Intel DC P5800X: Optane-SSD ist sehr schnell, aber teuer und wenig effizient
Tom's Hardware hat sich die Intel Optane DC P5800X angesehen und attestiert der SSD eine sehr hohe Geschwindigkeit. Diese hat aber, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Preis.
Mit NAND-Flash lassen sich zwar hohe Datenraten erreichen, doch die Speichertechnik hat auch ihre Grenzen. In diese Lücke stößt Intel mit den Optane-Produkten, die inzwischen, in Form der SSD Optane DC P5800X, in der 2. Generation verkauft werden. Die P5800X war dabei zuerst nur für den Einsatz in Datenzentren gedacht, doch inzwischen hat Intel den Datenspeicher für alle Kunden freigegeben. Dadurch konnte sich die Website Tom's Hardware die neue SSD genauer ansehen.
Sehr schnell, aber stromhungrig und teuer
Die Optane DC P5800X wird mit 400 GB, 800 GB und 1,6 TB Speicher angeboten, wobei Tom's Hardware das mittlere Modell getestet hat. Für dieses verspricht Intel eine sequenzielle Leserate von 7,2 Gbps und eine sequenzielle Schreibrate von 6,1 Gbps. Dieser Wer ist etwa auf Augenhöhe mit den schnellsten NAND-Mitbewerbern. Einen laut Datenblatt deutlichen Vorsprung gibt es dafür bei den IOPS: Im PCGH-Preisvergleich finden sich hier nur NAND-SSDs mit symmetrischen 1.000.000 IOPS, während Intels Optane-SSD laut Spezifikation 1.350.000 bis 1.500.000 IOPS erreichen kann.
Mit Hinblick auf die Praxis zeigen die Testergebnisse von Tom's Hardware, dass Intels neue Optane-SSD sehr schnell ist. Beim Kopieren in Diskbench liegt die SSD ein Viertel vor der nächst-schnelleren WD Black SN850, und im PCMark 10 Storage Test wird sogar mehr als die doppelte Punktzahl erreicht. Im sequenziellen Lesen und Schreiben sowie bei den IOPS wird die P5800X zwar manchmal knapp von NAND-SSDs überholt, doch dafür kann sie bei allen Cache-Tests deutlich gewinnen. Im Gegensatz zu den NAND-Konkurrenten liefert die Optane-SSD hier eine konstante Performance, sodass laut Tom's Hardware durchgehend über 6 Gbps im Lesen und Schreiben erreicht wurden. Die getesteten NAND-SSDs erreichten hier nicht einmal die Hälfte.
Auch spannend: Teamgroup Cardea Z44Q: PCIe-4.0-SSD mit bis zu 4 TB Speicher angekündigt
Unterm Strich ist Intels neue Optane-SSD somit, laut den gezeigten Benchmark-Werten, sehr schnell. Dafür verbraucht die Optane DC P5800X mit mehr als 15 W aber überproportional viel Strom und ist somit recht ineffizient. Obendrein ist das Modell alles andere als günstig: Für die 800-Gb-Variante werden 2.044 US-Dollar verlangt. Im PCGH-Preisvergleich bekommt man schon für deutlich weniger Geld NAND-SSDs mit der zehnfachen Kapazität.
Quelle: Tom's Hardware

*). Im konkreten Fall werden Kunden hier abwägen und in einigen Fällen wird man den RAM mit Optane DIMMs ergänzen, weil es für das jeweilige Anwendungsszenario vorteilhaft ist.
Einerseits ist 3D XPoint kein DRAM-Ersatz und dementsprechend stellt sich die Frage auch nicht, ob man DRAM oder 3D XPoint verbauen sollte. Die zusätzlichen Vorteile der alternativen Speichertechnologie sind Persistenz und Kapazität. Und da es keine Eierlegendewollmilchsau gibt, haben die auch Nachteile, so eine geringere Performance und eine beschränkte Haltbarkeit (und den Preis
Weiterhin wird es immer auch DRAM-lose SSD-Produkte geben, weil das schlicht eine Frage der Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit ist. Beispielsweise bei dem SATA-Modell 870 Evo erhält man einen DRAM-Cache erst ab dem 1 TB-Modell. Die kleineren arbeiten ausschließlich mit einem SLC-Cache-Bereich.
*) Wobei sich der Preis der PM-DIMMs aber auch zumindest etwas relativiert, denn hochkapazitive (L)RDIMMs sind ebenso extrem teuer und haben nichts mit den Preisen zu tun, die Consumer von ihren Plattformen kennen.
**) In dem Bereich wird es in Verbindung mit DDR5 interessant sein zu beobachten, wie die Entwicklung hier weitergehen wird, denn die JEDEC hat hier sogenannte NVDIMM-P's definiert, die ebenso extrem große DIMM-Module auf Basis von Speichertechnologien wie Flash, NAND oder 3D XPoint mit DRAM kombinieren.
https://www.computerbase....
Kein DRAM läßt die SSDs jedoch gleich einbrechen und das enorm. Wenn es um Geschwindigkeit geht und viele zahlen dafür, wird es wohl auch in Zukunft kein Weg an einem DRAM Cache vorbeiführen.
kommen die sogar sehr gut weg.
Sicherlich nichts für die "wie jetzt? Datensicherheit? Wha?" Fraktion, die lieber auf "güstigere" Konkurrenz
Produkte setzt...
So oder so sind Optane SSD's in den meisten - und oft sogar allen Belangen überlegen.
Bei der Geschwindigkeit können NAND-Flash SSD's ohnehin nur wegen dem Verbauten DRAM punkten.
Aber die Frage ist wie Intel die ganze 3DXpoint-Sparte in Zukunft finanzieren will, wenn man keine
Consumer Produkte im Angebot hat? Oder zumindest nicht mehr...
Und dass die Optane Produkte noch so teuer sind ist ja kaum ein Wunder, haben eben noch bei weitem
nicht so viel Entwicklungs- und Prozess-optimierungszeit hinter sich.
Wobei man ja sagen muss, dass es bei NAND-Flash langsam zu weit geht...
Aber so lange der Standard-Consumer die Vorteile nicht zu schätzen weiß, werden die auch nicht in naher Zukunft Verbreitung finden. Insb. wenn selbst Enthusiasten kaum bereit sind/waren das Geld für eine 905p auszugeben.
zu bekommen, aber trotzdem würde man den Durchsatz nicht erreichen. Auch 3DXpoint profitiert wie NAND von
Multi-Channel Controllern. Ein einzelner 3DXpoint Chip leistet so einen Durchsatz wohl kaum.
Zudem macht so eine Konfiguration quasi alle Vorteile von 3DXpoint zu Nichte.