"Destroyinator": Rack-Server mit Killswitch zerstört 16 SSDs auf einmal
Der "Destroyinator" des kanadischen Unternehmens 45Drives hat einen kuriosen Namen, aber einen sinnvollen Einsatzzweck: Mit dem 16 Festplatten fassenden Server-Rack sollen sich Datenträger im Handumdrehen zerstören lassen.
Die Welt der Rack-Server bringt immer wieder kuriose Bezeichnungen hervor. Nach Produkten wie dem "Diskmantler" hat sich der kanadische Anbieter 45Drives ebenfalls etwas einfallen lassen, das genauso gut aus der Disney-Kinderserie "Phineas and Ferb" stammen könnte: Der für Unternehmen, Behörden und IT-Entsorger gedachte "Destroyinator" soll große Mengen an Datenträgern sicher und nachvollziehbar löschen.
Ein Rack-Server als Datenschredder
45Drives bewirbt die Lösung als Alternative zu improvisierten Setups mit Einzel-Adaptern oder USB-Docks, die bei zweistelligen oder dreistelligen Laufwerkszahlen schnell an logistische Grenzen stoßen. Unternehmensangaben zufolge soll der Destroyinator an dieser Stelle die Lücke zwischen Compliance-Anforderungen, Effizienz und Nachhaltigkeit schließen.
Im Inneren des bis zu 16 Laufwerke zeitgleich fassenden Destroyinators arbeitet ein kompletter Rechnersystemaufbau, der ab Werk mit Linux Mint und der Wiping-Software Killdisk ausgeliefert wird. Die Laufwerke werden in ein robustes Stahlchassis eingesetzt, das für den Dauerbetrieb in professionellen Umgebungen ausgelegt ist.
- Laut Hersteller erreicht das System beim parallelen Löschen eine kumulierte Datenrate von bis zu 64 GByte pro Sekunde, sodass auch große Bestände an SSDs schnell abgearbeitet werden können.
- Die aktuelle Version der Lösung unterstützt nicht nur klassische 2,5‑Zoll-SATA- oder SAS-Laufwerke, sondern explizit auch moderne NVMe-Formfaktoren. Neben U.3‑Laufwerken in 7‑mm- und 15‑mm-Bauhöhe nennt 45Drives Unterstützung für 2,5‑Zoll-SATA/SAS, M.2-Module, U.2-NVMe-Laufwerke sowie E1.S-EDSFF-Varianten.
Damit ist der Destroyinator im Kern ein Rack-Server mit Spezialisierung auf Datenvernichtung. Für zusätzliche Automatisierung lassen sich über die Software auch Lösch-Workflows und Voreinstellungen definieren, etwa wenn bestimmte Standards oder Overwrite-Muster gefordert sind.
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