Fusion-IO ioDrive Octal: PCI-E-SSD mit 10 TByte, 6,7 GB/s und 1,3 Mio. IOPS
Die Sandisk-Tochter Fusion-IO bietet mit der ioDrive Octal eine PCI-Express-SSD an, die mit einer Kapazität von 5,12 beziehungsweise 10,24 Terabyte daherkommt und Übertragungsraten von bis zu 6,7 GB/s schaffen soll. Die Zufallswerte von 512-Byte-Dateien werden auf bis zu 1,3 Mio. IOPS beziffert. Fällig werden für den Spaß mindestens 70.000 Euro.
Erst gestern berichteten wir über die Memblaze Pblaze IV, eine PCI-Express-SSD mit 8 Terabyte Datenvolumen und Transferraten von bis zu 3,2 GB/s. Die Kollegen von computerbase.de konnten aufgrund einer Leserrückmeldung ein anderes Modell von Fusion-IO ausfindig machen, welche die Messlatte noch weiter nach oben anhebt. Die ioDrive Octal getaufte SSD setzt ebenfalls auf das PCI-Express-Interface und nutzt gleich 16 Bahnen, allerdings noch der 2.0-Generation. Ursprünglich vorgestellt worden ist die SSD bereits im Jahre 2009 (Markteinführung 2012), wo PCI Express 3.0 noch nicht einmal spezifiziert war.
Die ioDrive Octal ist in den beiden Kapazitäten von 5,12 sowie 10,24 Terabyte erhältlich, wobei Fusion-IO auf eine Basis-Platine setzt, auf die bis zu acht 1,28 TByte große MLC-Flash-Module gesetzt werden. Dementsprechend beansprucht die SSD gleich zwei Erweitungsslots, üblicherweise wird ansonsten nur einer genutzt. Eine Länge gibt der Hersteller leider nicht an, offenbar kann die SSD aber mit ausgewachsenen Dual-GPU-Grafikkarten konkurrieren.
Bei den Leistungsdaten kann sich die ioDrive Octal sehen lassen: Bis zu 1,3 Mio. beziehungsweise 1,24 Mio. IOPs werden lesend und schreibend bei 512-Byte-Dateien von dem 10-TByte-Modell erreicht, die kleinere Schwester schafft knapp 1,2 Mio. IOPS in beiden Disziplinen. Die sequenziellen Transferraten von 64-KByte-Dateien beziffert Fusion-IO auf 6,7/3,9 GB/s (Lesen/Schreiben) respektive 6,0/4,4 GB/s. Die für Endkunden wichtigeren 4K-Werte werden auf der Produktseite leider nicht angegeben, sollen laut einem alten Artikel von tomshardware.com allerdings bei etwa 800.000 IOPS liegen.
Beim Kostenfaktor konnten wir einen Preis von gut 70.000 Euro für das Modell mit 5,12 Terabyte Kapazität als günstigsten in Deutschland ausmachen, die große Ausführung mit 10,24 TByte wird hierzulande scheinbar nirgendswo geführt. In den USA ist diese ab 125.000 US-Dollar erhältlich, was umgerechnet inklusive deutscher Mehrwertsteuer gut 120.000 Euro entspricht.
Quelle: Fusion-IO (Produktseite)


Schön, das ihr nach nem Hinweis auf CB ne News schreibt, im Forum hier finden sich von mir über genau die Karte über mehrere Jahre hinweg Kommentare zu dieser Karte, an sich eigentlich jedes mal, wenn ihr wieder von "Mega schnellen PCI-E SSDs" berichtet
Verrückte Welt, in der eine SSD soviel kosten kann wie ein Sportwagen^^. Da würde mich jetzt aber echt mal interessieren in welchen Situationen ich wieviele Sekunden sparen kann
Ich kann mich noch an meine Zeit in der Medizintechnik anno 2005/2006 erinnern wo mittels teuren Raid-Boxen, 10+ SCSI-Platten samt Raidcontroller garantiert eine 3-stellige MByte/s (genau Werte habe ich heute nicht mehr im Kopf) weggeschrieben werden kann um die Daten die vom CT kommen gleich sicher zu speichern (keine Daten beim CT = Körperverletzung = sehr teure Schmerzensgelder) zu können.
Und in meinem aktuellen Job verwenden wir 4GB SD- und CompactFlash-Karten nach Industriestandard zu Preisen für die du schon 120-250 GB SSDs bekommst. Allerdings sind diese Karten für Klimabedinungen geschaffen die dir bei keinem Endkundenprodukt garantiert werden.
@Redaktion:
Schön, das ihr nach nem Hinweis auf CB ne News schreibt, im Forum hier finden sich von mir über genau die Karte über mehrere Jahre hinweg Kommentare zu dieser Karte, an sich eigentlich jedes mal, wenn ihr wieder von "Mega schnellen PCI-E SSDs" berichtet
MFG
Würde mich dennoch mal interessieren, was solche Hardware in typischen Endkundenszenarien ausrichten kann.
Würde mich dennoch mal interessieren, was solche Hardware in typischen Endkundenszenarien ausrichten kann.