Speicher für Audiophile: Kuriose SSD verspricht bessere Soundqualität
Eine kuriose SSD verspricht einen Beitrag zu einer besseren Soundqualität leisten zu können. Tatsächlich dürfte daran allerdings wenig dran sein.
In der Hardware-Welt der Audiophilen gibt es manch kuriose Hardware zu bestaunen, die allesamt einen Beitrag zu gesteigerter Audio-Qualität leisten sollen. Spezielle Mainboards, extra abgeschirmte SATA-Kabel oder auch ein kürzlich vorgestellter spezieller Netzwerk-Switch für schlappe 2.500 US-Dollar sollen das letzte Detail zum perfekten Klangerlebnis aus den Einsen und Nullen von Musik-Dateien herauskitzeln.
Mit einer speziellen SSD gesellt sind nun ein weiteres Fundstück in das Hardware-Kuriositätenkabinett, welches auch gekauft werden kann. Ob es am Ende für den auch für den beworbenen Sound sorgt, darf durchaus bezweifelt werden.
Beworben wird die Hardware im Audiophilestyle-Forum (via tomshardware.com). Die SSD sei vom Nutzer in Zusammenarbeit mit dem nicht namentlich genannten Controller-Hersteller "von Grunde auf" eigens konzipiert und erstellt worden sein. Letzterer ist in Form von Realtek auf den Fotos der SSD allerdings ablesbar, der abseits von Audio-Hardware seit einigen Jahren auch im Geschäft mit SSD-Controllern mitmischt.
Hinsichtlich des Speichers sind 1 TByte an 3D TLC-NAND-Flash verbaut. Das entspricht allerdings nicht der tatsächlich nutzbaren Kapazität, denn unter anderem hier werde angesetzt, um die Audio-Qualität zu erhöhen. So läuft der der Speicher nicht im TLC-, sondern ausschließlich im Pseudo-SLC-Modus, der als "pSLC mode" abgekürzt wird. Dadurch reduziert sich der nutzbare Speicher auf 333 GByte, während abseits konstanter Geschwindigkeiten die Audio-Qualität steige.
Genauer heißt es in der Beschreibung, dass der TLC-Modus dafür sorgt, dass die Musik sich wie "Hintergrund-Musik" ohne "Features" und "kraftlos" anhöre. Der Sound sei unter anderem "flach". Der pSLC-Modus sorge hingegen für ein "spezielles natürliches Gefühl". Sound werde unter anderem "geschmeidiger und ruhig". Ferner ist von einem 3D-Sounderlebnis mit einem Hauch von "Vinyl und dynamischen Sound" die Rede, die "keine andere SSD aktuell bieten kann oder auch nur rankommt".
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Abseits des pSLC-Modus sollen zudem unter anderem eine externe Stromanbindung via 5V DC, ein Crystek CCHD-957 Femto Takt-Oszilator, zwei Audionote Kaisei 220uf-Kapazitoren sowie ein 8-Layer-PCB mit zusätzlicher Verstärkung zum versprochenen Sound beitragen. Im besagten Forum finden sich zudem einige Tester, die von einer Verbesserung des Sounds durch die SSD sprechen. Ein Nutzer berichtet gar von einer "fortlaufenden Veränderung". Damit wolle er Nutzer ermutigen, die besagte Charakteristik nicht wahrnehmen. Wirkliche Messungen werden im Thread allerdings nicht gezeigt.

So C64 und so?
Gibt auch Menschen die meinen besserer Sound bedeute mehr Bass. xD
Es wird die Magische Audio-SSD verwendet, aber das 2. günstigste Audioquest HDMI-Kabel(Pearl) in die Konstruktion eingefügt. Was lediglich aus Long Grain Copper(LGC) besteht statt 0,5%. 2,5%, 5%,10% Versilberung oder gar 100% Silber.
Kein Carbon oder keine Galvanische Isolierung keine Leiter aus Quarzglas....
Am falschen Ende gespart
Also wenn ich Produkte bewerbe die im angeblich gerade noch im Detail-Messbaren Bereich etwas verbessern "sollen", na dann muss ich auch Konsequent sein oder?
Und das meine ich gar nicht sooo sehr Satirisch oder Böse wie es Klingt. Für mich sind schon Silberkabel sagen wir... zweifelhaft. Aber wenn man sich in diesen Kreisen ein finanzielles Nest bauen will, dann richtig.
Sonst heißt das für mich als theoretischer Käufer doch das (^^-NEIN), dass letzte beworbene Quentchen quasi nix bringt.
Das Bild ist von dem User: Smaragtdhk von der Audiophilestyle News Seite
Der das Ding laut vieler Bilder u. Text offensichtlich sehr lange getestet hat.
https://audiophilestyle.com/uploads/monthly_2021_09/B63E29E5-ADEC-4F7E-9A9C-CDF0B1385494.thumb.jpeg.c8643729f347e1e1a20bd119d46fa2bc.jpeg
Edit:
Ein paar Rechtschreibfehler
Schaut auch das hier mal an:
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Vor allem auch die gute alte Marketingstrategie, dass dort, wo es eigentlich gar kein Problem gibt, man dann eben ein Problem regelrecht erschafft, um den Leuten anschließend die Lösung dafür zu verkaufen.
Ich meine bei solchen Beispielen ist es ja recht offensichtlich, aber gerade im Gesundheitsbereich - wo also mit der Gesundheit der Leute gespielt wird - ist das für den ein oder anderen oft nicht so schnell erkennbar, was jetzt funktioniert, und was Unfug ist.
Da hilft aber eigentlich eine ganz einfache Methode.
Man muss sich nur folgende zwei Fragen stellen:
1) Lässt sich damit ordentlich Kohle verdienen?
2) Gibt es einen handfesten Nachweis, der auch einer Überprüfung auf korrekte Methodik standhält?
Wenn man 1) mit ja beantworten kann und 2) nicht, dann kann man schon sichergehen, dass es Unfug ist.
Klar, Leute die dumm genug sind, denen auf den Leim zu gehen und das Zeug dann geradezu bis aufs Blut verteidigen, werden dann argumentieren: "Bloß weil es keinen Nachweis gibt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht funktioniert!"
Aber wenn man mal ein bisschen überlegt, kommt man zu folgendem Schluss: Da es hier um viel Geld geht (teilweise exorbitant viel Geld in Milliardenhöhe), kann man sichergehen, dass Anbieter und potentielle Anbieter davon wirklich ALLES daransetzen würden, jeglichen Nachweis zu erbringen. Das wäre ihr allererstes, oberstes Interesse! Das würde die Kritiker verstummen lassen, das eigene Produkt am Markt zementieren und für höhere Umsätze sorgen!
Warum wird der Nachweis dann trotzdem nicht erbracht, auch wenn das für den Anbieter so wichtig wäre? Eben.
Siehe Homöopathie. hüstel
Den Nachweis für den angeblich besseren Klang der hier besprochenen Produkte (in Form einer Metastudie, die auf methodisch korrekten Studien basiert) hat freilich noch nie jemand erbracht, sonst würden wir hier nicht diskutieren und die Hersteller würden es sich als allererstes auf die Fahnen schreiben, wäre ja die beste Werbung.
Und klar gibts auch immer wieder welche, die behaupten, sie würden das hören (oder kennen jemanden, der das kann!), so wie auch hier geschehen.
Aber behaupten kann man bekanntlich vieles, machen die Leute auch bei Alu-Helmen und Entgiftungsbädern.
Da gibts halt nicht ohne Grund den schönen Satz "der Plural von Anekdoten lautet nicht Evidenz". : D
Schaut auch das hier mal an:
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