Kaputte SSDs durch Krypto-Mining? der8auer testet die Auswirkungen von Chia

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Kaputte SSDs durch Kryptomining? der8auer testet die Auswirkungen von Chia
Quelle: PC Games Hardware

Roman "der8auer" Hartung hat sich den SSD-Verschleiß durch die Kryptowährung Chia angesehen. Normale Consumer-Modelle dürften dabei sehr schnell ans Ende ihrer Lebenszeit kommen, wohingegen besonders haltbare SSDs auch einige, wenige Jahre aushalten könnten.

Während sich Bitcoin vor allem durch speziell zugeschnittene ASICs farmen lässt, und Ethereum schnelle Grafikkarten voraussetzt, lässt sich die neue Kryptowährung Chia nur durch große Speichermengen sinnvoll farmen. Jeder Versuch, einen Chia-Coin zu farmen, wird Plot genannt und belegt rund 100 GB Speicher. Während der Erzeugung kann der Plot sogar bis zu 240 GB belegen.

Ein hoher Verschleiß durch jeden Plot

Um Chia aktiv zu farmen, müssen ständig neue Plots generiert und gespeichert werden. Das stellt eine immense Schreibbelastung für die verwendeten Laufwerke dar. Da gleichzeitig die Transfergeschwindigkeit für ein schnelles Mining wichtig ist, setzen erste Farmen dabei insbesondere auf SSDs, bei denen aber die Haltbarkeit ein Problem ist. Roman "der8auer" Hartung hat das ausprobiert und festgestellt, dass das Farmen mit Consumer-SSDs kaum zielführend ist.

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Um den Verschleiß zu bewerten, testete der8auer das Farmen auf einer Corsair MP600 mit einem TB Speicher. Obwohl diese vom Hersteller mit einer vergleichsweise hohen TBW (Total Bytes Written) von 1.800 TB beworben wird, käme die SSD laut den Ergebnissen von der8auer schnell an ihre Grenzen. Ein einzelner Plot ist zwar am Ende nur 100 GB groß, doch werden für ihn insgesamt 1,3 TB beschrieben.

Rechnerisch wäre die MP600 somit nach knapp 1.400 Plots am Ende ihrer Lebenszeit angelangt. Bei dem verwendeten Testsystem entspräche das einem knappen Jahr. Andere Modelle, wie beispielsweise die Samsung 980 Pro mit 600 TBW, wären noch deutlich schneller kaputt. Dabei ist natürlich zu bedenken, dass SSDs theoretisch auch mehr aushalten können, als die angegebene TBW verspricht. Es handelt sich hier also nur um Schätzwerte.

Passend zum Thema: Chia: SSD-Verkäufe um 500 % gestiegen, Hersteller geben Garantiewarnung

Da nicht jeder Plot zu einem Ertrag führt, ist das Mining mit Consumer-SSDs somit, zumindest in der Theorie, kaum sinnvoll. Auch eine RAM-Disk stellt laut der8auer keine wirklich bessere Lösung dar, da dieser in der Anschaffung zu teuer und nicht wesentlich schneller als das Mining mit SSDs ist. Die einzig sinnvolle Lösung ist laut dem Video daher, SSDs mit einer besonders hohen TBW zu kaufen, um den Verschleiß zumindest etwas zu bremsen. Dazu passend hat beispielsweise Team Group schon die ersten Modelle auf den Markt gebracht, die mit einer besonders hohen TBW beworben werden.

Quelle: der8auer

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    • Kommentare (58)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Ja da bleibt dann auch nur den Einsatz auf verschiedene solche Währungen aufzuteilen.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Ja da bleibt dann auch nur den Einsatz auf verschiedene solche Währungen aufzuteilen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Der Absolutwert sagt wenig aus. Es gibt genug Coins, die bei 1 Cent oder weniger liegen und dahin kann auch eine 1-Euro-Coin abstürzen, sodass man 99 Prozent seine Einsatzes verliert. Doge dagegen ist dieses Jahr von 4 Cent auf 40 Cent gestiegen, sodass man 900 Prozent Gewinn machen könnte. Sicherlich ist es eine berechtigte Annahme, dass Coins die aktuell kaum mehr wert sind als vor zwei Jahren, nicht plötzlich in den Keller gehen und schon da sind. Was nur von Enthusiasten gehandelt wird, verliert selten plötzlich und massiv an Interesse. Aber derartige Tokens gibt es hunderte und wenn mehr als drei davon in absehbarer Zeit einen Boom sehen, sind es viele. Von daher sind profitorientierte Planungen kaum möglich. Man kann das ganze natürlich einfach als Kickstarter betrachten und ein bisschen Taschengeld in irgend eine Kryptowährung stecken, die einem sympathisch ist. Dann tut es nicht weh, wenn nichts dabei rauskommt und man eine 1:ziemlich viel Chance, irgendwann mal reich zu werden. So wie Leute, die 2010 Bitcoin gefördert haben. Aber ehrlich gesagt sehe ich wenig Gründe, warum man überhaupt eine Kryptowährung gegenüber der anderen bevorzugen sollte. Gridcoin und der nicht mehr gehandelte Foldingcoin wollen wissenschaftliche Forschung unterstützen – aber sonst?
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Wobei das ja dann die Gelegenheit wäre bei solchen niedrig bewerteten Coins einzusteigen. Noch weiter runter können sie ja nicht wirklich, sondern halt nur irgendwann mal nach oben.
        Eventuell wenn die Flucht aus Ethereum einsetzt.

