Langlebigkeit von SSDs: Datenverluste auch ohne Stromzufuhr
Ein Tech-Youtuber hat vier SSDs vom selben Typ einem Langzeittest unterzogen: Wie sieht die Datenhaltbarkeit der Festplatten aus, wenn diese für Jahre vom Strom getrennt werden?
Vor zwei Jahren startete der Tech-Youtuber "HTWingNut" ein Experiment, das die Datenhaltbarkeit von SSDs untersuchen sollte, die längere Zeit ohne Stromversorgung bleiben. In einem neuen Video gibt der Youtuber nun erste Ergebnisse bekannt. Für dieses Experiment nutzte HTWingNut vier identische SATA-SSDs vom Typ "Leven JS-600". Alle Laufwerke hatten eine Kapazität von 128 GB und eine vom Hersteller angegebene Schreibausdauer von 60 TB.
Die vier SSDs wurden mit zwei unterschiedlichen Nutzungsprofilen getestet, die sich in "frische SSDs" (also nahezu unbenutzt) und "abgenutzte SSDs" aufteilten. Letztere Gruppe beinhaltet die Festplatten, die bereits mit 280 TB an Daten beschrieben wurden - also deutlich mehr als die angegebene Ausdauer von 60 TB. Auf allen SSDs wurden 100 GB zufällige Daten gespeichert und Hash-Werte zur späteren Verifizierung erstellt. Nach einer Lagerungszeit von zwei Jahren ohne Stromversorgung wurden die Laufwerke wieder angeschlossen und untersucht.
Die Ergebnisse zeigten einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Bei den "frischen" SSDs waren nach zwei Jahren alle Daten auf den ersten Blick intakt, auch die Hash-Verifizierung lief erfolgreich ab. Allerdings dauerte die Verifizierungszeit etwas länger als zum Start des Experiments. Trotz der intakten Daten waren erste Anzeichen von Verschleiß erkennbar: So lagen die ECC-Werte bei über 400, was auf interne Fehler hinweist, die das Laufwerk zunächst korrigieren musste.
Deutlich schlechter erging es den "abgenutzten" SSDs. Laut HTWingNut waren vier Dateien beschädigt, die Hash-Verifizierung schlug fehl. Die Verifizierungszeit stieg von ursprünglich 10 auf 42 Minuten dramatisch an, während die nicht korrigierbaren Sektoren auf 12 sprangen. Auch die ECC-Wiederherstellungswerte explodierten von 11.745 auf über 201.273.
Auffällig ist, dass diese Probleme im Zwischenstand von 2024 nicht erkennbar waren - erst im "Experimentjahr 2" trat der signifikante Verschleiß auf. Auch wenn diese Ergebnisse nicht zwangsläufig repräsentativ für die Haltbarkeit und Langlebigkeit von SSDs sind, hält der Tech-Youtuber das Experiment aufrecht: Im kommenden Jahr sollen die vier SSDs auf dieselbe Weise erneut untersucht werden.
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Meine Samsung 470 mit 128G ist seit inzwischen 13 Jahren im Einsatz. Tut es immer noch als primäres Betriebssystem-Laufwerk, trotz 3G SATA liefert diese bis heute für mich ausreichende Leistung.
Entscheidend sind die TB-written.
Das praktische an robocopy/CMD ist, dass ich wenn ich mich dazu entscheide Daten neu schreiben zu wollen einfach die neu zu schreibenden Daten im Ziellaufwerk lösche und robocopy erneut anwerfe.
Ein normaler Beobachter bemerkt con all den Problemen ja erst dann etwas, wenn es katastrophal wird, sprich Daten irreparabel und offensichtlich verloren sind.
Alles was vorher kommt, Fehlerkorrekturen, Performanceprobleme, Bitflips usw. bemerkt ein Normalverbraucher ja nicht und glaubt alles ist ok. Die Fehlermeldung beim Kopieren kommt ja erst ganz am Ende (Windows prüft keine Datenintegrität bei Kopiervorgängen!), Dinge wie Zischen/Klicken in einer Musikdatei, Bildfehler in Fotos und Videos, seltsame Zeichen und fehlende Absätze in Textdokumenten, einzelne falsche Zahlen in Exceldateien usw. kommen vorher - und da kann sich dann wieder keiner erklären wie das passieren konnte.
Ein normaler Beobachter bemerkt con all den Problemen ja erst dann etwas, wenn es katastrophal wird, sprich Daten irreparabel und offensichtlich verloren sind.
Alles was vorher kommt, Fehlerkorrekturen, Performanceprobleme, Bitflips usw. bemerkt ein Normalverbraucher ja nicht und glaubt alles ist ok. Die Fehlermeldung beim Kopieren kommt ja erst ganz am Ende (Windows prüft keine Datenintegrität bei Kopiervorgängen!), Dinge wie Zischen/Klicken in einer Musikdatei, Bildfehler in Fotos und Videos, seltsame Zeichen und fehlende Absätze in Textdokumenten, einzelne falsche Zahlen in Exceldateien usw. kommen vorher - und da kann sich dann wieder keiner erklären wie das passieren konnte.
Samsung brachte damals ein Tool und später Firmware_Upgrade das alle Daten neu geschrieben hatte.
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Ebenso haben sie alle Over Provisioning eingerichtet...
Kann mich bisher nicht beschweren von den TLC Festplatten. Aber die M.2 sind eh alle verbaut und erhalten regelmäßig Stromzufuhr. Dennoch bin ich von TLC relativ positiv überzeugt, die 980 Pro bei mir hat ja auch TLC.
Hab auf der Arbeit jetzt auch mal QLC Festplatten getestet die vor über einem Jahr ausgebaut wurden, auch hier waren die Daten noch alle vorhanden und zugreifbar. Will das Problem damit aber nicht abstreiten, bin nur doch überrascht das ich noch keinen Praxisfall von diesem Problem beobachten konnte.
Wie gesagt habe ja eine HDD als zusätzliche Backup Sicherung für Private Daten... da sollte nichts passieren ohne Strom.