SSD gegen HDD: Festplatten sollen laut Prognose noch lange nicht sterben
Der Preisverfall bei SSDs und ihre höhere Performance machen der klassischen Magnetfestplatte (HDD) starke Konkurrenz, doch weniger gefragt soll sie laut einem aktuellen Bericht nicht sein.
Die jüngste Prognose der Marktforscher von Coughlin Associates über den Absatz von Festplatten, SSDs und Bandlaufwerken bis 2028 deutet darauf hin, dass der Anstieg der SSD-Verkäufe nur minimale Auswirkungen auf den Absatz von Festplatten haben wird. Im aktuellen Newsletter des Unternehmens gibt es hierzu ein Diagramm mit Prognosen zu Band-, SSD- und HDD-Auslieferungen bis zum Jahr 2028, das keinen Rückgang bei der Nachfrage nach Festplatten erwarten, sondern einen Anstieg, wie blocksandfiles.com berichtet.
Begründet wird dies unter anderem mit dem steigenden Speicherbedarf in allen möglichen professionellen Bereichen: "Sofern es nicht zu einem signifikanten wirtschaftlichen Abschwung kommt, erwarten wir, dass die Nachfrage nach digitalem Speicher zur Unterstützung von KI, IoT, Medien und Unterhaltung sowie genomischen und anderen medizinischen Anwendungen die Speichernachfrage ankurbeln wird", heißt es in der Prognose.
Quelle: Coughlin Associates
SSD gegen HDD: Festplatten sollen laut Prognose noch lange nicht sterben (2)
HDDs: Steigende Nachfrage nach Kapazität und Komponenten
"Dies sollte den Absatz von HDDs, SSDs und Magnetbändern wieder ankurbeln, da alle diese Speichermedien ihre Speicherkapazität pro Gerät erhöhen." Passend dazu gibt es auch ein Diagramm, das eine erwartete Trendumkehr bei den zuletzt rückläufigen Festplattenverkäufen zeigt, während außerdem ein rasanter Anstieg der ausgelieferten Speicherkapazitäten von rund 1.500 Exabytes auf 9.000 Exabytes über alle Laufwerkstypen hinweg innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird.
Quelle: Coughlin Associates
SSD gegen HDD: Festplatten sollen laut Prognose noch lange nicht sterben (3)
"Wir prognostizieren eine Verdoppelung der Nachfrage nach Köpfen und Medien bis 2028, wobei wir von einer Erholung des Nearline-Marktes ab Ende 2023 oder Anfang 2024 ausgehen. Das Wachstum der kapazitätsorientierten Nearline-Laufwerke für Unternehmens- und Hyperscale-Anwendungen wird bis 2028 zu mehr Komponenten pro Laufwerk führen und stellt den größten Treiber für Köpfe und Medien dar."
Quelle: Coughlin Associates
SSD gegen HDD: Festplatten sollen laut Prognose noch lange nicht sterben (4)
SSD-Firma sieht HDDs am Absteigen
Anders sieht dies dem Bericht nach das auf Hardware- und Softwareprodukte für Flash-Datenspeicher spezialisierte Unternehmen Pure Storage, das davon ausgeht, dass nach 2028 keine neuen Festplattenlaufwerke mehr verkauft werden. CEO Charlie Giancarlo sagte demnach im Juni: "Die Tage der Festplatten gehen zu Ende - wir sagen voraus, dass in 5 Jahren keine neuen Festplatten mehr verkauft werden."
Zugrunde soll dabei die Annahme liegen, dass insbesondere QLC-SSDs mit hoher Kapazität (4 Bits pro Zelle) die Gesamtbetriebskosten für All-Flash-Arrays auf einen Wert senken, der unter dem von Festplatten-Arrays liegt. Angesichts der Tatsache, dass es sich nur um Prognosen handelt und 2028 auch noch ein Stück weit hin ist, bleibt natürlich abzuwarten, in welche Richtung sich das Ganze tatsächlich entwickelt.

Unabhängig davon, ob eine SSD oder HDD im PC verbaut ist.
außer als ext. Platte zur Datensicherung.
Dafür hab ich kein Netflix/Prime/HBO.... Abo
Es ist mir auch recht egal, wie die Leute ihren Speicher vollmachen, es geht darum, ob sie es machen.
Und da hat nunmal Sinuspass recht.
Ich denke sogar das die meisten mit 1-2 tb locker auskommen, aber ich hab nicht zum ersten mal auf sowas geantwortet, weil ich damit halt klar machen will das es auch ohne illegale Inhalte leicht einiges an platz draufgehen kann.
Und da hat nunmal Sinuspass recht.