        Ravencoin, Troy etc. wären weitere Beispiele für Coins die bei weit unter 10€ liegen.

        Der Bitcoin jetzt auch 15% nach unten. Bei Ethereum sogar 20%.
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      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Großkonzerne würde ich eher als enormes Risiko betrachten. Tesla & Co hatten Corona-bedingt wenig Möglichkeiten für Investitionen in ihren Stammmärkten und viel Geld auf der hohen Kante (teilsweise noch Staatshilfen zusätzlich), das sie nicht einfach nur rumliegen lassen wollten. Da sich solche Konzerne auch das nötige Personal leisten können, um Kursentwicklungen und -prognosen 24/7 kompetent aktuell zu halten, laufen sie auch kaum Gefahr, beim Platzen der Blase zu den Zu-Spät-Kommern zu gehören. Wesentlich wahrscheinlicher, aufgrund der Summen sogar beinahe eine selbsterfüllende Prophezeiung, ist es sogar umgekehrt, dass sie ihre Bestände knapp nach dem absoluten Höhepunkt lukrativ verkauft bekommen, wenn die Mehrheit der Kleininvestoren noch gar nicht realisiert hat, dass die Talfahrt begonnen hat. Dafür wird das Aufwachen letzterer dann umso unangenehmer.

        Das der Stand von Ende 2020 gehalten wird, ist trotzdem nicht unwahrscheinlich – bei den letzten Bictoin-Blasen war es so, dass die Anleger nach mehr als 75 Prozent Wertverlust einfach aufgehört haben zu verkaufen, weil es sich eh nicht mehr lohnte. Das stoppte dann die Talfahrt, aber es dauerte eben auch 2-4 Jahre, ehe eine neue Blase und gute Verkaufspreise kamen und man kann sich nie sicher sein, dass das noch einmal der Fall sein wird. Handel mit Kryptowährungen beinhaltet immer das Risiko eines Totalverlustes.

        Monero zum Beispiel war mal die drittbeachteste Währung (unter Kriminellen gar #1) und hat vom aktuellen Boom profitiert. Aber trotzdem wurde bislang nur einmal der Höchsstand von 2018 erreicht, aktuell liegt der Kurs schon wieder tiefer. Wer damals kurz vor Peak gekauft hat in der Annahme, dass steigende Kurse einen weiteren Anstieg bedeuten, der hat also bis heute keine Möglichkeit gehabt, auch nur seine Investition zurück zu bekommen, geschweige denn Profit zu machen. Die meiste Zeit über hätte man nur 1/8 des Kaufpreises zurück bekommen. Litecoin geht es kaum besser. Beispiel 3, Ripple: Aktuell wieder unter den Top 5, also sicherlich kein Looser-Coin, aber trotzdem nicht eimal 50 Prozent seines 2018er Preises wert, zwischenzeitlich auf unter 5 Prozent gefallen. Und für Coins, deren Absolutwert zwischendurch so stark gefallen war, dass sie bei großen Handelsbörsen ganz aus dem Sortiment flogen, wäre das schon ein Traumwert. Gridcoin z.B., der mir damals als technisch interessant aufgefallen ist (duales Verifizierungssystem, in dem keine von beiden Hälften Energie verschwendet) hat, steht aktuell bei 4 Prozent seines 2018er Boom-Wertes. Zwischenzeitlich war er mal auf 1 Prozent runter.
      • Von IICARUS
        Genau das meinte ich, aber dieses Jahr sind einige Großkonzerne mit eingestiegen und man rechnet damit das, falls der Kurs doch einbrechen wird, dieser immer noch über dem letztem Stand 2020 bleiben wird.
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