen die 7 GB/s-Marke knacken soll. Ein von Phison gezeigtes Bild zeigt zudem stolze 1.2 Millionen IOPS, das aus dem Labor von einem Engineering Sample eines 2 TB-Modells stammen soll.
Nicht nur im Bezug auf die bald erscheinenden Next-Gen-Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X sind SSDs dieses Jahr verstärkt in den Fokus der Berichterstattung gerückt. Auch in den heimischen Rechnern erreichen die kleinen Flash-Speicher immer höhere Geschwindigkeiten, und diese rasante Entwicklung dürfte auch in naher Zukunft noch nicht ihr Ende finden. Denn der Hersteller Phison hat nun einen ersten Vorgeschmack auf seinen schon bald erscheinenden SSD-Controller E18 veröffentlicht, der zumindest eine Zeit lang an der Spitze des Performance-Rankings landen dürfte.
Über 7 GB/s Read/Write und 1,2 Millionen IOPS
Ein bei Tweaktown veröffentlichtes Bild aus dem Tool CrystalDiskMark soll zeigen, zu was der PCIe 4.0-Controller in der Lage ist. Sowohl beim sequenziellen Lesen als auch beim Schreiben kommt ein Vorserienmodell mit dem neuen Controller auf über 7 GB/s, beim Lesen sind es sogar knapp 7,4 GB/s. Bislang kamen Modelle wie die Rocket 4 Plus SSD von Sabrent nur knapp an die 7 GB/s-Grenze, doch der Phison E18-Controller scheint sie eindeutig überwunden zu haben.
Auch Phison selbst hat ein Bild veröffentlicht, das Lust auf mehr machen soll. Es handelt sich um einen Screenshot des Tools Iometer, der die Werte eines Vorserienmodells mit einer Speicherkapazität von 2 TB zeigen soll. Der Total I/Os per Second-Wert knackt locker die 1 Millionen-Grenze und endet erst bei knapp 1,2 Millionen IOPS.
Sowohl bei den Lese- und Schreibgeschwindigkeiten als auch bei den IOPS gilt es jedoch zu bedenken, dass es sich bei den zu Grunde liegenden Modellen nicht um fertige Produkte handelt. So kann es etwa sein, dass man sowohl intern als auch bei Partnerfirmen mit anderen Firmware-Versionen arbeitet, die für höhere Geschwindigkeiten sorgen, ohne dabei auf die Haltbarkeit zu achten. Daher bleibt es abzuwarten, ob auch SSDs mit den finalen E18-Controllern noch derart hohe Werte erzielen können.

Ich habe die SSD einen ausführlichen Test unterzogen:
Laut Hersteller soll sie ja eine Lesegeschwindigkeit von 7100 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 6600 MB/s haben.
Laut meinem Test mit AS SSD Benchmark und anderen Tools (siehe Screenshots) kommt man auf folgende gemessene Werte:
Seq-Lesen: 5743 MB/s
Seq-Schreiben: 5943 MB/s
4K-Lesen: 63.8 MB/s
4K-Schreiben: 223.15 MB/s
4K-64Thrd-Lesen: 1912.7 MB/s
4K-64Thrd-Schreiben: 3729.8 MB/s
Zugriffszeit-Lesen: 0.02 ms
Zugriffszeit-Schreiben: 0.09 ms
Bei CrystalDiskMark schauen die Werte naturgemäß etwas besser aus:
Seq-Lesen: 7077.9 MB/s
Seq-Schreiben: 6831.4 MB/s
4K-Lesen: 69.4 MB/s
4K-Schreiben: 260 MB/s
Der AS SSD-Score liegt bei 8415 Punkten.
(Den Score kann man auf www.ssd-tester.de mit anderen SSDs vergleichen)
Mit 0,2 Euro pro Gigabyte hat sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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mit jeweils PCI-E 4.0 Anbindung in Raid 0 bencht,was da an Lese und Schreibgeschwindikeiten in stande kommt?
Wenn jetzt irgendwo eine schnellere und brauchbare Technik kommt, die PCI wirklich ausreizt, wird man auch da entsprechend nachjustieren oder eben einen anderen Standard einführen, falls es über PCI einfach nicht mehr funktioniert.
Man darf gespannt sein und gleichzeitig sollte man sich auch klar werden, dass die Geschwindigkeit schon abartig hoch ist und für 99,9% der Sachen ausreicht. Als Endverbraucher muss man sich da im Moment wirklich keine Sorgen machen.
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Irgendwie gehts ja doch....
LAN ist ja auch eine Punkt zu Punkt Verbindung... Trotzdem gibt es Switche. Auf den MBs wird das ähnlich gelöst sein. Drei Ports sind mit den gleichen PCIe Lanes angeschlossen und ein Multiplexer teilt die Bandbreite auf.