Hersteller warnt: Gesamte NAND-Flash-Produktion für 2026 bereits ausverkauft - Engpass setzt sich fort

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Hersteller warnt: Gesamte NAND-Flash-Produktion für 2026 bereits ausverkauft - Engpass setzt sich fort
Quelle: Kioxia

Der japanische Speicherhersteller Kioxia gibt bekannt, dass seine gesamte NAND-Flash-Produktionskapazität für 2026 bereits verkauft ist. Der Engpass am Speicherchipmarkt könnte Preise und Verfügbarkeit von SSDs weiter belasten.

Der japanische Speicherhersteller Kioxia (früher Toshiba Memory), einer der größten Hersteller von NAND-Flash-Speicherchips weltweit, hat bestätigt, dass sämtliche Produktionsvolumina seiner NAND-Flash-Fertigung für das Kalenderjahr 2026 bereits verkauft sind - also "sold out". Diese Aussage stammt aus einem Interview mit Shunsuke Nakato, dem Managing Director der Speicher-Geschäftseinheit bei Kioxia. Demnach hat die enorme Nachfrage aus dem Bereich der KI-Rechenzentren und anderen speicherintensiven Anwendungen dazu geführt, dass alle verfügbaren Kapazitäten verplant sind.

Kioxia bleibt trotz dieses "Ausverkauft"-Status vertragstreu: Es setzt auf bestehende Lieferverträge, statt Kapazität einfach an den Höchstbietenden zu vergeben. Dennoch berichtet das Unternehmen, dass Kunden selbst mit langfristigen Partnerschaften mit Preissteigerungen von bis zu etwa 30 % im Jahresvergleich zu kämpfen haben. Hier gilt wieder: Wer langfristig plante, konnte den Einschlag verzögern, wird aber nicht zur Gänze drumherumkommen.

Ursachen und Auswirkungen der Kapazitätsknappheit

Die Verkaufszahlen und die komplette Auslastung der Produktionskapazität stehen im Kontext einer anhaltenden Speicherknappheit, die seit 2024/25 von Marktbeobachtern beschrieben wird. Analysten führen diese teilweise auf eine strategische Verlagerung der Produktion zugunsten KI- und Rechenzentrumsumgebungen zurück, wo große Mengen an NAND-Flash benötigt werden. Zunächst traf das den DRAM-Markt deutlich, wird sich aber auch auf den NAND-Markt auswirken und Experten sehen sogar Ripple-Effekte zu Magnetspeichern.

Kioxias Yokkaichi-Werk (Luftaufnahme) Quelle: Kioxia Kioxias Yokkaichi-Werk (Luftaufnahme) Kioxias Yokkaichi-Werk (Reinraum) Quelle: Kioxia Kioxias Yokkaichi-Werk (Reinraum)

Hersteller wie Kioxia arbeiten zudem an der Einführung neuer 3D-NAND-Generationen mit deutlich höheren Layer-Anzahlen, darunter die 10. Generation mit 332 Lagen ("BiCS10"), deren Produktion 2026 starten soll, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. All das sind aber Effekte, die erst mittel- bis langfristig wirken, wie auch die Kapazitätserweiterungen des Kitakami-Standorts und die Modernisierung bestehender Fabs. Kioxia steht im DRAM-Geschäft im Wettbewerb mit großen Playern wie SK Hynix, Micron und Samsung. Branchenbeobachter erwarten, dass teurer Speicher bis ins Jahr 2028 ein Problem sein wird.

Quelle: Digital Daily

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Zik7
        Das werden die Preise demnächst beantworten!
        Bedingt! Da können die Teile welche zum Produkt werden noch günstig eingekauft sein. Wenn der Markt ein hohes Preisniveau rechtfertigt wird das auch abgerufen. Den zusätzliche Gewinn wird man einstreichen. Das ganze wird ja auch durch die tägliche Panikmache in den Medien befeuert.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Zik7
        Das werden die Preise demnächst beantworten!
        Bedingt! Da können die Teile welche zum Produkt werden noch günstig eingekauft sein. Wenn der Markt ein hohes Preisniveau rechtfertigt wird das auch abgerufen. Den zusätzliche Gewinn wird man einstreichen. Das ganze wird ja auch durch die tägliche Panikmache in den Medien befeuert.
      • Von Zik7 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die viel wichtiger Frage ist in meinen Augen:
        Zu welche Preisen wurde die Produktion verkauft, relativ zu 2025 und 2024?
        Das werden die Preise demnächst beantworten!
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Über die Marktpreise entscheidet, was die großen zahlen mussten, um die gewünschte Menge garantiert zu bekommen.
        Wobei das nur ein Faktor ist. Die Hersteller und der Handel reden da ja auch noch mit.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die viel wichtiger Frage ist in meinen Augen:
        Zu welche Preisen wurde die Produktion verkauft, relativ zu 2025 und 2024?

        Das der Hersteller eines Vorprodukts ein paar Monate im voraus ausgebucht ist, empfinde ich jedenfalls nicht als bahnbrechende Neuerung. Die SSD-Hersteller werden ihre Chips nicht zwei Tage vorher ordern und die Großabnehmer, auch die an Endkunden verkaufenden, bestellen ihrerseits Laufwerke mit entsprechendem Vorlauf. Es ist also vollkommen normal, dass Ende Januar schon die Flash-Kapazitäten eingekauft werden, die Ende Oktober in einem Laptop ausgeliefert werden sollen. Nur kleine Brands, die systematisch Restkapazitäten und Überschüsse auszunutzen versuchen, können viel später buchen und dass die dieses Jahr Pech haben werden, ist zwar ein Symptom, aber noch keine Beschreibung des Gesamtzustandes. Über die Marktpreise entscheidet, was die großen zahlen mussten, um die gewünschte Menge garantiert zu bekommen.
      • Von Magera Freizeitschrauber(in)
        Es gibt da zwiei fragen die ich mir stelle..
        1. Wieviel Prozent der für 2026 gesetzten Produktion die bereits Verkauft ist, gehen an KI und wieviele in den Markt an ebn Consumerhersteller?
        2. (Resultiert aus 1.) Wieviele von den Verkäufen waren Panikkäufe der Konsumerhersteller, weil sie angst hatten nichts mehr abzubekommen?
        Es sagt recht wenig aus das wenn ein Speicherchip/Speicher hersteller sagt er habe schon die Komplette geplante Produktion verkauft. Außer ebn das er volle Auftragsbücher hat.
        Für den Markt, heist das erstmal nicht viel.
        Und auch Fraglich ist, ob das nicht nur Stimmungsmache ist so ein Statment.
        Die Krise wird von allen Seiten ausgenutzt um Sich eine Goldene Nase zu verdienen. In dem Man das FoMo bei den Menschen bzw Konsumern triggert, und die Preise (nach meiner ansicht Abspachen) in die Höhe schießen lässt.
        Denn auch wenn KI unmengen Speicher benötigt, so denke ich das die nicht die Komplette Produktionsmenge der Hersteller benötigen werden.
        Und wenn, wäre hier auch die Frage, weshalb jetzt? was ist der auslöser? KI nervt uns schon seit 5 Jahren oder mehr. Dann hätte die Nachfrage durch KI doch auch bereits vorher höher ausfallen sollen/ müssen
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